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Tödliche Entscheidung| Kritik

Kinostart
10.04.2008



Handlung

Hank und Andy sind zwei Brüder, die mit erheblichen Problemen zu kämpfen haben. Die Drogenabhängigkeit hat Andy (Philip Seymour Hoffman) fest im Würgegriff und gleichzeitig steht eine bildhübsche Ehefrau an seiner Seite, zu der er nicht so richtig finden will. Als professioneller Unternehmensberater ist er zwar erfolgreich, dennoch zwingen ihn seine Drogenexzesse dazu, Firmenkapital zu unterschlagen. Hank (Ethan Hawke) hingegen ist geschieden und steht horrenden Unterhaltsforderungen seiner Exfrau gegenüber. Beiden ist also eine schnelle und effektive Lösung ihrer finanziellen Schwierigkeiten vonnöten. Andy das Schlitzohr unter den Brüdern, schmiedet schnell einen Plan, den er mit seinem Bruder durchziehen will. Der Juwelierladen ihrer Eltern soll nun dran glauben müssen, damit die beiden mit einer üppigen Beute all ihre Sorgen loswerden können. Was so einfach geplant zu sein scheint, entwickelt sich zu einem völligen Chaos, in dem nicht jeder - wie eigentlich geplant - unverletzt davon kommt.


Filmkritik | Tödliche Entscheidung

In dem US-Familiendrama "Tödliche Entscheidung" kommt vieles plötzlich so anders als man denkt. Brüder werden zu kriminellen Komplizen und zugleich erbitterte Gegner im Kampf um die Beute. Dem Vater sind die eigenen Söhne völlig fremd geworden, während sie nach seinem Vermögen trachten.

Mit diesem Drehbuch schafft Kelly Masterson, die zuvor auf Theaterstücke spezialisiert war, eine ergreifend-schockierende Geschichte, die den Zuschauer nachdenkend aus dem Kinosaal gehen lässt. Es ist allerdings nicht nur die geniale Story und die kalte Atmosphäre, die das Zuschauerhirn anstrengt. Die episodenhafte, um Andy verknüpfte Handlungsstruktur kann durchaus verwirrend wirken, wenn man sich nicht wirklich völlig konzentriert. Regisseur Sidney Lumet legte allerdings großen Wert auf eine perfekte Inszenierung der Charaktere, die in Ethan Hawke in der Rolle des Hank und Philip Seymour Hoffman als dessen Bruder Andy wahrhaft glaubwürdig und mit viel Fingerspitzengefühl zum Ausdruck kommt. Der ab und an aufkeimende Humor fällt sehr schwarz aus, was sich in der packenden Geschichte nahtlos einfügt und keineswegs die Spannung beeinträchtigt. Marisa Tomei in der Rolle der Gina bietet dem Zuschauer neben ihrem authentischen Auftreten zudem etwas fürs Auge. Albert Finney als Vater der beiden Brüder auf Abwegen sorgt mit trauer-, wut- aber auch hasserfüllter Erscheinung für das erdrückend traurige und zugleich finstere Finale des Films. Wenn der Kinogänger die interessante Erzählstruktur und manchmal etwas sehr verwobene Story konzentriert im Blickfeld hält, kann er sich auf ein abgründiges, spannendes und zugleich schockierendes Familiendrama gefasst machen, das ihn auch nach 117 Minuten dramatischer Spielzeit beschäftigen wird.


Filmkritik von Gastautor

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Tödliche Entscheidung

© Neue Visionen Filmverleih

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