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Zombieland| Kritik 9/10

Kinostart
10.12.2009



Handlung

Wie überlebt man in einer Welt, die von Zombies überrannt wird? Zwei Männer, die gegensätzlicher nicht sein könnten, scheinen die passende Antwort auf diese schwierige Frage gefunden zu haben. Columbus (Jesse Eisenberg) ist zwar ein totales Weichei, aber konnte dennoch bislang alle Angriffe erfolgreich abwehren, weil er sich immer strikt an seine "47 Überlebensregeln für Zombieland" gehalten hat. Als einer der letzten Nicht-Zombies in seiner von Untoten besetzen Heimatstadt trifft der überängstliche Columbus auf Tallahassee (Woody Harrelson). Der wiederum ist ein richtig harter Hund und hat scheinbar vor so gut wie gar nichts Angst. Gemeinsam wollen die beiden ab nun mit allen Zombies kurzen Prozess machen. Doch dabei muss das ungleiche Duo zuerst dem größten Schrecken in die Augen blicken: sich selbst! Auf der Flucht begegnen die beiden Männer zwei weiteren Nicht-Zombies: Wichita (Emma Stone) und Little Rock (Abigail Breslin), die ebenfalls ihren ganz eigenen Weg gefunden haben, sich inmitten des grassierenden Chaos zu behaupten. Schon bald müssen sich die Vier jedoch überlegen, was schlimmer ist: Es miteinander auszuhalten oder sich den Zombies zu ergeben?


Filmkritik | Zombieland

Horrorstreifen oder Komödie? Beides in einem, wie geht das? - Spätestens seit "Ein Zombie kommt selten allein" wissen wir, dass es tatsächlich funktionieren kann. Und gut funktionieren kann! Obgleich Zombieland ganz anders daher kommt, muss es sich doch einen Vergleich gefallen lassen mit der Gruselkom aus dem Jahr 2004, welche die Unterhaltungs-Latte schon recht hoch gesetzt hat.

In Geroge Lucas-Manier (oder aktueller: a la Michael Mann) beginnt Zombieland mit einem Knall. Kein Anzeichen von schleichendem Aufbau, um die Spannung langsam zu steigern. Columbus (Jesse Eisenberg) fängt gleich in der ersten Einstellung damit an, die Regeln zu erklären, die auch unvermittelt sehr bildhaft erläutert und begründet werden...

Zombieland versteht es, jedes Tabu von Horrorfilmen aufzugreifen und dem Betrachter frisch aufzutischen. Erstaunlich, wie der Film es schafft, fast alles ins Lächerliche zu ziehen; oder vielmehr, urkomisch erscheinen zu lassen. Columbus selbst mit all seinen kleinen Phobien und seinem albernen Lebensstil ist schon ein guter Start. Aber die Knaller fangen erst richtig an, wenn er auf Tallahassee (Woody Harrelson) trifft.

Harrelson ist die ideale Besetzung für diese Rolle. Er strotzt nur so vor Einzeilern - am ehesten vergleichbar mit Schwarzenegger an seinen besten Tagen. Alles, was Tallahassee sagt, ist absolut vulgär und beleidigend - und trotzdem ein Lacher. Jedenfalls für Menschen, die sich nicht vor Blutspritzern ekeln. Aber wer würde sich einen Horrorstreifen antun, wenn er sich vor Blut ekelt?

Selbst die - zwangsläufig - eingearbeitete Romanze mit Wichita (Emma Stone) und Little Rock (Abigail Breslin) kommt gut rüber. Fast so, als ob es zwischen Eisenberg und Stone beim Dreh tatsächlich gefunkt hätte. Aber "keine Angst" - die Romanze wird im Film nicht allzu überstrapaziert; die beiden Mädels stellen hauptsächlich ein gelungenes Gegengewicht zu den Jungs dar. Definitiv kein überflüssiger Ballast in diesem Streifen.

Das Drehbuch und all die guten Ideen darin machen Zombieland wirklich unvergesslich. Selbst der Gastauftritt von Bill Murray, der sich selber spielt, ist gekonnt in die Geschichte eingearbeitet worden. All dies zeigt, wie sehr die Macher den Streifen in die Geschichte der Horrorkomödien eingehen lassen wollten. Und es ist Ihnen klar gelungen!

Zombieland muss den Vergleich mit "Ein Zombie kommt selten allein" sicher nicht scheuen. Wer an dem Klassiker von 2004 Gefallen hatte, wird sich bei Zombieland sicherlich knapp anderthalb Stunden lang köstlich amüsieren.


Filmkritik von Gastautor

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Zombieland

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