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Underworld: Awakening| Kritik 4/10

Kinostart
02.02.2012



Handlung

Nach vielen Jahren in Gefangenschaft, kann Vampir-Kriegerin Selene (Kate Beckinsale) endlich entkommen und findet sich plötzlich in einer Welt wieder, in der die Menschen von der Existenz der Lykaner- und Vampir-Klans wissen. Die Menschheit setzt nun alles daran, diese beiden unsterblichen Spezies in einem erbarmungslosen Krieg vollständig auszurotten.


Filmkritik | Underworld: Awakening

Der absolute Erfolg an den Kinokassen bliebt der "Underworld"-Reihe zwar bisher verwehrt, dennoch waren die drei Filme mehr oder weniger profitabel. Lediglich der letzte Streifen, das Prequel zum Original, konnte finanziell nicht überzeugen. Ein Grund dafür dürfte wohl auch gewesen sein, dass im Prequel auf Kate Beckinsale verzichtet wurde. Von daher war es eine logische Konsequenz, dass man für den offiziellen dritten Teil mit dem Titel "Underworld: Awakening" Beckinsale wieder mit ins Boot holte. Zudem wurde das Budget für den Streifen auf satte 70 Millionen Dollar aufgestockt. Die Verantwortung des Postens als Regisseur legte man in die Hände der beiden Actionprofis Måns Mårlind and Björn Stein, die unter anderem schon "Shelter" und "Storm" passend inszenierten.

Dass im Endeffekt nicht mehr dabei herausgekommen ist als ein durchschnittlicher Actionfilm, ist erster Linie dem schwachen Drehbuch zu verdanken. Mit Len Wiseman, John Hlavin, J. Michael Straczynski sowie Allison Burnett zeigten sich zwar gleich vier Autoren verantwortlich für das Script, aber viele Köche verderben hin und wieder den Brei. So ist es im Falle von "Underworld: Awakening" letzten Endes auch passiert. Im ersten und mit kleinen Abstrichen auch im zweiten Teil, war die Mystik rund um die alte Fehde zwischen den Vampiren und den Werwölfen noch das bestimmende Thema und wichtiges Element in der Handlung. Es war der Beweggrund für den blutigen Kampf dieser beiden Rassen. Doch im aktuellen Teil der Serie spielt dies nun kaum mehr eine Rolle. Die Hintergründe werden für den Zuschauer einfach als notwendig vorausgesetzt. Mårlind und Stein machen das Beste aus dieser Vorgabe und haben "Underworld: Awakening" in einen rasanten Actionstreifen verwandelt, bei dem es quasi ohne großartigen Pausen stets heiß zur Sache geht.

Die Inszenierung ist dabei gewohnt düster ausgefallen. In Lack und Leder gekleidet macht Kate Beckinsale wieder einmal eine hervorragende Figur. Sie dürfte auch ein Grund dafür sein, warum zu diesem Teil wieder mehr Besucher ihren Weg ins Kino finden. Gewohnt routiniert spult sie ihr Können ab. Dabei ist sie optisch zwar ansprechend, kann allerdings schauspielerisch gesehen kaum Akzente setzen. In der Riege der Akteure fällt zudem das Fehlen von Lykaner Lucian (Michael Sheen) sowie Bill Nighy als Vampir Viktor negativ auf. Neben der düsteren Inszenierung setzt man übrigens auf den Einsatz der im Trend liegenden 3D-Effekte. Da diese hier aber oft aufgesetzt und störend wirken, hätte man sie sich lieber sparen sollen. "Underworld: Awakening" verkommt somit zum inhaltsleeren Actionfilm, der nur beinharte Fans zufrieden stellen dürfte.


Filmkritik von Gastautor

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Bilder / Fotos

Underworld: Awakening (3D)

© Sony Pictures Releasing

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Steckbrief
Regie
Måns Mårlind, Björn Stein

Darsteller
Charles Dance, India Eisley, Kate Beckinsale, Michael Ealy, Sandrine Holt, Stephen Rea, Theo James

Genre
Action, Fantasy, Horror

Tags
Underworld, Vampire
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Herstellungsland
USA


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