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Verrückt nach dir| Kritik 7/10

Kinostart
02.09.2010



Handlung

Mit trockenem Humor und entwaffnender Direktheit verzaubert Erin (Drew Barrymore) den frischgebackenen Single Garrett (Justin Long) bei Bier, Bar-Smalltalk – und beim Frühstück am nächsten Morgen. Weil die Chemie ganz offensichtlich stimmt, lassen sie sich auf eine leidenschaftliche Sommerliebelei ein, doch beide gehen vom Ende der Beziehung aus, sobald Erin nach San Francisco zurückkehrt und Garrett in New York City seine Arbeit wieder aufnimmt. Weil aber die gemeinsamen sechs Wochen unauslöschliche Spuren hinterlassen, wünschen sich bald beide, dass die Zweisamkeit niemals enden möge. Garretts Freunde Box (Jason Sudeikis) und Dan (Charlie Day) ziehen ihn bereits damit auf, dass er plötzlich auf seine schlanke Linie achtet und ununterbrochen am Handy hängt, denn sie haben kein Interesse daran, ihren Trinkkumpanen - wie schon so oft - an eine derart wackelige Beziehung zu verlieren. Gleichzeitig versucht Erins übervorsorgliche, verheiratete Schwester Corrine (Christina Applegate) zu verhindern, dass Erin immer wieder denselben Fehler begeht. Obwohl ein Kontinent zwischen ihnen liegt, Freunde und Verwandte nur mit dem Kopf schütteln und unerwartete Verlockungen die Probleme nicht einfacher machen, findet das Paar schließlich doch etwas, was man Liebe nennen darf. Vielleicht könnten die vielen unanständigen SMS und die mitternächtlichen Anrufe den beiden sogar helfen, endlich all die zwischen ihnen stehenden Hindernisse aus dem Weg zu räumen.


Filmkritik | Verrückt nach dir

Liebeskomödien haben den Ruf, eher das weibliche Geschlecht anzusprechen. Ist das bei diesem Genre etwa "genetisch bedingt"? Regisseurin Nanette Burstein, bisher nur für hervorragende Dokumentationen bekannt, hat die besten Voraussetzungen, dem Genre mit frischen Aspekten und Sichtweisen neues Leben einzuhauchen. Und das ist es in der Tat, was sie versucht - und es gelingt ihr auch auf weiter Strecke.

Burstein scheut sie sich nicht, bei ihrem Filmdebüt das schwierige Thema einer Fernbeziehung anzupacken. "Verrückt nach dir" strahlt ein Gefühlt der Authentizität aus, bis hin zu den alltäglichen Kleinigkeiten im Nachrichten- und Musikgeschäft. Diese Authentizität zieht sich auch durch die persönlichen Probleme in der Beziehung, die Erin und Garret haben. Dadurch wirkt alles glaubwürdig, wie aus dem Leben gegriffen. Man möchte fast annehmen, die Geschichte basiere auf wahren Gegebenheiten.

Die Hauptrollen sind perfekt besetzt, denn Drew Barrymore und Justin Long sind auch im wirklichen Leben ein Paar - immer wieder mal auseinander und mal zusammen, aber umso besser stimmt im Film die Chemie zwischen den beiden. Anscheinend waren die beiden während der Dreharbeiten sehr glücklich, aber auch die Szenen, in denen sie Probleme in ihrer Beziehung spielen mussten, sind äußerst überzeugend – wurden da etwa echte persönliche Erfahrungen aus der Vergangenheit nach gespielt?

Garrets Kumpels, gespielt von Charlie Day und Jason Sudeikis, sorgen zwischendurch für derbe Unterhaltung. Ihre sehr expliziten Anspielungen sind oft Ausdruck der eher profanen Seiten der Liebe. Wer Komödien von Judd Apatow ("Ananas Express","Beim ersten Mal", "Hangover") kennt und mag, wird hier bestimmt auf seine Kosten kommen. Dazu kommen immer mal wieder köstliche Einlagen von Christina Applegate, die eine klare Bereicherung für den Film ist und ein bereits gelungenes Erlebnis noch abrundet.

Einzig enttäuschend ist das klischeehafte Ende in typischer Hollywood-Manier. Meines Erachtens verleiht es dem Film einen leicht schalen Nachgeschmack.


Filmkritik von Gastautor

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Bilder / Fotos

Verrückt nach dir

© Warner Bros. Pictures Germany

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Alternativ- bzw. Originaltitel
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