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Where in the World Is Osama Bin Laden?| Kritik

Kinostart
09.10.2008



Handlung

Seit die Vereinigten Staaten im Jahre 2003 in den Irak einmarschierten, fragen sich eine Menge Leute, was die da eigentlich suchen. Freiheit für die Iraker? Öl? Osama Bin Laden? Richtig, da war irgendwas. Nach Aussage der Pressesprecherin der US-Regierung, liegt der Grund für die ausbleibende Auffindung von bin Laden schlichtweg darin, das weder der Präsident noch die Soldaten über Superkräfte verfügen. Wenn nun also eine politische und militärische Großmacht seit Jahren erfolglos einen Kerl sucht, der für die grauenhaften Anschläge auf das World Trade Center im September 20001 verantwortlich ist bzw. sein soll, dann darf man getrost die Frage stellen: Ist Osama überhaupt aufzufinden?  Diese Frage hat sich, wie viele andere auch, Morgan Spurlock gestellt und reist in seinem neuesten Dokumentarfilm in zahlreiche "kritische" Regionen um sich nach dem Oberhaupt von al-Qaida umzusehen. Eine Aufgabe, die er unbedingt noch vor der Geburt seines ersten Kindes hinter sich gebracht haben möchte.


Filmkritik | Where in the World Is Osama Bin Laden?

Spurlock, bekannt durch "Super Size Me", ist zurück. Sein neuestes Machwerk hört auf den Namen “Where in the World is Osama bin Laden?”, hätte aber besser “I travel the World and talk to People about random Stuff!” heißen sollen - Untertitel: “...and you can watch my wife beeing pregnant!”. Hört sich schwach an, ist es aber nicht unbedingt. Je nach Erwartungshaltung - und diese sollte bei Spurlock, was die journalistische Qualität angeht, nie all zu hoch angesetzt werden, wird man von ihm eben mehr oder weniger gut unterhalten. Dementsprechend angepasst, dürfte man die Investition von 90 Minuten Lebenszeit nicht wirklich bereuen. Teilweise lustig und unterhaltsam, ab und an bildend, sowie von Zeit zu Zeit relativ schockierend plätschert der Film so vor sich hin - was sich schlimmer anhört als es letztendlich ist. Spurlock reist durch die thematisch nahe liegenden Ländereien und tut das was man als Zivilist auf der Suche nach Osama eben machen kann: Man fragt einfach mal wo er ist und ob er zuletzt zufällig irgendwo gesehen wurde.

Jeder Reise gehen natürlich Vorbereitungen voraus, die ebenso dokumentiert sind, wie seine - von der Geburt eines Kindes beeinflusste - Rückkehr. So lernt man ein wenig über Verfahren im eventuellen Entführungsfall, dass Leben verschiedenster Leute in fernen Ländern und... Hausgeburten.

Für den Teil der Bevölkerung, der sich generell und gerne mit der Polit-Thematik auseinander setzt, lebt der Film weniger von der inhaltlichen Brisanz, als mehr von den ab und an faszinierenden Bildern und den flüchtigen aber trotzdem interessanten Alltagseinblicken. Alle anderen dürften sich leider wenig begeistert und mitgenommen fühlen. Am Ende nichts was man unbedingt gesehen haben muss - wirklich schaden kann es, angesichts des groben Unfugs der ansonsten über die Scheibe flimmert, aber auch nicht.


Filmkritik von Johnny Künstler

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Steckbrief
Regie
Morgan Spurlock

Darsteller
Alexandra Jamieson

Genre
Dokumentation

Tags
Terror
Gastkritiken
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Herstellungsland
USA, Frankreich




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