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Wie ausgewechselt| Kritik 6/10

Kinostart
13.10.2011



Handlung

Mitch (Ryan Reynolds) und Dave (Jason Bateman) sind beste Freunde, auch wenn beide ganz unterschiedliche Leben führen. Dave ist ein überarbeiteter Anwalt und fürsorglicher Familienvater und Mitch der sorglose Single, für den Verantwortung ein Fremdwort ist. Für Mitch hat Dave alles, was es braucht, um glücklich zu sein: Eine wunderschöne Frau (Leslie Mann), drei Kinder, die ihn vergöttern, und einen hoch bezahlten Job in einer Top-Kanzlei. Für Dave dagegen scheint Mitchs Leben ein einziger Traum: ein lockeres Singledasein ohne jegliche Verpflichtungen.
Nach einer feuchtfröhlichen Nacht wachen die beiden durch einen Zufall tatsächlich im Körper des anderen auf. Nach dem ersten Schock und dem ersten Spaß folgt schnell die Erkenntnis, dass das Leben des anderen durchaus seine Schattenseiten hat. Nicht gerade vereinfacht wird das Tauschprogramm durch Daves sexy Kollegin Sabrina (Olivia Wilde) und durch Mitchs Vater (Alan Arkin).  Während die zwei Freunde versuchen, in ihre eigenen Körper zurückzukehren, müssen sie sich ziemlich ins Zeug legen, ihr bisheriges Leben nicht komplett in den Sand zu setzen…


Filmkritik | Wie ausgewechselt

Ein Machwerk aus Hollywood, in dem zwei Protagonisten ihre Körper tauschen, ist wahrlich keine Neuheit. Bereits 2003 haben Jamie Lee Curtis sowie Lindsay Lohan in dem Streifen "Freaky Friday" erfolgreich ihre Rollen als Mutter und Tochter getauscht und damit die Zuschauer zum Lachen gebracht. Nun sind es Ryan Reynolds und Jason Bateman, die ihr Leben nach einem im Alkoholrausch geäußerten Wunsch miteinander tauschen. Das Grundkonzept des Films ist also bekannt, nur sind es diesmal zwei Männer sind, die für ein paar Tage das Leben des anderen erfahren dürfen.

Das entpuppt sich natürlich schnell als weitaus weniger verlockend, als der andere jeweils zuvor dachte. Obwohl beide Seiten von entsprechenden Klischees geprägt sind, wurde der Rollentausch von Regisseur David Dobkin rasant und gut in Szene gesetzt. Kein Wunder, hat Dobkin mit „Die Hochzeits-Crasher“ doch bereits 2005 eine Männerfreundschaft in lustigen und amüsanten Bildern auf die große Leinwand gebracht. Das Drehbuch zu "Wie ausgewechselt" stammt von den beiden „Hangover“-Autoren Jon Lucas und Scott Moor, die ebenfalls bereits in diesem Genre punkten konnten. Somit ist es nicht weiter verwunderlich, dass "Wie ausgewechselt" mit einer Reihe an tollen Gags einsteigt und den Zuschauer somit anfangs ein paar kräftige Lacher beschert. Das setzt sich fort, sobald der Rollentausch der beiden Protagonisten vollzogen ist und jeder in den Schuhen des anderen steckt. Der bisherige Single Mitch stellt fest, dass das Leben seines Kumpels mit dem steten Spagat zwischen der Karriere als Anwalt und der Teilung der Hausarbeit mit seiner Frau Jamie sowie als Vater für seine drei Kinder alles andere als ein Zuckerschlecken ist.

Jason Bateman spielt dabei die Seele des Singles in der Rollen des Familienvaters mit viel Witz. Zwar gehört es auch zum Klischee, dass er nun von einer Affäre mit der heißen Sekretärin träumt, doch witzig sind die Szenen allemal. Lediglich in machen Momenten wirkt der Streifen etwas überzogen. Das ist dann der Fall, wenn seine Kinder ihren Kopf permanent gegen das Laufgitter schlagen oder sogar mit Messern nach ihrem vermeintlichen Vater werfen. An seiner Seite darf Ryan Reynolds, der zuletzt als Superheld "Green Lantern" im Kino zu sehen war, seinen ehelichen Pflichten für kurze Zeit entfliehen und das Leben als Single genießen. Im letzten Drittel des Film gehen die Lacher zwar zurück und die unweigerliche Moral kommt zum Vorschein, doch diese war ohnehin genauso vorhersehbar wie das unvermeidliche Happy End.

Wer sich daran nicht stört, bekommt mit "Wie ausgewechselt" eine klischeehafte, aber dennoch überzeugende Komödie geboten, der zwar der Tiefgang fehlt, die aber dafür mit guten Lachern überzeugen kann. Wer mehr sucht sollte das Filmgenre wechseln.


Filmkritik von Gastautor

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Wie ausgewechselt

© Universal Pictures International

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Steckbrief
Regie
David Dobkin

Darsteller
Alan Arkin, Anna Colwell, Dax Griffin, Gregory Itzin, Jason Bateman, Leslie Mann, Mircea Monroe, Ned Schmidtke, Olivia Wilde, Ryan Reynolds

Genre
Komödie
Gastkritiken
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Filmfacts
Herstellungsland
USA

Alternativ- bzw. Originaltitel
The Change-Up




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