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The Unborn| Kritik 3/10

Kinostart
12.03.2009



Handlung

Nach der Geburt von Casey Bell (Odette Yustman) verschwindet ihre Mutter und so wächst das Mädchen bei ihrem Vater Gordon (James Remar) auf. Mittlerweile ist Casey eine ganz normale Studentin, die jedoch seid einiger Zeit von wiederkehrenden Alpträumen geplagt wird, in denen dämonische Hunde und Föten auftauchen. In der Folge kommt es auch im realen Leben zu mehreren mysteriösen Vorfällen. Nachdem der etwas merkwürdige Sohn ihres Nachbarn sie unvermittelt mit den Worten "Jumby ist bereit geboren zu werde" angreift, beginnt ihre Augenfarbe sich langsam zu ändern.
Die bizarren Vorkommnisse führen Casey nach einigen Recherchen zu der Erkenntnis, dass sie einen Zwillingsbruder hatte, der jedoch im Mutterleib verstarb und dadurch den Selbstmord ihrer Mutter auslöste. Durch eine merkwürdige Verstrickung von Umständen gerät Casey an Sofi Kozma (Jane Alexander), eine Überlebende des Holocaust. Es stellt sich heraus, dass Kozma Beldons Großmutter ist. Sie warnt ihre Enkeltochter vor einem jüdischen Geist namens "Dybbuk", welcher die Familie angeblich bereits seit dem 2. Weltkrieg plagt. Casey muss sich, wenn sie überleben will, dem Exorzismus Ritual eines jüdischen Rabbis (Gary Oldman) unterziehen.


Filmkritik | The Unborn

Wem es bis hier noch nicht aufgefallen ist: Eine hanebüchenere Geschichte hätte man sich kaum ausdenken können. Auch der Versuch, durch den Bezug auf den Holocaust und angebliche okkulte Nazi-Experimente mit Zwillingen, der Geschichte mehr Gewicht zu verleihen, scheitert kläglich. Ganz offensichtlich versucht man hier, im Fahrwasser von "Der Exorzist" und diversen japanischen Horrorfilmen, eine absolut abstruse Geschichte als anspruchsvollen Horror zu verkaufen. Den verschiedenen, ausufernden Handlungsstränge zu folgen ist mithin außerordentlich mühsam, belohnt wird man dafür aber nicht.

Regisseur David S. Goyer konnte sich offensichtlich nicht entscheiden, ob er einen blutigen Metzelstreifen oder doch lieber einen subtilen, psychologischen Thriller drehen möchte. Die vielen Szenen, in denen er die Schauspielerin Odette Yustman in knapper Unterwäsche durch das Bild laufen lässt und das Skript, welches so abgedroschen ist, dass es dem „Scary Movie“ Franchise gut zu Gesicht stünde, lassen ersteres vermuten. Aber die Abwesenheit echter Slasher- bzw. Schockszenen und das endlose Geschwafel über jüdischen Mystizismus tragen das Vergnügen schnell zu Grabe.

"The Unborn" wird wahrscheinlich nicht der schlechteste Film des Jahres 2009 werden, aber die Aussicht auf eine mögliche Fortsetzung (welche das Filmende andeutet) ist definitiv der größte Gruselfaktor in den 88 Filmminuten. David S. Goyer hat ein qualitativ eher gemischtes Filmsortiment in seinem Portefeuille vorzuweisen: Auf der einen Seite kann er sich die Mitwirkung bei der Wiederbelebung des Batman Franchises ans Revers heften, auf der anderen Seite hat er aber auch einen Film wie "Kickboxer 2" mit zuverantworten. Zwar sinkt "The Unborn" nicht ganz auf das Niveau des letztgenannten ab, aber es ist auch nicht zu erwarten, dass Goyer sich mit diesem Streifen zukünftig um einen Job bewerben wird.


Filmkritik von Gastautor

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Bilder / Fotos

The Unborn

© Universal Pictures International Germany GmbH

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Steckbrief
Regie
David S. Goyer

Darsteller
Atticus Shaffer, C. S. Lee, Cam Gigandet, Carla Gugino, Ethan Cutkosky, Gary Oldman, Idris Elba, James Remar, Jane Alexander, Meagan Good, Michael Sassone, Odette Yustman, Rachel Brosnahan

Genre
Horror, Thriller
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Herstellungsland
USA

Budget
16 Mio. US-Dollar




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