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Vorbilder?!| Kritik 8/10

Kinostart
26.02.2009



Handlung

Der zynische Danny Donahue (Paul Rudd) und der Partytiger Wheeler (Seann William Scott) könnten unterschiedlicher nicht sein. Während der eine gerne schicke Anzüge trägt und allen auf die Nerven geht, hat der andere Spaß in seinem albernen Stierkostüm und sieht die Welt auch sonst relativ gelassen. Ein Job als Energy-Drink-Promoter ist die einzige Gemeinsamkeit der beiden. Doch ihr Leben soll sich schlagartig ändern, als die beiden versuchen Fahrerflucht vor einem Abschleppdienst zu begehen. Beide werden jeweils zu 150 Sozialstunden bei einem Mentorenprogramm für Kinder und Jugendliche verdonnert. Danny bekommt die Aufsichtspflicht für den 16-jährigen Augie (Christopher Mintz-Plasse), der sich schon länger in einem mittelalterlichen Rollenspiel verloren hat und Wheeler bekommt den frühreifen und vorlauten Fünftklässler Ronnie (Bobb`e J. Thompson) zugewiesen. Aller Anfang ist schwer, doch schon bald lassen sich die beiden Erwachsenen auf die Jungs ein. Nur kann man irgendwann nicht mehr auseinanderhalten, wer hier wem beim Erwachsen werden hilft.


Filmkritik | Vorbilder?!

Zwischen Paul Rudd und Seann William Scott stimmt einfach die Chemie. Rudd lässt seinen trockenen Sarkasmus spielen und Scott porträtiert einen Sex-versessenen Flachkopf. Das Zusammenspiel mit den zwei zehnjährigen Jungen ist durchweg komisch und manchmal sogar goldig. So ist Bobb`e J. Thompson einer der besseren Kinderschauspieler unserer Zeit und überzeugt mit der Darstellung seines Charakters Ronnie Shields. Mit seiner unflätigen Ausdrucksweise und seinen verruchten Ideen könnte er der Schrecken jedes Lehrers sein. Christopher Mintz-Plasse, seit "Superbad" besser als "McLovin" bekannt, spielt einen schüchternen, weltfremden, wenn auch herzergreifend passionierten und oft ungewollt komischen Jungen namens Augie Farks, der ganz auf Rollenspiele abfährt - nicht die harmlosen Brett-Rollenspiele mit Würfeln und Papier, sondern ganz "Hardcore" mit feudalem Umhang und Holzschwert in der Hand. In der Tat könnte er beim ersten Auftritt als waschechter Trottel durchgehen. Er stellt sich im Verlauf jedoch als liebenswerter und sensibler "Trottel" mit standhaftem Charakter und ehrbarem Gehabe heraus.

Wie so oft bei Komödien ist die Handlung etwas an den Haaren herbei gezogen, fern jeder Realität. Im Falle von Vorbilder?! hält sich dies jedoch angenehmer Weise sehr in Grenzen. Große Teile sind in der Tat konsistent und gut konstruiert. Bei Komödien stehen natürlich die Lacher ganz oben auf der Prioritätenliste. In dieser Kategorie kann der Film ganz klar punkten. Dabei liegt seine Betonung nicht hauptsächlich auf Situationskomik. Beim typischen Adam-Sandler-Film zum Beispiel gehen die Lacher oft auf Kosten Dritter; bei Vorbilder?! ist die Komik aufrichtig, fast schon gediegen. Das Lachen hat also keinen schalen Nachgeschmack.

Einen schalen Nachgeschmack hat eher der Charakter des jungen Ronnie Shields. Durch seine derbe Sprache und sein teilweise sehr explizites Verhalten verhindert er eine breitere FSK-Freigabe (freigegeben ab 12). Doch das ist wesentlicher Teil des Handlungsaufbaus und es ist positiv anzumerken, dass die Filmemacher hier keine Kompromisse auf Kosten der generellen Glaubwürdigkeit eingegangen sind, nur um potentiell ein größeres Publikum zu erreichen.

Das abschließende Fazit lautet ganz klar: Vorbilder?! ist eine sehr angenehme und amüsante Komödie mit einem nicht all zu aufdringlichen moralischen Anstrich ("handle so, wie du es für richtig hältst, ganz gleich, was andere von dir halten mögen") und aufrichtigen Lachern mit dem Herz am rechten Fleck. Das Zusammenspiel der gesamten Besetzung ist erstklassig. Abzüge gibt es lediglich für den häufigen Einsatz von Klischees und für eine gewisse Vorhersehbarkeit des Handlungsverlaufs gegen Ende.


Filmkritik von Gastautor

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Bilder / Fotos

Vorbilder?!

© Universal Pictures International Germany GmbH

Kommentare


15.06.2011, 22:27:55
Der Film ist garnicht so schlecht. Zieht alles Klischees von NERDS durch den Kakao hehe...

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Herstellungsland
USA

Alternativ- bzw. Originaltitel
Role Models

Budget
28 Mio. US-Dollar




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