Von der Kunst, sich durchzumogeln - Filmkritik | kulthit.de 
Die Filmkritik Community!

Suche
Start » Filmarchiv » Filmkritik

Von der Kunst, sich durchzumogeln| Kritik 6/10

Kinostart
29.09.2011



Handlung

Als sich das Ende des letzten Schuljahrs nähert, hat es George (Freddie Highmore) tatsächlich hingekriegt, sich ohne die geringste Anstrengung durch sein Schulleben zu lavieren. Selbst in Kunst, dem einzigen Fach, das ihn interessiert, kritzelt er vor sich hin, statt seine Aufgaben zu erledigen. Noch wenige Monate vor den Abschlussprüfungen hängt er meistens alleine rum und schwänzt den Unterricht, während sich die Mitschüler Gedanken um die Abschlussfeier oder ihre weitere Ausbildung machen. Doch als Sally, eines der hübschesten und begehrtesten Mädchen der Schule, beim heimlichen Rauchen auf dem Dach erwischt wird, badet er spontan die Sache für sie aus. Als Belohnung zieht ihn Sally (Emma Roberts) mitten hinein in ihre turbulente Welt. Sie lädt ihn zu angesagten Partys ein, begleitet ihn in Galerien und Museen, schwänzt mit ihm gemeinsam die Schule und wird schließlich seine beste Freundin. Unweigerlich verliebt sich der naive George in die offenherzige Schöne, weiß aber nicht, wie er ihr seine Gefühle zeigen soll. In seinem ehemaligen Mitschüler Dustin (Michael Angarano), einem viel versprechenden jungen Maler, sieht er ein Vorbild und beginnt von einem Leben als Künstler zu träumen – mit Sally als Muse an seiner Seite...


Filmkritik | Von der Kunst, sich durchzumogeln

Dass die deutschen Titel für Filme oftmals unglücklich gewählt sind, ist hinlänglich bekannt. In diese Tradition reiht sich bravurös nun auch „Von der Kunst, sich durchzumogeln“ ein. Jedoch muss man dem Studio zu Gute halten, dass beim Vernehmen des Titels die ersten Assoziationen Spicken, Schule und Jugend sind, somit ist er wenigstens einigermaßen geglückt, auch wenn die erste Assoziation bei einigen potentiellen Kinogängern wohl „Zwei Himmelhunde auf dem Weg zur Hölle“ lautet.
Aber genug mit diesen Oberflächlichkeiten, schließlich sollte man einen Film nur nach seinem Inneren bewerten, nicht nur nach seinem Titel. Hier weiß „Von der Kunst, sich durchzumogeln“ tatsächlich zu gefallen.

Freddie Highmore als George macht größtenteils eine gute, vor allem glaubhafte, Figur. Er wirkt wie ein Typ, der nicht wie ein Frauenheld, sondern wie jemand, der sympathisch ist und man deshalb Zeit mit ihm verbringen möchte. Emma Roberts, übrigens die kleine Nichte von Julia Roberts, passt perfekt an seine schauspielerische Seite, beide harmonieren sehr gut und es macht dem Zuschauer einfach Spaß zuzusehen, wie sie die Probleme, die das Dasein als Teenager so mit sich bringt, am Ende doch meistern. Anspruchsvolle Unterhaltung sieht zwar eindeutig anders aus, doch war dies nach dem Anblick des Kino-Plakats erwartet, dem ist nicht zu helfen. Verschwiegen soll jedoch nicht werden, dass „Von der Kunst, sich durchzumogeln“ an mancher Stelle dann doch etwas arg ins Klischee abdriftet. Außerdem wirkt George ab und zu einfach zu altklug, was man dem coolen Teenie nicht so recht abkaufen möchte.

Man sich „Von der Kunst, sich durchzumogeln“ eine Chance für das geben, was er ist: ein Teenie-Film. Die potentiellen Zuschauer, die einfach nur froh sind, dass diese schreckliche Zeit, in der man beispielsweise nicht weiß, ob die Klamotten, die man trägt, auch wirklich cool sind, endlich vorbei ist, die werden an dem Film keine Freude haben und sollten ihn sich deshalb auch auf keinen Fall ansehen. Ein pubertierender Besserwisser, der die Lust am Leben verloren hat, weil er erkennt, dass er eines Tages sterben muss – blöder geht es wohl kaum noch. Es gibt jedoch auch die Zuschauer, die mit einem lachenden und einem weinenden Auge an ihre Teenager-Zeit zurückdenken, sie werden den Film bestimmt lieben lernen. Die beiden Jungschauspieler machen ihre Sache großartig, der Zuschauer kann sich gut mit ihnen identifizieren. Wer einen Gute-Laune-Film sehen möchte, der ist mit „Von der Kunst, sich durchzumogeln“ bestens beraten. Dennoch bleibt der Film sehr speziell.


Filmkritik von Gastautor

Sag es weiter



Kommentare

Derzeit sind keine Kommentare vorhanden!

Einen Kommentar schreiben

Bitte beim Kommentieren auf Rechtschreibung und Grammatik achten!

Name
eMail (wird nicht veröffentlicht)
What is 7 * 9 - 5 =  
Bitte Sicherheitscode in das rechte Feld eintippen.




Steckbrief
Regie
Gavin Wiesen

Darsteller
Ann Dowd, Blair Underwood, Elizabeth Reaser, Emma Roberts, Freddie Highmore, Marcus Carl Franklin, Maya Ri Sanchez, Rita Wilson, Sasha Spielberg

Genre
Romantik
Gastkritiken
Anzeige

Filmfacts
Herstellungsland
USA

Alternativ- bzw. Originaltitel
The art of getting by




Benutzername

Passwort

Anzeige