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Wie das Leben so spielt| Kritik 5/10

Kinostart
17.09.2009



Handlung

Als der erfolgreiche Starkomiker George Simmons (Adam Sandler) erfährt, dass er in weniger als einem Jahr an einer unheilbaren Blutkrankheit sterben wird, wird ihm klar, dass er so ziemlich alles außer Freunde und einen echten Sinn im Leben hat. Bei einem Auftritt in einem Club trifft er auf den jungen und noch unerfahrenen Stand-Up-Kollegen Ira (Seth Rogen) und gewinnt ihn kurzerhand als seinen gut bezahlten Opening-Act, Assistenten, Schützling und irgendwie auch als besten Freund.


Filmkritik | Wie das Leben so spielt

Mit einer originellen und turbulenten Komödie hat Judd Apatow erst kürzlich in den Kinos überzeugen können. Sein „Leg dich nicht mit Zohan an“ (2008) war ein kleines Meisterwerk schrägen Humors. Dafür hatte Apatow gemeinsam mit Adam Sandler das Drehbuch verfasst. Jetzt enttäuscht er als Regisseur und Autor mit seinen neuen Film „Wie das Leben so spielt“. Der gewiefte Komiker Adam Sandler spielt einen Komiker in einem gar nicht komischen Film: „Funny People“, so der Titel im Original, ist ein Melodrama. Leider keins, das wirklich unter die Haut und schon gar nicht zu Herzen geht.

Die Inszenierung lahmt, das Timing ist holprig und das Drehbuch hat die Konfliktscheu zum Prinzip erhoben. Damit verspielt der Film alle schönen Möglichkeiten, die der Stoff zu bieten hat, nämlich den pointiert entlarvenden Blick hinter die Kulissen und Eitelkeiten des Showbiz bei den Stand-up-Comedians. Doch die Eigenreflektion des innerlich vereinsamten und sich selbst todkrank wähnenden Komikers über die wirklich nicht witzigen Dinge im Leben, bleibt – wie vieles andere auch – bereits im Ansatz stecken. Judd Apatow entfacht viel heiße Luft und entwickelt dabei einen Pseudotiefsinn, der schließlich die Lust an der erzählten Geschichte mitsamt den Figuren verlieren lässt. Der Zuschauer wird mit einem faden Happy End abgefertigt, das mit heißen Nadel und vielen Filmklischees gestrickt ist.

Wie das Leben so spielt“ strapaziert die Geduld. Je länger dieser Film dauert, desto schlechter wird er auch. Was tatsächlich etwas heißen will bei einem Streifen, der real immerhin 140 Minuten über die Leinwand flimmert. Rechnet man aber auch die gefühlten Minuten dazu, dann dauert er noch viel länger. Dabei, das ist das gemeine an der Sache, gibt es zwischendurch immer mal wieder kleine Lichtblicke, tiefsinnige Dialoge und Pointen, die wirklich zünden. Sie lassen immerhin ahnen, was für ein wunderbarer kleiner Film „Wie das Leben so spielt“ hätte werden können. Eine klare Handschrift in der Inszenierung, ein durchdachtes Skript und eine intelligente Verknüpfung der vielen Handlungsstränge und einzelnen Wendungen hätten hier Wunder bewirken können. Immerhin darf in „Funny People“ der grandiose, aber notorisch auf die Rolle des Gutmenschen abonnierte Eric Bana („Die Frau des Zeitreisenden“) endlich einmal als Fiesling brillieren.


Filmkritik von Gastautor

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Wie das Leben so spielt

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Herstellungsland
USA

Alternativ- bzw. Originaltitel
Funny People

Budget
75 Mio. US-Dollar




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