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The Limits of Control| Kritik 7/10

Kinostart
28.05.2009



Handlung

Ausgerüstet mit einem Koffer und einem Bündel Schlüssel reist ein namenloser Fremder durch Spanien. Einen Auftrag scheint er ausführen zu müssen, doch welcher Art dieser ist und was sich in dem Koffer befindet, scheint er selbst nicht zu wissen. Eine regelrechte Odysee führt ihn nach Sevilla, Madrid und in die spanische Provinz, wo er ohne Mobiltelefon und ohne Waffen auf skurrile Gestalten mit immer neuen Botschaften trifft. Diese Botschaften werden dem Fremden auf einem Zettel überreicht und anschließend von ihm verspeist. Je länger die Reise dauert, um so offensichtlicher scheint es, dass sein Auftrag eher illegaler Natur ist, doch all seine Vorahnungen und Gefühle bewahrheiten sich nicht - letztlich kommt für ihn und seinen Auftrag doch alles anders...


Filmkritik | The Limits of Control

Nur dem eingefleischtesten Kinofan dürfte der Name Isaach De Bankolé etwas sagen. Der Hauptdarsteller von "The Limits of Control" wird jedoch allen Fans von Nicolas Cage oder Bruce Willis in den nächsten Jahren noch einige Freude bereiten. Denn was in diesem Kinofilm passiert, ist ein Thriller der ganz besonderen Art. Über lange Zeit hinweg kommt der Film ohne große Waffenkämpfe und dergleichen aus, sondern stürzt sich eher auf spannende Dialoge und kleinere, verschachtelte Situationen, bei denen der Kinobesucher schon einen klaren Kopf behalten sollte, um dem ganzen Treiben auf der Leinwand folgen zu können.

Regisseur Jim Jarmusch hat mit "The Limits of Control" eher ein intellektuelles Werk als einen klassischen Gewalt-Thriller geschaffen, im Charakter mit der Dialogintensität von "Das Schweigen der Lämmer" zu vergleichen. Freunde des klassischen Actionkinos werden also nicht wirklich auf ihre Kosten kommen. Ihr einziger Lichtblick dürfte der Fremde, von De Bankolé dargestellte Charakter sein, der alle schauspielerischen Feinheiten beherrscht, um einen mit Längen behafteten Film auf die Leinwand zu bringen.

Die Zielgruppe ist nach dem Genuss der knapp zwei Stunden schwer auszumachen. Jeder sollte bei diesem Film wissen, dass die grauen Zellen gut mitarbeiten müssen, um alle Rätsel und Zusammenhänge wie der Hauptdarsteller lösen zu können. Über manche Strecken hinweg ziehen sich die Dialoge auch etwas lang, so dass es schwer fällt, dauerhaft am Ball zu bleiben. Jarmusch scheint bemüht gewesen, eine möglichst große inhaltliche Komplexität in "The Limits of Control" zu schaffen und vergisst dabei an manchen Stellen, den Zuschauer mitzunehmen. So bleibt nach Ende des Filmes der Eindruck, dass Jarmusch als Kind gerne Hitchcock gesehen haben muss und man sich zwischendurch an netten Cameos wie dem von John Hurt erfreuen kann. Ansonsten bleibt der Film ein intellektuell anspruchsvoller Thriller, der sicherlich nicht jedem Fan des klassischen Actiongenres erfreuen wird.


Filmkritik von Gastautor

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Bilder / Fotos

The Limits of Control

© Tobis Film

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