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Zahnfee auf Bewährung| Kritik 2/10

Kinostart
18.03.2010



Handlung

Derek Thompson (Dwayne Johnson) ist ein beliebter wie auch unfairer Eishockeyspieler. Von den Medien wird er humorvoll die "Zahnfee" genannt, denn bei den Spielen schlägt er regelmäßig seinen Gegnern die Zähne aus. Da Derek privat eben so wenig Feingefühl an den Tag legt wie auf dem Spielfeld, wird er eines Tages zu einer Woche "himmlischen" Sozialarbeit verdonnert. Als echte Zahnfee mit Flügeln muss er den Anweisungen von Lily (Julie Andrews) befolgen und kleinen Kindern Geld für ihre ausgefallenen Zähne unter das Kopfkissen legen.


Filmkritik | Zahnfee auf Bewährung

Was ist nur los mit Dwayne "The Rock" Johnson? Verlangt er zu viel Geld? Ist das der Grund dafür, dass er kein Actionfilm Drehbuch findet, welches seinen limitierten Fähigkeiten gerecht wird? Denn sind wir doch mal realistisch - Johnson ist nicht mal nahe dran, ein guter Schauspieler zu werden. Er ist lediglich eines - ein muskulöser Riese. Eben das, was man sein muss, wenn man sich vorher als Wrestler verdingt hat. Er ist gerade dafür prädestiniert, in seinen Filmen Schurken zu vermöbeln, verschiedenste Dinge in tausend Stücke zu sprengen und überdimensionale Maschinengewehre, Kanonen oder sonstige futuristische Waffen effektvoll zu bedienen.

Auch wenn ich kein Fan bin, weiß ich doch, dass seine Anhängerschaft ihn in Actionfilmen als "The Rock" sehen möchte. Stattdessen trägt er jetzt ein Tutu - als Zahnfee. Na gut. Vielleicht kann der Film diese bizarre Prämisse ja durch eine ausgebuffte Handlung wieder ausgleichen? Um diese rhetorische Frage dennoch zu beantworten: Die Existenz einer echten Zahnfee wäre wohl wahrscheinlicher. Dass der Film auf ein Happy Ending zusteuert wird man wohl nur dann nicht erkennen, wenn man das eigene Lebensalter noch einstellig beziffern kann. Alle anderen Altersgruppen werden ein nicht spannenderes Erlebnis haben, als wenn sie sich vor die laufende Waschmaschine gesetzt hätten. Zwischendurch gibt es eine dieser Sequenzen, in denen die Anstrengungen von Tagen und Wochen auf wenige Filmminuten gerafft werden. Da dies wohl zu abgegriffen erschien, zeigt man eben drei sich überkreuzende Montagen: Johnson, wie er als Derek Thompson versucht seine Eishockey Skills wieder auf Vordermann zu bringen, seinen Sidekick Tracy bei den Bemühungen, selber eine Zahnfee zu werden und die eines Jungen, der das Gitarre spielen übt. Das alles ist in ungefähr so aufregend, wie diese Zusammenfassung.

"Zahnfee auf Bewährung" ist einer dieser überflüssigen Filme, die ohne Zweifel auf DVD und vor allem als zigfache TV-Wiederholung, einer mittelprächtigen Zukunft entgegen sehen. Eltern sollten sich vielleicht etwas Zahnseide zur Seite legen, damit sie die Zeit bis zum Ende des Films wenigstens sinnvoll nutzen können. Dwayne Johnson hatte als Schauspieler mit Sicherheit eine Menge Potential, auch wenn weitestgehend vorgegeben war, in welchem filmischen Metier. Mittlerweile teilt er das Los von Vin Diesel, Jackie Chan und dem einstigen Gangsterrapper Ice Cube - nämlich in Kinderfilmen auf Gören aufpassen zu müssen, die einen nicht mögen.


Filmkritik von Gastautor

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Bilder / Fotos

Zahnfee auf Bewährung

© 20th Century Fox

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Steckbrief
Regie
Michael Lembeck

Darsteller
Alex Ferris, Ashley Judd, Billy Crystal, Brandon T. Jackson, Chase Ellison, Christina Schild, Dwayne Johnson, Julie Andrews, Juno Ruddell, Ryan Sheckler, Stephen Merchant

Genre
Fantasy, Komödie
Gastkritiken
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Filmfacts
Herstellungsland
Kanada, USA

Alternativ- bzw. Originaltitel
Tooth Fairy




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