Die junge Tuya (Nan Yu) lebt mit ihrem behinderten Ehemann Bater (Bater) und ihren zwei Kindern in einem schäbigen, kleinen Haus. Jeden Tag kümmert sich allein Tuya um Familie, Hof und Vieh und fällt Abends erschöpft ins Bett. Eines Tages bricht sie bei der Arbeit auf dem Feld zusammen und zieht sich eine Wirbelsäulenverrenkung zu. Doch die Familie will weiter versorgt werden und so beschließen Tuya und ihr Mann, sich scheiden zu lassen. Ein starker und gesunder Ehemann muss her. Aber der neue Ehemann soll Tuya's Wunsch erfüllen, dass Bater weiterhin bei ihr bleiben darf. Die möglichen Kandidaten stehen Schlange vor ihrer Tür, doch der richtige will einfach nicht dabei sein. Zu groß wäre der Gesichtsverlust für den neuen Ehemann. Am Ende wird Tuya's Hartnäckigkeit trotzdem belohnt und sie findet den Richtigen.
Der Regisseur Quanan Wang thematisiert in seinem Film "Tuyas Hochzeit", Chinas Problematik mit dem Männerüberschuss. Die Ein-Kind-Politik hat dazu geführt, dass unerwünschte Mädchen abgetrieben oder nach der Geburt getötet werden. Jungen werden bevorzugt. Das birgt das Problem, dass nicht jeder chinesische Mann später eine Frau finden wird.