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The Wrestler| Kritik 8/10

Kinostart
26.02.2009



Handlung

In den 80ern noch als erfolgreicher Wrestler gefeiert, findet sich Randy "The Ram" Robinson Ramzinski 20 Jahre später in der Rolle einer abgewrackten Trauergestalt wieder und bestreitet seinen Lebensunterhalt mit schlechtbezahlten Showkämpfen in heruntergekommenen Turnhallen. Als auch das nicht mehr ausreicht, nimmt der Wrestler einen Job als Lagerist in einem Supermarkt an. Während eines weiteren illegalen Kampfes erleidet Randy aufgrund seines unkontrollierten Medikamentenmissbrauchs einen Herzinfarkt und erhält den Rat, nie wieder in den Ring zu steigen, da er ansonsten sein Leben riskiere. Daraufhin besinnt Randy sich darauf, die kaputte Beziehung zu seiner Tochter wieder aufzuarbeiten und nähert sich dabei auch der Prostituierten Cassidy an, für die er bisher immer nur ein Kunde von vielen war.


Filmkritik | The Wrestler

Der Film "The Wrestler" von Regisseur Darren Aronofsky, welcher bereits mit Produktionen wie "Requiem for a Dream" großes Talent bewies, behandelt in dramatischer Art und Weise den tiefen Fall einer ehemaligen Ikone, welche sich nach einer kurzen Glanzzeit am Existenzminimum wiederfindet und anstatt sich im Ring feiern zu lassen nun ums Überleben kämpfen muss. Die Rolle gewinnt vor allem durch die aufgrund seiner persönlichen Geschichte sehr passende Besetzung von Mickey Rourke an Authentizität.

Die Story insgesamt dreht sich jedoch nicht nur schlicht um das Ende einer Wrestler-Karriere, sondern vor allem auch um tiefe Wunden und menschliche Schwächen. Der direkte Vergleich zwischen Glamour und Gosse hat definitiv eine erschreckende Wirkung auf den Betrachter, welche jedoch alles andere als Fiktion ist. Es geht aber nicht nur um das Versagen eines Individuums, sondern auch um die große zweite Chance, es besser machen zu können. Ob diese auch genutzt wird, bleibt am Ende jedoch offen...

Nicht nur der für Drehbuch und Regie verantwortliche Darren Aronofsky und Klischee-Darsteller Mickey Rourke bilden eine Grundlage für das Gelingen dieses Projekts, auch Marisa Thomei als die Prostituierte Cassidy und Evan Rachel Wood in der Rolle der vernachlässigten Tochter Stephanie tragen ihren Teil zum Geschehen bei. Die in einzelnen Momenten mitreißende Dramatik erinnert teilweise an die Sportlertragödie "Million Dollar Baby" und sowohl Kameraführung als auch die gesamte Umsetzung sind wirklich gelungen. Ursprünglich war Nicolas Cage für die Hauptrolle vorgesehen, aber Ersatzmann Mickey Rourke konnte dennoch überzeugen und erhielt überwiegend positive Kritiken. Zudem traten im Film auch viele echte Profi-Wrestler in Erscheinung und Musik-Legende Bruce Springsteen steuerte den Soundtrack bei. Es lässt sich weder an Regie und Produktion, noch an Besetzung und Darstellung irgendetwas bemängeln, was ja bereits anhand gewonnener Preise und zwei Oscar-Nominierungen deutlich wird.


Filmkritik von Gastautor

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Bilder / Fotos

The Wrestler

© Kinowelt Film Entertainment GmbH

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Steckbrief
Regie
Darren Aronofsky

Darsteller
Dylan Keith Summers, Ernest Miller, Evan Rachel Wood, Judah Friedlander, Marisa Tomei, Mark Margolis, Mickey Rourke, Todd Barry, Tommy Farra, Wass Stevens

Genre
Action, Drama

Tags
Sport, Wrestling
Gastkritiken
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Filmfacts
Herstellungsland
USA

Alternativ- bzw. Originaltitel
Ruhm. Liebe. Schmerz.




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