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Zwei an einem Tag| Kritik 7/10

Kinostart
03.11.2011



Handlung

Der 15. Juli ist das magische Datum, das die schicksalhafte Beziehung von Emma (Anne Hathaway) und Dexter (Jim Sturgess) prägt. Nicht einmal, sondern immer wieder: Alles beginnt mit einer gemeinsamen Nacht nach der Examensfeier am 15. Juli 1988. Doch die zurückhaltende Emma und der draufgängerische Dexter verfolgen unterschiedliche Lebensziele. Am nächsten Morgen trennen sich ihre Wege, um sich in den drauffolgenden Jahren immer wieder zu kreuzen, genau am 15. Juli. Und trotz aller räumlicher Entfernung, persönlicher Höhen und Tiefen, verlieren sich Emma und Dexter nie ganz aus den Augen, bis sie 20 Jahre nach ihrer ersten Nacht endlich erkennen, was sie immer gesucht haben...


Filmkritik | Zwei an einem Tag

Die hohen Erwartungen, die die literarische Vorlage an die Umsetzung in den Filmstoff erwachsen lässt, werden nicht auf ganzer Linie erfüllt. Dies liegt ganz zuvörderst darin, dass der Zuschauer trotz eifrigen Bemühens der Filmcrew im Verlaufe der Geschichte mehr und mehr den Eindruck gewinnen muss, einem bestimmten, weitgehend gleich gestanzten Erzählschema unterworfen zu sein.

Dies ist freilich durch die Vorgaben des Romanes teilweise bedingt; denn stets finden die Treffen der beiden Protagonisten an einem 15. Juli statt. Dabei haben sich die Filmemacher sehr ins Zeug gelegt, um jedes dieser Treffen zu einem herausgehobenen Erlebnis werden zu lassen. Durchaus zu gewinnen vermag insofern, dass der jeweilige zeitliche Hintergrund, die zentralen Begebenheiten der gerade aktuellen Ära, gut eingefangen und in die Kinosessel transportiert werden. Andererseits hat es einen entscheidenden Nachteil, jedes einzelne dieser Treffen für die Leinwand möglichst aufregend zu gestalten. Denn infolge dieser Erzählweise verliert der Film ein wenig von seiner organischen Struktur, beinahe schon so, als wäre "Zwei an einem Tag" eine Ansammlung mehrerer, im Einzelnen durchaus gut gemachter Kurzfilme, ohne dass deren innere Verbindung allzu sehr zu Tage tritt.

In jenen einzelnen, jeweils am 15. Juli stattfindenden Treffen wird dem Zuschauer hingegen eine gute, teilweise sogar eine äußerst gelungene Unterhaltung geboten. Namentlich bedingt ist dies durch den Charme, der in den Dialogen und dem dort platzierten Humor enthalten ist. In erster Linie überzeugt dabei Anne Hathaway mit ihrer schauspielerischen Leistung; sie gibt sich hier ersichtlich große Mühe, der Protagonistin Leben, Charme, Geist und Witz einzuhauchen, was ihr auch sehr ordentlich gelingt. Indes wird auch ihr Gegenpart von Jim Sturgess sehr ordentlich verkörpert, wenngleich seine Rolle bisweilen ein wenig eindimensionaler gestrickt ist als die von Hathaway.

Ein Manko, das über der Interaktion der beiden Charaktere liegt, ist jedoch die emotionale Zuwendung von Sturgess gegenüber Hathaway, da letztere zu Beginn des Filmes eine keineswegs attraktive Frau spielt, in die sich der machohafte Lebemann Sturgess verliebt. Dabei wird dem Zuschauer kaum deutlich, woher diese Gefühle stammen und worin sie begründet liegen; man kann sich nicht ganz des Eindruckes erwehren, dass hier die Konstruktion der Geschichte phasenweise so deutlich wird, dass einem das Eintauchen in den Film als fiktive Erzählung nicht vollends gelingt.

Positiv hervorzuheben ist überdies noch, dass einige Nebenrollen ganz hervorragend besetzt sind und ihren Teil dazu beitragen, "Zwei an einem Tag" unterm Strich zu einem durchaus empfehlenswerten Film zu machen. Besondere Erwähnung verdienen insoweit Ken Stott (bekannt z.B. aus "Der Krieg des Charlie Wilson") sowie auch Patricia Clarkson (u.a. "Shutter Island").


Filmkritik von Gastautor

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Bilder / Fotos

Zwei an einem Tag

© Tobis Film

Kommentare


lulu
27.03.2013, 08:22:05
Ich finde denn Film Super !
sweetfollow
16.11.2011, 09:19:43
Einer der schlechtesten Filme des Jahres.
Leider.
Null Tiefgang, Null Einsicht in die Handlungsstrukturen, Motivationen oder konkreteren Lebenssituationen der Protagonisten.
Warum handeln sie, wie sie es tun?
Warum fühlen sie so?
Die (mutmaßlich) tiefen Gefühle der Hauptfiguren füreinander bleiben unverständlich und flach.
Was Emotionen und Empfindungen beim Publikum hervorrufen soll, langweilt durchgehend.
Und gegen Ende hat - zumindest mich - die Lust, in die Handlung einzufinden, schlicht verlassen.
Flach von Anfang bis Ende.
Wie schade.
Ich liebe beide Hauptdarsteller sehr.
Valerie
05.11.2011, 22:45:55
Der Film ist leider nicht DIE von mir erhoffte Romanze geworden. Er fängt sehr gut an und wird später aber etwas langweilig. Das Ende hat mich total überrascht. Habe das Buch nicht gelesen und glaube werde es auch nicht mehr machen...
05.11.2011, 12:23:14
Die Frage stellt sich doch gar nicht wenn deine Freundin unbedingt mit dir da rein will ^^
Marek
05.11.2011, 11:52:02
Meine Freundin will mit mir unbedingt in den Film. Normalerweise ist das Thema nicht so mein Fall. Aber ist der Film trotzdem anschaubar?!!

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