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When in Rome - Fünf Männer sind vier zu viel| Kritik 1/10

Kinostart
17.06.2010



Handlung

Beth (Kristen Bell) ist nur kurz in Rom zu Besuch und macht was alle Touristen tun, sie wirft ein paar Münzen in einen Liebesbrunnen. Zurück in ihrer Heimat New York laufen ihr plötzlich die Kerle hinterher. Doch auf einen festen Freund hat Beth im Moment gar keine Lust.


Filmkritik | When in Rome - Fünf Männer sind vier zu viel

Der arme Trevi-Brunnen in Rom hat schon so manches aushalten müssen: Touristen fotografieren ihn zu Tode und bewerfen ihn mit Münzen, füllige Blondinen haben in ihm gebadet und Schlagerkomponisten Lieder über ihn gedichtet. Filme, vorrangig aus Hollywood, gibt´s auch reichlich, die ihm ein Denkmal setzen – das schönste wohl in "Ein Herz und eine Krone" mit Audrey Hepburn und Gregory Peck. Über 50 Jahre ist das jetzt her. Natürlich ist es unfair, diesen Inbegriff einer romantischen Komödie oder "romcom", wie die Amerikaner sagen, mit einem albernen Mädchenfilm ("chick flick") wie diesem Sommerstreifen zu vergleichen. "When in Rome" (den albernen deutschen Zweit-Titel übergehen wir taktvoll) kommt von Disney, das Skript von den gleichen Schreibern wie bei "Old Dogs - Daddy oder Deal" – so what. Aber während in diesem Klamauk wenigstens die beiden Hauptdarsteller John Travolta und Robin Williams dank ihres überragenden komödiantischen Talents für Lacher und Schenkelklopfer sorgen, sind die beiden Herzchen aus dieser vergurkten Alberei nichts als zweit-, wenn nicht gar drittklassige Möchtegern-Komödianten.

Die kleine, ein bisschen zu energisch auftrumpfende Blondine Kristen Bell ("Nie wieder Sex mit der Ex"), die mit der Teenie-Krimi-Serie "Veronica Mars" eine bescheidene B-Karriere vor allem im Fernsehen startete, und der irgendwie immer ein wenig verpennt und verstrubbelt wirkende Schönling und Ex-Model Josh Duhamel ("Transformers") als ihr Mr. Right verströmen null Charisma und wirken als Paar unglaubwürdig. Und gegen Bäume latschen und Blumenvasen ungeschickt zerdeppern macht noch keine gute Komödie aus. Auch nicht die Riege grausam knallchargierender Nebendarsteller, die offenbar in erster Linie nach ihrem komischen Aussehen und nicht nach ihrem komischen Talent gecastet wurden. Soviel grimassenschneidendes Rumgehampele hat man auf der Leinwand schon lange nicht mehr gesehen. Vier depperte Buben, allesamt talentfreie Fernsehseriendarsteller, die sich an die Fersen der quirligen Schönheit heften, sind wirklich zuviel. Da ist Duhamel, der sich in seiner Rolle sichtlich unwohl fühlt, dann doch der Einäugige unter den Blinden. Die Chemie mit Bell stimmt zudem überhaupt nicht – tödlich für jede romantische Komödie. Ob sich der womanizende Schreiberling und die hyperventilierende Museumstante mit verfrühter Torschlusspanik kriegen oder nicht – wen juckt es? Wer in einen Disney-Film geht, weiß sowieso, sie tun es. Wenn die Darsteller überzeugen, macht´s trotzdem Spaß. Das hier geht nur auf den Geist.

Der Regisseur dieser Nerverei heißt Mark Steven Johnson, ist ein Konfektionsarbeiter aus dem Hause Disney und wurde bekannt durch Comic-Verfilmungen ("Ghost Rider", "Daredevil"). Angefangen hat er mal als Drehbuchautor für romantische Komödien – und zwar ganz oben in der Liga, 1993 mit dem Skript für einen späten Klassiker des Genres, "Ein verrücktes Paar", mit Sophia Loren zwischen den Erzkomödianten Walter Matthau und Jack Lemmon. Dass er aus diesen Erfahrungen und seinem damaligen Erfolg (der Film wurde ein Kassenhit, ein Sequel produziert) nichts in das Jahr 2010 hinüber retten konnte, verwundert dann doch. Aber für das miserable Drehbuch und die nichtssagenden Darsteller kann der Regisseur nichts. Hochkaräter wie Angelica Huston ("Choke") als exzentrische Museumschefin und Danny DeVito ("The Good Night") als liebeskranker Wurstfabrikant sowie der Ex-"Miami Vice"-Star Don Johnson in charmanten Mini-Auftritten als Vater können am Debakel auch nichts ändern und versenken ihr Talent im Trevi-Brunnen. Und der ist sogar noch gefaket.


Filmkritik von mkrispien

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Bilder / Fotos

When in Rome - Fünf Männer sind vier zu viel

© Walt Disney Studios Motion Pictures Germany

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