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Wild Child - Erstklassig zickig| Kritik

Kinostart
18.12.2008



Handlung

Poppy (Emma Roberts) ist ein verzogener high-society Teenager aus Los Angeles, der alles hat, aber nichts empfindet. Dementsprechend unmöglich verhält sie sich gegenüber ihrem allein erziehenden Vater. Irgendwann platzt dem jedoch der Kragen. Als Strafe für Popps unmögliches Verhalten, schickt er sie in das ferne England, in ein Internat. Dort soll ihr gutes Benehmen beigebracht werden.
Tatsächlich schlägt ihr in der alten Welt ungewohnt kalter Wind entgegen. Indbesondere von der strengen Rektorin des Internats. Sie muss sich beugen, doch sie zeigt sich uneinsichtig. Nach anfänglichen Schwierigkeiten findet sie neue Freunde und bringt den verstaubten Laden ordentlich durcheinander. Und mit dem Sohn der Rektorin findet sie auch eine erste Liebe...


Filmkritik | Wild Child - Erstklassig zickig

Die Atmosphäre eines englischen Schulinternat gibt immer wieder einen passenden Rahmen für Filme, seien es Krimis oder Komödien. Das Milieu dieses Filmes ist eine Mischung aus englischer Konservativität und einer gehobenen bürgerlichen Gesellschaftsklasse, die Engländer so lieben. Eine Kombination, die wir so in Deutschland nicht kennen. Wir füllen solche Hintergründe gerne mit der nostalgischen Vorstellungen unserer eigenen Schulzeit, wenn dann noch eine Reihe von hübschen Mädchen die Szenen füllt, dann ist zumindest, wie hier, der Grund für ein 'Gerne hinsehen' gegeben.

Insofern hat der Regisseur Nick Moore es sich bei seinem Debutfilm nicht schwer gemacht, mit einem einfachen und leichten Stoff für ein Drehbuch, einen handwerklichen guten Film zu machen. Schließlich hat er den Erstlingsbonus, etwas falsch machen zu dürfen, was man ihm beim zweiten Film ankreiden würde. Dazu gehört, dass das Darstellen der Zickigkeit der Protagonisten untereinander, für sich allein gesehen, noch kein gutes Komödienelement ist. Im Gegenteil, mit den hoch gespielten Problemen konnte man glauben, dass der Film Anspruch auf Problemernsthaftigkeit hat. Hier stand Moore zwischen zwei Ansprüchen, die man in einem Film nicht verbinden kann.
Da der Regisseur bisher selbst als Cutter gearbeitet hat, durften wir erwarten, dass er auf den Schnitt Einfluss genommen hat und ein handwerklich gut gemachter Film dabei heraus kam. Das ihm das gelungen ist, kann man ihm bestätigen.

Die Darstellung des Problemkindes durch die Protagonistin in der Person der Schauspielerin Emma Roberts bei Zusammentreffen mit der Verlobten des Vaters und den daraus folgenden Handlungen ist zum Klamauk geratenen, überzeichnet, hätte man doch mit mehr Zurückhaltung, dafür aber mehr kindsfraumäßiger Rafinesse, mehr komödienhaftes Milieu geschaffen. Hier zeigt sich wieder einmal, dass Spaß im Film darzustellen noch lange nicht Komödie ist. Da konnte einem das Lacher denn auch schon einmal vergehen. Langeweile wegen Klamauk.

Die gespielte Mädchenhaftigkeit der Schülerinnen wirkt in ihrer erotischen Unverfänglichkeit für männliche Besucher anregend, für weibliche Zuschauer hoffentlich nicht vorbildhaft ob der manchmal nervenden Zickigkeit. Wer gerne schöne Frauen sieht, kann hier mit Ihnen leider, wenn sie strengen Erzieherinnen begegnen, denen das Leben keine Zweisamkeit gegönnt hat.


Filmkritik von Gastautor

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Bilder / Fotos

Wild Child

© Universal Pictures International

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Steckbrief
Regie
Nick Moore

Darsteller
Aidan Quinn, Alex Pettyfer, Eleanor Turner-Moss, Emma Roberts, Georgia King, Johnny Pacar, Juno Temple, Kimberley Nixon, Lexi Ainsworth, Linzey Cocker, Natasha Richardson, Ruby Thomas, Shelby Young, Sophie Wu

Genre
Komödie
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Herstellungsland
USA, Großbritannien, Frankreich




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