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Wiedersehen mit Brideshead| Kritik 8/10

Kinostart
20.11.2008



Handlung

Im zweiten Weltkrieg wird ein Offizier in ein britisches Adelshaus einquartiert. Es handelt sich hierbei um den Captain Charles Ryder (Matthew Goode), ehemaliger Student aus Oxford und Sohn einer gutbürgerlichen Familie. Aus der Erzählsicht von diesem Hauptmann wird die melancholische Geschichte einer unerfüllten Liebe auf Schloss Brideshead erzähl. Auf Brideshead lebt die adlige Familie Marchmain, eine englische und streng katholische Familie. Der Hauptmann Ryder kennt aus Vorkriegszeiten den Sohn der Familie - Sebastian (Ben Whishaw). Beide waren in Oxford Studenten, Kommilitonen. Sebastian hat den Abschluss gemacht, Ryder nicht. Sebastian und Charles waren in Oxford sehr gute Freund gewesen, mehr noch, sie waren in gewisser Weise ein Paar. Wegen der gesellschaftlichen Konventionen zerbricht die Beziehung, Sebastian heiratet und wird zum Alkoholiker. Charles trifft Sebastians Schwester Julia (Hayley Atwell) und beide verlieben sich in einander während einer Schiffsreise von Amerika nach England. Doch die Liebe scheitert, weil beide verheiratet sind und Julia nicht mit dem Glauben brechen möchte. Der Roman endet damit, dass sich alle im katholischen Glauben wiederfinden.


Filmkritik | Wiedersehen mit Brideshead

Bei dem Film Wiedersehen mit Brideshead handelt es sich um eine Romanverfilmung des Buches von Evelyn Waugh aus den Jahre 1944. Das Buch ist also mitten in den Wirren des zweiten Weltkrieges entstanden. Als Hintergrund für dieses Buch muss man bedenken, dass die Zeiten von Virginia Woolf in Charleston gerade vorüber sind und ein englischer König wegen der Heirat mit einer Katholikin abdanken musste. Man befindet sich in der Zeit zwischen Aufbruch in die Moderne und Tradition. Genau diese Elemente behandelt das Buch und der Film.

Der Adel steht für Enge und für Forderung an der Person. Die neue Zeit steht für Akzeptanz und Aufbruch. Die beiden Pole liegen bei den zwei Studenten. Ryder ist Oxford Student und bricht ab. Er ist Offizier und liebt eine Frau eines anderen Mannes, das sind alles Tabubrüche und die Menschen müssen mit diesen Konflikten - Liebe und Gesellschaft - umgehen lernen. Die einen lösen das Spannungsfeld, in dem sie sich in den Alkohol flüchten, die anderen in dem sie sich in den Katholizismus flüchten. Wie die Filmschreiberin das Letztere beurteilt, wird einem im Film leider nicht klar, dazu sollte man das Buch gelesen haben. Hier wird der Weg zurück in den Schoss der Mutter Kirche durchaus ironisch gesehen. Das geht einem im Film vorbei.

Der Film hat gut Unterhaltungsqualitäten, es ist ein stimmiges Zeitportrait mit einem homoerotische Charakter. Der Film hat guten Kino Charakter. Der sprachliche Charakter des Buches geht in der Interpretation leider verloren.


Filmkritik von Gastautor

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Bilder / Fotos

Wiedersehen mit Brideshead

© Concorde Filmverleih GmbH

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Steckbrief
Regie
Julian Jarrold

Darsteller
Anna Madeley, Ben Whishaw, David Barrass, Ed Stoppard, Emma Thompson, Felicity Jones, Hayley Atwell, Matthew Goode, Michael Gambon, Patrick Malahide, Peter Barnes, Sarah Crowden, Stephen Carlile, Thomas Morrison

Genre
Drama

Tags
Homosexualität
Gastkritiken
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Herstellungsland
Großbritannien

Alternativ- bzw. Originaltitel
Brideshead Revisited




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