There Will Be Blood - Filmkritik | kulthit.de 
Die Filmkritik Community!

Suche
Start » Filmarchiv » Filmkritik

There Will Be Blood| Kritik

Kinostart
14.02.2008



Handlung

Anfang des 20. Jahrhunderts beginnt in Kalifornien die Erdölerschließung in großem Stil. Der Wert des schwarzen Goldes wurde erkannt. Daniel Plainview (Daniel Day-Lewis) ist ein gerissener jedoch skrupelloser Geschäftmann, der ein großes Stück von dem Kuchen abhaben möchte. Das Öl ist seine Leidenschaft und nicht nur seine Familie muss darunter leiden - auch seine Persönlichkeit. In einer Stadt mit dem Namen Little Boston wurde unter der Farm der Familie Sunday ein großes Ölfeld ausgemacht. Plainview plant den Farmern das Land günstig abzukaufen und das Öl in Gold zu verwandeln. Doch als die Familie Sunday selbst das Ruder auf ihrem Land in die Hand nehmen möchte, erntet sie böses Blut...

"There Will Be Blood" wurde für eine ganze Reihe an Auszeichnungen nominiert. Unter anderem für 8 Oscars.


Filmkritik | There Will Be Blood

"There will be blood" ist ein Drama, dass im Amerika des ausklingenden 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts spielt; so episch wie die Musik, die es ummantelt, so satanisch der Protagonist des Dramas. Das neueste Werk von Paul Thomas Anderson, dem Regisseur von Filmen wie "Magnolia", "Boogie Nights" oder "Punch-Drunk Love", porträtiert die Geschichte des Unternehmers Daniel Plainview, welcher auf Kosten Anderer zu großem Reichtum gelangt und Störfaktoren nahezu kaltblütig zu beseitigen weiß. There will be blood schleicht sich zwar auf leisen Sohlen heran - so hört man, besonders hollywooduntypisch, über weite Strecken der Anfangsequenzen kein Wort - macht sich allerdings nicht so schnell aus dem Staub, obschon einige Strecken, selbst dem hart gesottenen Cineasten, einige Geduld abverlangen. Mit There will be blood nimmt die große, beinahe vergessene, amerikanische Epopöe erneut Einzug in die Kinos des 21. Jahrhunderts. Mutig kämpft Anderson mit Upton Sinclairs Romanvorlage Oil! und bemüht sich keine Aktualitäten aufzuwerfen, ob der Gewissheit, dass auch heutzutage für den ein oder anderen Tropfen Öl „Blut fließen wird“. Vielmehr erstreckt sich uns ein aufgefächertes Bild des Amerikas um 1900, welches in eine kunstvolle Charakterstudie, die von einer grandiosen Darstellung Daniel Day-Lewis getragen wird, übergeht. Nicht ganz unverdient ist der Film daher auch 8-fach nominiert für den renommierten Academy Award, worunter, vor allem, der Hauptdarsteller für seine Leistungen mit großer Wahrscheinlichkeit den Goldmann mit nach hause nehmen wird. Selbst wenn der erste Blick den Zuschauer trügen mag, hinterlässt There will be blood eine wahrhaftige Empfindung, jede Menge Gewalt gespürt zu haben, ohne dass tatsächlich tonnenweise Blutkonserven verschwendet worden sind, wodurch der Titel Splatterfans in die Irre führen und letztendlich enttäuscht zurücklassen wird. Nichtsdestotrotz spielt sich Day-Lewis mit einer fesselnden Tiefe markerschütternd in das Gedächtnis des Filmliebhabers und verleiht diesem Werk eine einzigartige Erhabenheit und das gewisse Potenzial, ein moderner Klassiker zu werden.


Filmkritik von Gastautor

Sag es weiter



Bilder / Fotos

There will be blood

© Walt Disney Studios Motion Pictures Germany

Kommentare

Derzeit sind keine Kommentare vorhanden!

Einen Kommentar schreiben

Bitte beim Kommentieren auf Rechtschreibung und Grammatik achten!

Name
eMail (wird nicht veröffentlicht)
What is 10 * 7 - 12 =  
Bitte Sicherheitscode in das rechte Feld eintippen.



Trailer abspielen
Trailer zu There Will Be Blood abspielen

Steckbrief
Regie
Paul Thomas Anderson

Darsteller
Barry Del Sherman, Ciarán Hinds, Colleen Foy, Daniel Day-Lewis, Dillon Freasier, Kevin Breznahan, Kevin J. O’Connor, Martin Stringer, Paul Dano, Paul F. Tompkins, Russell Harvard

Genre
Drama
Gastkritiken
Anzeige

Filmfacts
Herstellungsland
USA




Benutzername

Passwort

Anzeige