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The Thing| Kritik 5/10

Kinostart
17.11.2011



Handlung

Die Paläontologin Kate (Mary Elizabeth Winstead) bekommt die Chance ihres Lebens und darf sich einem norwegischen Forscherteam anschließen, das am Süd­pol über ein Alien-Raumschiff gestolpert ist. Im Wrack entdeckt sie ein Wesen, das schon vor einer Ewigkeit beim Absturz ums Leben gekommen zu sein scheint.

Die wahre Gefahr schläft aber nur und wird durch ein simples Experiment geweckt. Gemeinsam mit dem Crew-Piloten Carter (Joel Edgerton) muss sie versuchen, den hochentwickelten Parasiten zu stoppen, der jede Lebensform nachahmen kann, die er berührt.

Abgeschnitten von der Außenwelt, umgeben von gnadenloser Kälte, traut keiner mehr dem anderen – und die Todesangst breitet sich mindestens genauso gefährlich aus wie der kaltblütige Killer aus dem All.


Filmkritik | The Thing

"Das Ding aus einer anderen Welt" von John Carpenter aus dem Jahr 1982 gilt nicht umsonst als einer der großen Klassiker des Genres. Von daher wäre es ein Frevel gewesen, wenn man diesen Streifen nun einem Remake unterzogen hätte. Das sahen auch die beiden Produzenten Marc Abraham und Eric Newman ein, als sie Universal mit der Idee für "The Thing" begegneten. Und dennoch wollten sie den Stoff des Originals für einen neuen Film verwenden. Man entschied sich also daher, eine Art deutlich verspätetes Prequel zu Carpenters Kultfilm zu drehen und so zu erklären, warum beispielsweise die Norweger am Anfang des Films im Camp der Amerikaner auftauchen und dort für Chaos sorgen. Die Grundidee mag dabei gut gemeint sein, und es ist auch löblich, dass man die Vorlage nicht durch ein liebloses Remake quasi geschändet hat.

Doch trotz der guten Ansätze verkommt "The Thing" nach und nach irgendwie doch zu dem, was es eigentlich nicht sein wollte: Eine Neuverfilmung des Klassikers. Dafür spricht, dass so dermaßen viele Elemente aus dem Original übernommen wurden, dass man irgendwann automatisch annimmt, es würde sich um eine Neuauflage handeln. Dabei sei nicht nur der Eisblock erwähnt, sondern beispielsweise auch der Husky im Camp. Regie führt dabei der niederländische Werbefilmer Matthijs van Heijningen Jr., der hiermit sein Debüt auf der Kinoleinwand abliefert. Er ist zwar stets bemüht und macht handwerklich sicher vieles richtig. Wirklich mithalten kann er mit Carpenters Werk allerdings zu keiner Zeit. Man merkt dem Film an, dass er in gewissen Punkten eine Art Hommage an das große Vorbild ist. Doch wo dieses mit viel subtilem Horror schauderhafte Momente generierte, wirkt der Streifen aus dem Jahr 2011 oftmals wie ein Slasher. Das Ding sucht sich nicht einen neuen Wirt, in dem es überleben kann, sondern hat ein neues Opfer gefunden.

Damit geht auch einher, dass in "The Thing" vergleichsweise viele Mitglieder in der Crew vorhanden sind. Wo im Original jeder der Charaktere individuell gezeichnet wurde, weiß man in der Neuauflage bereits, dass man hier lediglich ausreichend Opfer vor sich hat, um in den immer wieder kehrenden Szenen das Ding digital zuschlagen lassen zu können. Als Protagonist fungiert diesmal nicht ein Mann, sondern mit Mary Elizabeth Winstead („Death Proof") eine weibliche Heldin. Das kann theoretisch funktionieren, wie Sigourney Weaver in der Alien-Saga unter Beweis stellte. Winstead jedoch bleibt nahezu den gesamten Film über relativ blass und schafft es nicht wirklich Akzente zu setzen. Der Rest der Darsteller bleibt genauso austauschbar wie die teils eher billig gemachten Schockeffekte.

"The Thing" ist somit ein handwerklich solide gemachter Schocker, dem es allerdings an Atmosphäre und Tiefgang deutlich mangelt.


Filmkritik von Gastautor

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Bilder / Fotos

The Thing

© Universal Pictures International

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Steckbrief
Regie
Matthijs van Heijningen Jr.

Darsteller
Adewale Akinnuoye-Agbaje, Eric Christian Olsen, Joel Edgerton, Mary Elizabeth Winstead, Paul Braunstein, Stig Henrik Hoff, Ulrich Thomsen

Genre
Horror, Sci-Fi, Thriller
Gastkritiken
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Herstellungsland
USA, Kanada




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