Dieser Musikfilm wird allen Jackson-Fans und Musikliebhabern auf der ganzen Welt einen seltenen Blick hinter die Kulissen gewähren, während der Künstler die ausverkaufte Konzertserie entwickelte, kreierte und probte, die diesen Sommer in der Londoner O2-Arena hätte stattfinden sollen. Der Film umfasst die Monate von April bis Juni 2009 und wurde mit voller Unterstützung des Estate of Michael Jackson produziert. Er setzt sich aus mehr als 100 Stunden Behind-the-Scenes-Material zusammen, das Jackson bei den Proben einer Reihe seiner Songs für die Show zeigt. Die Zuschauer werden einen außergewöhnlichen und sehr privaten Blick auf Jackson erhalten und ihn erleben, wie sie ihn noch nie zuvor gesehen haben. "Michael Jackson's This Is It" fängt den Sänger, Tänzer, Filmemacher, Architekten und das Genie Jackson in ungeschönten und aufrichtigen Momenten ein und zeigt, wie er seine letzte Show entwickelte und perfektionierte.
Filmkritik | Michael Jackson's This Is It

Er war der größte, jedenfalls auf der Bühne der 80er Jahre. Er verkaufte soviele Platten wie kein anderer vor und nach ihm. Er schuf Evergreens und wurde selbst durch seinen Tod mit gerade mal 50 Jahren zur Legende. Seine unglückliche Kindheit, die Kindesmissbrauchsvorwürfe oder seine entstellenden "Schönheits"-Operationen ändern daran nicht, sie gehören zur Legende. Fakt ist allerdings auch: Michael Jackson ist tot mehr wert als ein 50jähriger Altstar, der aussah wie ein Geist. Durch seinen Tod entfachte sich eine Jackson-Manie und Jackson-Revivals. Ganz im Sinne seines raffgierigen Vater und den seelenlosen Vermarktern seiner Figur. Jackson-Alben und DVDs fanden plötzlich wieder reißenden Absatz wie zu seinen besten Zeiten. Ein Best-Off-Album mit all seinen geschichtsträchtigen Nummer1-Hits hätte zu seinen Lebzeiten wohl kaum jemanden mehr zum Kauf animiert, jetzt schlägt es Verkaufsrekorde. Auf diese Schiene wahnwitzigen Marketings springt der Kinofilm "Michael Jackson's This Is It" auf.
Ein handlungsloser Reigen von Jackos Tanzeinlagen und -proben für seine große Comebacktour, die aufgrund seines Todes nie stattgefunden hat. Das ist auch der einzige Grund, dass dieses Werk den Weg ins Kino gefunden hat. Man erfährt nichts neues, im Gegenteil. Man sieht eine Probe nach der anderen in denen sich Jackson im Schatten seiner selbst bewegt. Für Nicht-Jackson-Fans schwer zu ertragen und selbst für seine Anhänger nichts Besonderes, auch wenn die der Meinung sein dürften, eine Probe des Kings ist besser als die Perfektion jedes Anderen. Und deswegen werden auch Menschen ins Kino gehen und dafür sorgen, dass die Komerzialisierung des Mythos Michael Jackson weitergeht und ausgequetscht wird, bis zum letzten Cent.
Filmkritik von Gastautor