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Tunnel Rats| Kritik 3/10

Kinostart
13.11.2008



Handlung

Amerikanische Truppen bahnen sich 1968 ihren Weg durch den Dschungel von Cu Chi in Vietnam. Die Vietkongs haben eine sichere Möglichkeit entwickelt, sich unsichtbar zu bewegen. Sie haben ein ausgefeiltes, mit Fallen gespicktes Tunnelsystem angelegt, dass sie nicht nur für Nachschubzwecke nutzen. Stets tauchen feindliche Heckenschützen nahe eines amerikanischen Basiscamps auf und verschwinden genauso unentdeckt wie sie auftauchen. Als eine Gruppe Rekruten in den abgelegenen Dschungel-Außenposten eintrifft, erfahren sie bald, dass ihr Auftrag keine Routineeinsatz wird. Sie entdecken kurz nach ihrer Ankunft einen Tunnelzugang des Vietkong. Das Tunnelsystem muss erkundet werden, um an wichtige Informationen über den Feind zu gelangen. Informationen die den Amerikanern einen wichtigen Vorteil in dem immer schwieriger werdenden Krieg verschaffen sollen. Die Vietnamesen in den Tunneln sehen sich einer ähnlich ernsten Aufgabe gegenüber. Sie müssen das Tunnelnetz um jeden Preis verteidigen, um ihre letzte Chance auf einen Sieg über einen technologisch weit überlegenen Gegner zu erringen.


Filmkritik | Tunnel Rats

Mit Tunnel Rats tritt der deutsche Regisseur Uwe Boll in die unheimlich großen Fußstapfen bekannter Regisseure. Größen wie wie Stanley Kubrick ("Full Metal Jacket") oder Oliver Stone ("Platoon") haben erfolgreich versucht das schwierige Thema filmisch zu verarbeiten. Uwe Boll versucht nun den Blick auf den verzweifelten Tunnelkampf zu reichten, abseits der großen Schlachtfelder. Der Film steigt mit leider zu bekannten Szenen ein, zeigt sich wenig innovativ. Denn hier kommt dem Zuschauer einiges aus oben angeführten Filmen mehr als bekannt vor. Die selbst entwickelten Dialoge der Nachwuchsschauspieler tragen ebenfalls nicht zu einem stimmungsvollen Einstieg bei. Die meisten Gespräche bringen den Film nicht weiter, vermitteln auch keine Gefühl für die Situation der Soldaten.
Erst nach der Ankunft der jungen GI´s im Dschungel, entwickeln sich die bis dahin sehr ähnlich gestrickten Figuren zu etwas differenzierteren Charakteren. Die mit Abstand markanteste Rolle im Film ist Sergeant Vic Hollowborn (Michael Paré). Dem Darsteller gelingt es noch am besten, das Gefühl der Enge in den Tunneln und den Ablauf der gesamten Mission, nicht nur seinen filmischen Untergebenen, sondern auch dem Zuschauer zu vermitteln. Leider wird im Verlauf des Films keine der zu Beginn angeführten Hintergrundgeschichten aufgegriffen. Der Schluss von Tunnel Rats versucht noch einmal die Sinnlosigkeit des ganzen Krieges in all seiner grausamen Realität darzustellen, aber das konnten andere Film vor langer Zeit schon viel besser.


Filmkritik von Gastautor

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Bilder / Fotos

Tunnel Rats

© Kinostar Filmverleih

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Steckbrief
Regie
Uwe Boll

Darsteller
Adrian Collins, Brandon Fobbs, Erik Eidem, Jane Le, Michael Paré, Mitch Eakins, Scott Cooper, Wilson Bethel

Genre
Action, Krieg

Tags
Vietnam
Gastkritiken
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Filmfacts
Herstellungsland
Deutschland, Kanada

Alternativ- bzw. Originaltitel
1968 Tunnel Rats




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