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Year One - Aller Anfang ist schwer| Kritik 2/10

Kinostart
27.08.2009



Handlung

Was ist der Sinn des Lebens? Diese äußerst tiefgründige und philosophische Frage stellt sich der einfache Dorfbewohner und notorische Faulenzer Zed (Jack Black), nachdem er vom Baum der Weisheit gegessen hat. Seine neuerworbene Erleuchtung bringt ihn prompt in so große Schwierigkeiten mit dem Rest seines Dorfes, dass er fliehen muss. Gemeinsam mit seinem Kumpel Oh (Michael Cera), der sich Zed widerwillig anschließt, brechen die beiden Freunde auf zu einer abenteuerlichen Reise quer durch den Anbeginn der Zeitrechnung. Auf der Suche nach einer Antwort geraten sie, immer im denkbar ungünstigsten Moment, in allerlei haarsträubende Situationen, die ihre wildesten Träume übertreffen, und verursachen dabei Katastrophen von wahrhaft biblischen Ausmaßen.


Filmkritik | Year One - Aller Anfang ist schwer

Als „Dr. Egon Spengler“ spielte Harold Ramis einen der legendären Ghostbusters und als Regisseur war ihm 1993 die geniale Tragikomödie „Und täglich grüßt das Murmeltier“ mit Bill Murray und Andie MacDowell gelungen. Was Harold Ramis aber fünfzehn Jahre später mit „Year One – Aller Anfang ist schwer“ abgeliefert hat, das ist sein filmischer Offenbarungseid als Regisseur.

„Year One“ ist eine Steinzeit-Klamotte ohne Sinn und Verstand, ohne Hand und Fuß. In diesem plumpen Streifen irren die Jäger und Sammler im Zottelfell durch das Alte Testament. Da bleiben Stringenz, logische Entwicklung und historische Plausibilität schon bald auf der Strecke. Gequält lustig und mit ödem Schenkelklopfhumor schlagen sich die beiden Steinzeithelden durch Raum und Zeit. Die vermeintlichen Gags teilt Harold Ramis hier gleichsam mit der Keule aus – ein für die Zuschauer wirklich niederschmetterndes Erlebnis. Dabei greifen Drehbuchautor und Regisseur tief in die Kiste des Fäkalhumors – keine Körpersäfte, die hier nicht reichlich und infantil fließen.

Blass bleiben die Schauspieler in „Year One“. Dabei sind wirklich echte Könner ihres Faches dabei. Doch Jack Black und Michael Cera demonstrieren als Zed und Oh schon notorisch ein unbewegtes Mienenspiel. Auch Oliver Platt, Hank Azaria, David Cross und Christopher Mintz-Plasse agieren unterirdisch. Von allen guten Geistern verlassen, glaubt Harold Ramis als Film im Film auch noch eine der besten Filmparodien überhaupt parodieren zu müssen – Monthy Pythons Geniestreich „Das Leben des Brian“ (1979). Wenn Ramis die berühmte Steinigungsszene zitiert, wendet sich der Filmliebhaber mit Grausen ab. Hier hat eitler Größenwahn die Crew geritten. Nicht genug damit, muss sich „Year One“ auch noch an Roland Emmerichs schlicht gestricktem Steinzeit-Epos „10,000 B.C.“ (2008) abarbeiten.

Lieblos inszeniert, ist "Year One“ ein grotesker Bastard geworden. Als Abenteuerfilm zu langweilig, als Parodie zu einfallslos und als Trash zu gewollt künstlerisch und auf die Kinokasse zielend. Das Fazit: ein Spielfilm, der in keinerlei Hinsicht funktioniert. Am Ende bleibt nur das Stinktierfell von Hauptdarsteller Jack Black in Erinnerung. Wie man es viel besser machen kann, hat 1981 Carl Gottlieb mit „Caveman – Der aus der Höhle kam“ gezeigt. Dieser Steinzeit-Streifen mit Ex-Beatle Ringo Starr und Bond-Girl Barbara Bach ist gemessen an „Year One“ ein humoristisches und intellektuelles Meisterwerk.


Filmkritik von Gastautor

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Year One - Aller Anfang ist schwer

© Sony Pictures Releasing

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