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Tintenherz| Kritik 8/10

Kinostart
11.12.2008



Handlung

Meggie (Eliza Bennett) ist ein junges und aufgewecktes Mädchen und lebt zusammen mit ihrem Vater Mortimer "Mo" (Brendan Fraser) in einem gemütlichen, alten Haus. Ihr beider Leben dreht sich um Bücher. Mo ist Buchrestaurator und entwickelt im Laufe seines Lebens eine Leidenschaft für gute Bücher. Auch seine Tochter geht dieser Leidenschaft heimlich nach, obwohl ihr Vater es ihr verboten hat. Meggie ist sich der Tatsache nicht bewusst, wie "lebendig" Mo vorlesen kann. Doch schon bald merkt sie, dass ihr Vater viele Geheimnisse vor ihr hat. So bekommt Meggie die Begegnung zwischen ihrem Vater und einem geheimnisvollen Mann mit. Dieser will Mo vor Capricorn (Andy Serkis), einer Figur die beim Lesen aus dem Buch Tintenherz entstiegt, warnen. Überstürzt brechen Mo und Meggie zur ihrer Tante Elinor (Helen Mirren) auf.

Die Tintenwelt-Trilogie ist eine phantastische Jugendromanreihe der deutschen Autorin Cornelia Funke. 2003 erschien der erste Band mit dem Titel "Tintenherz" und wurde zu einem internationalen Bestseller. 2005 erschien der zweite Band "Tintenblut" und 2007 der dritte Band "Tintentod".


Filmkritik | Tintenherz

Harry Potter war gestern - heute ist Tintenherz. Besser als Harry Potter, spektakulärer als Harry Potter und spannender als Harry Potter. Ich bin kein großer Harry Potter Fan also war es einfach, mich zum Film Tintenherz zu überreden. Um es vorweg zu sagen, enttäuscht war ich nicht.

Tintenherz ist eine typische Hollywood Produktion, mit vielen Special Effects, guten Darstellern (allen voran Brendan Fraser und Helen Mirren) und einer tollen Ausstattung mit Liebe zum Detail. Manches war total unlogisch und auch unnötig, passte aber zum Stil des Films. Tintenherz ist ein sehr schneller Film. Hastig folgt Szene auf Szene, fast hat man den Eindruck, dass Regisseur Iain Softley seine Darsteller angetrieben hat. Das verlangt ein bißchen Konzentration, besonders wenn man wie ich, dass Buch vorher nicht gelesen hat. Wer völlig unvorbereitet in Tintenherz geht, wird nicht viel Freude daran haben. Man sollte sich vor dem Kinobesuch wenigstens in groben Zügen mit dem Inhalt vertraut machen.
Begeistert haben mich die tollen Kulissen. Die engen Gassen, der Marktplatz, die verwinkelten Häuser und nicht zuletzt die imposante Burg vermitteln ein perfektes mittelalterliches Flair. Die grandiosen Landschaftsaufnahmen erinnern streckenweise an den Herrn der Ringe. Es stört seltersamerwese nicht, dass die Ritter Auto fahren ("Mama, warum haben die Ritter denn keine Pferde?") und elektrisches Licht haben.Trotzdem wirkt das ganze Szenario herrlich altmodisch.
Hervorragend auch die Darstellerriege. Brendan Fraser spielt wie immer mit viel Charme und erinnert dabei an seine Rollen in "Eve und der letzte Gentleman" und in der "Mumie". Auch in Tintenherz spielt er den immer ein wenig staunenden, großen und abenteuerlustigen Jungen. Ganz toll agiert Eliza Bennett als seine Tochter Meggie. Ihr merkt man die Freude am Spiel deutlich an. Wie immer in der Schurkenrolle, Andy Serkis. Schön gruselig wie schon als Gollum im Herrn der Ringe, spielt er den Oberschurken Capricorn.

Tintenherz ist ein fantastischer Film und genau das Richtige, um sich an einem trüben Winternachmittag zu unterhalten. Das einzige Manko war für mich das etwas abrupte Ende. Ich hatte das Gefühl, da fehlt noch etwas. Tintenherz ist nicht unbedingt für kleinere Kinder geeignet. Für sie ist der Film zu düster und die Zusammenhänge sind schwer nachvollziehbar.


Filmkritik von Gastautor

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Bilder / Fotos

Tintenherz

© Warner Bros. Pictures

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10.12.2008
Auf SPIEGEL online gibt es ein Interview mit der "Tintenherz" Buchautorin Cornelia Funke.

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Deutschland, Großbritannien

Alternativ- bzw. Originaltitel
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