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Zweiohrküken| Kritik 2/10

Kinostart
03.12.2009



Handlung

Ludo (Til Schweiger) und Anna (Nora Tschirner) zwei Jahre später... der Alltag ist eingekehrt. Als Ludo eine alte Flamme wiedertrifft, wird Anna eifersüchtig, und das zu Recht! Die Gute ist offensichtlich noch ziemlich interessiert. Ludo wehrt sich, auch zu Recht, gegen Annas versuche ihn zu kontrollieren und fordert Freiraum ein. Dummerweise taucht just zu diesem Zeitpunkt Annas Ex-Freund Ralf (Ken Duken) auf und plötzlich gefällt Ludo der neue Freiraum gar nicht mehr so gut.

Nach Til Schweigers großem Erfolg von "Keinohrhasen" spinnt "Zweiohrküken" die Geschichte weiter.


Filmkritik | Zweiohrküken

Es gibt ja immer noch Leute, vor allem Klatschkolumnisten von Blättern mit Großbuchstaben, die Til Schweiger für Deutschlands einzigen Hollywoodstar halten. Darüber ließe sich trefflich streiten. Eines steht jedenfalls fest: Deutschlands geschäftstüchtigster und von sich überzeugtester Filmschaffender ist der Schauspieler mit Sicherheit. Nach dem Mega-Erfolg "Keinohrhasen" schickt sich das Sequel "Zweiohrküken" aus der Schweiger-Filmschmiede derzeit an, ebenfalls ein Hit an der deutschen Kinokasse zu werden. Und wie die schlichte Kindergartenklamotte aus dem Jahr 2007 fällt auch dieser Streifen bei der seriösen Kritik komplett durch. Til Schweiger ist es schnurz, wenn die Quote stimmt, auch wenn Film und Stoff an den Hoden herbei gezogen sind.

Die simpel und vorausehbar gestrickte Story ist schnell erzählt: Das ungleiche Pärchen Anna und Ludo aus "Keinohrhasen" ist im Alltag angekommen und droht im trüben Gewässer des Banalen Schiffbruch zu erleiden. Ein Ex-Freund mit Riesenpenis und feuchte Debatten um rasierte Intimzonen spielen dabei tragende Rollen. Aber Macho und graue Maus zimmern sich aus den Trümmern ihrer sexuellen Leidenschaft eine veritable Arche Schweiger und gehen am schönen Ostseestrand glückselig sabbernd vor Anker. Wenn das kein prima Cliffhanger für Teil 3 (mit Kids, vermutlich) ist: mit dem hat Til Schweiger nämlich gedroht.

Das Alles wird derartig grob und mit der Dampfwalze gestrickt in Szene gesetzt, trieft vor klischeehaft plumpen Dialogen (Drehbuch neben Schweiger höchstselbst: Anika Decker) und kotigen Sabberzoten aus der alleruntersten Schublade, dass man sich als Zuschauer unwillkürlich fragt: Was soll der Scheiß? Selbst das prolligste Filmpublikum kann nicht so dumm sein, die Schweigerschen Ergüsse mit dem Begriff "Romantische Komödie" in Verbindung zu bringen. Billigster Unterhosen-Klamauk aus der Sicht eines Sandkasten-Casanovas, dessen Gedanken nur um sein Allerheiligstes kreisen und der auch noch ein bisschen geliebt werden will. Ein gefühlsechter Schweiger halt. Tragisch nur, dass eine begabte Schauspielerin wie die süße Nora Tschirner sich für so einen dumpfbackigen Schmarrn hergegeben hat. Immerhin gehören ihr in dem Film ein paar der überzeugendsten und leisesten Momente aus weiblicher Sicht. Respekt. Von Schweiger-Spezi Heiner Lauterbach, der auch mitspielen darf, erwartet der leidende Filmfreund schon seit langem nichts weiter als Knallchargen. Ach ja: Die Schweiger-Kids sind auch wieder an Bord.

Ein Segen, dass der omnipotente Til Schweiger neben Hauptrolle, Drehbuch, Regie und Produktion nicht auch noch für die Musik verantwortlich zeichnet. Die ist überraschend gut und geht auf das Konto von Dirk Reichardt, den eingängigen Schluss-Song gurrt die britische Popsängerin Adele. Ansonsten: Mach´s bitte nicht noch einmal, Til!


Filmkritik von mkrispien

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Bilder / Fotos

Zweiohrküken

© Warner Bros. Pictures Germany

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