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Watchmen - Die Wächter| Kritik 8/10

Kinostart
05.03.2009



Handlung

"Watchmen - Die Wächter" ist ein amerikanischer Superhelden-Film unter der bewährten Regie von Zack Snyder. Auf der Grundlage des sehr populären Comics aus den 1980er-Jahren wurden unter anderem so prominente Protagonisten wie Jackie Earle Haley, Billy Crudup, Malin Akerman, Matthew Goode, Matt Frewer und Carla Gugino für den Film gewonnen. Zack Snyder hat sich das Ziel gesetzt, den unverfilmbaren Comic auf die Leinwand zu bringen und ist daher bei Kollegen und Kritikern auf eine Vielzahl von Vorbehalten gestoßen.

Die Zeit des Films sowie die Comic-Handlung spielen in den 1980er-Jahre. Eine Gruppe von ehemaligen Superhelden erhöhen die Spannungen zwischen den Vereinigten Staaten und der Sowjetunion, während sie eine finstere Untersuchung über eine gefährliche Verschwörung grandios verschleiern zu versuchen. Dieser Verschwörung kommt der Rächer Rorschach (Jackie Earle Haley) auf die Spur und recherchiert weitere mysteriöse Hintergründe. Als er die Ermordung als geheimen Plan bestimmen kann, der darauf abzielt alle Superhelden Vergangenheit und Gegenwart zu töten, wird für ihn die Situation zunehmend bedrohlicher. Da diese Verschwörung katastrophale Folgen für die Zukunft der Vereinigten Staaten und der Menschheit haben kann, ist unmittelbares Handeln angesagt und wird auch konsequent umgesetzt.


Filmkritik | Watchmen - Die Wächter

Nach Besuch des Films in den Staaten, konnte ich mich eine gewisse Zeit lang kaum der Faszination der Handlung entledigen. Denn auch im taghellen New-York erschienen mir Spuren der Verschwörer an jeder Ecke ablesbar zu sein. So hat Zack Snyder in prägnanter Weise sein Ziel konsequent in die Tat umgesetzt und den eigentlich unverfilmbaren Comic fulminant und erfolgreich zur Umsetzung gebracht. Besonders überzeugend und geradezu Oskar-verdächtig ist das Spiel des Hauptprotagonisten, der trotz der blendenden und übermenschlichen Kräfte stets die Ambivalenz der Angst in der Verschwörung vermitteln kann. Die Handlung wirkt manchmal lächerlich, aber die Gewalt des Films findet dann zu einer überzeugenden Sprache. Denn die Zufügung von Schmerzen, die sich in intimen und präzisen akustischen und visuellen Details wiederfindet, wird durch den Lärm der Rissbildung und beim Knochenbrechen in nachvollziehbarer Weise angereichert mit Blut und Speichel der waghalsigen Protagonisten. Dieses Filmerlebnis wird nicht alle in gleicher Weise begeistern. Aber Brutalität ist nicht nur ein Teil von Zack Snyders Repertoire der Einflussnahme, es ist auch eine andere Sicht auf die Welt, ein Prinzip, eine Ideologie, die hier umfassend und raumgreifend auf die Moral des Zuschauers wirkt. Denn sein Engagement für die Gewalt bringt Erleichterung in den flachen Nihilismus, die immer lautere und dominante Art des intellektuellen Anspruchs der "Watchmen". Die einzige Maßnahme, die Sinn in dieser Welt noch haben kann, ist die Grundlage für Ethik und Politik und nicht nur Ausdruck von Liebe und Treue: das Töten. Und die dramatischen Konflikte ergeben endlich einen idealistischen Ansatz für das Leben und Sterben, das nunmehr eher als zynisch und individualistisch zu sehen ist.


Filmkritik von Gastautor

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Watchmen - Die Wächter

© Paramount Pictures Germany GmbH

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