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Zufällig verheiratet| Kritik 6/10

Kinostart
13.11.2008



Filmkritik | Zufällig verheiratet

Regisseur Griffin Dunne ist mit seinem neuen Streifen "Zufällig Verheiratet" nach „In Sachen Liebe“ (1997) wieder einmal eine romantische Liebeskomödie erster Güte gelungen. In "Zufällig Verheiratet" prallen zwei absolut unterschiedliche Vorstellungen von Liebe aufeinander. Jene Menschen die sich blind auf eine Beziehung einlassen und sich Hals über Kopf verlieben und die Art von Menschen, die versuchen Liebe zu strukturieren.

Die durch und durch rationelle Radiomoderatorin und Hobbypsychologin Emma Lloyd, hervorragend gespielt von Uma Thurman, gehört eindeutig zu der zweiten Gruppe Menschen. Sie rät all ihren, vornehmlich weiblichen, Anrufern ihre Freunde und Verlobten zu verlassen. Dies ist nach ihren Erfahrungen die einzige Möglichkeit sich vor dem Schmerz des Verlassenwerdens zu schützen. Zu Beginn des Films berät sie auch die Verlobte des Feuerwehrmanns Patrick, dargestellt von Jeffrey Dean Morgan, die ihn daraufhin schließlich auch verlässt. Der total romantisch veranlagte Patrick ist das absolute Gegenstück zu Emma. Er ist meist chaotisch planlos und dennoch oder gerade deswegen liebenswert. Um sich an Emma zu rächen, lässt der Sitzengelassene Patrick seinen minderjährigen Nachbarn, einen sehr begabten Computerhacker, in Emmas Akte im Standesamt eintragen, dass er mit ihr verheiratet sei. Als Emma kurze Zeit später ihren Verleger Richard, gespielt von Colin Firth, heiraten will, muss sie erfahren, dass sie bereits die Frau des Feuerwehrmanns Patrick ist. Als sie Patrick wegen des vermeintlichen Missverständnisses aufsucht, beginnt es zwischen den beiden zu knistern. Das Vorhersehbare tritt ein und die beiden beginnen sich in einander zu verlieben. Emma stellt für sich selbst fest, dass sich die Gefahren eine Beziehung voller Hingabe und Aufopferung letztlich doch mehr lohnen und für jede Frau erstrebenswerter sind, als rationelle Planungen.

Trotz des offensichtlichen Plots, bereitet es viel Vergnügen sich den Film anzusehen. Die Charaktere werden durch die ausgezeichnete Besetzung der Rollen sehr liebevoll bis ins kleinste Detail ausgespielt und verleihen der Komödie ein ganz besonderes Flair. So betritt Patrick zum Beispiel ein brennendes Gebäude erneut nur um das Wertvollste einer älteren Dame, ihren kleinen Hund mit rosa Halsband, zu retten. Uma Thurman ihrerseits versteht es hervorragend, die Ambivalenz der im Verlauf des Films sich weiter entwickelnden Emma darzustellen. Gerade am Anfang von "Zufällig Verheiratet" kann sich der Zuschauer sehr gut in die zugleich starke und selbstbewusste Emma einfühlen, die ihre emotionale Schwäche hinter einem Steinharten Deckmantel verbirgt. Ein wenn auch Stellenweise etwas kitschiger doch sehenswerter Film.


Filmkritik von Gastautor

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Zufällig verheiratet

© Walt Disney Studios Motion Pictures

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USA, Großbritannien

Alternativ- bzw. Originaltitel
The Accidental Husband

Einspielergebnis
20 Mio. US-Dollar (weltweit)



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