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Troja| Kritik

Kinostart
2004



Handlung

Wer kennt sie nicht, die Geschichte vom Trojanischen Pferd, der Idee des listenreichen Odysseus, die es den Griechen ermöglichte, Troja nach zehnjähriger Belagerung endlich zu erobern? Begonnen hatte alles mit dem Raub der schönen Helena (Diane Kruger), der Königin von Sparta, durch Paris (Orlando Bloom), den Prinzen von Troja - falls man hier überhaupt von einem Raub sprechen konnte. Die mit dem alten König Menelaus (Brendan Gleeson) verheiratete Helena konnte wohl eher den Reizen des hübschen Prinzen, verkörpert von Orlando Bloom, nicht widerstehen. Agamemnon (Brian Cox), der sich die Tatsache zunutze macht, dass sein Bruder seine hübsche junge Frau zurückhaben will, rüstet tausend Schiffe aus und segelt nach Troja. Wie praktisch, zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen und unter dem Vorwand, seinem Bruder einen Gefallen tun zu wollen, den eigenen Machthunger zu stillen. Denn dass es hier nicht um Liebe geht, sondern um Macht, bleibt nicht lange ein Geheimnis, falls es das je gewesen sein sollte.


Filmkritik | Troja

Wolfgang Petersen hat seinen Monumentalfilm nach Motiven von Homers Ilias gedreht, doch allzu puristisch sollte man nicht sein, was die Umsetzung angeht. Zu meinem eigenen Erstaunen habe ich mich jedoch nicht gelangweilt, nicht einmal bei den Schlachtszenen, und gekämpft wird in diesem Film erwartungsgemäß sehr viel. Brad Pitt in der Rolle des Halbgottes Achilles (eine Tatsache, die im Film übrigens nie erwähnt wird) erschien mir zunächst etwas unpassend, um es einmal so lapidarisch auszudrücken, doch abgesehen davon, dass mich der Anblick von Muskelmännern prinzipiell kalt lässt, fand ich an seiner schauspielerischen Leistung nicht wirklich etwas auszusetzen. Insgesamt kam er als Figur etwas unsympathischer weg als Hektor (Eric Bana), der Sohn von Trojas König Priamos und Paris' Bruder. Die schöne Helena hatte ich mir immer als feurige dunkle Schönheit vorgestellt, so dass ich mich mit der Besetzung von Diane Kruger in der Rolle nicht recht anfreunden konnte. Irgendwie mangelte es ihr auch an Leidenschaft.

Es ist zu lange her, dass ich die Ilias und die Odyssee gelesen habe, als dass ich aufzählen könnte, was möglicherweise alles nicht mit der Vorlage übereinstimmt. Sicher eine Menge, aber der Film ist schließlich auch nicht als wortgetreue Verfilmung Homers gedacht. Wer diese Art von Monumentalfilmen mag, wird auf seine Kosten kommen, man sollte sich aber überlegen, ob man sich Troja nicht lieber auf der Leinwand ansehen will, statt auf die DVD zu warten. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Bilder im Pantoffelkino noch dieselbe Wirkung ausüben werden, und optisch ist Troja allemal gelungen.


Filmkritik von Monika Hübner

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Bilder / Fotos

Troja

© Warner Bros. Pictures

Director’s Cut Premierebilder Berlin

© Warner Bros. Pictures

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News

01.04.2007
Heute läuft Wolfgang Petersens "Troja" um 20.15 Uhr auf ZDF als Free-TV Premiere. Im Anschluss um 22.45 Uhr wird dann die historische Dokumentation "Troja – Die wahre Geschichte" gezeigt.

Steckbrief
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Filmfacts
Herstellungsland
USA, Malta, Großbritannien

Alternativ- bzw. Originaltitel
Troy

Budget
175 Mio. US-Dollar

Einspielergebnis
497 Mio. US-Dollar (weltweit)



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