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The Last House on the Left| Kritik 7/10

Kinostart
14.05.2009



Remakes scheinen ja nie aus der Mode zu kommen und mit "The Last House on the Left" erscheint ein Film in den Kinos, dessen Original aus dem Jahre 1972 Maßstäbe im Horrorgenre gesetzt hat. Es war das Regiedebüt von Wes Craven, der später mit „Hügel der blutigen Augen“, „A Nightmare on Elm Street“ und „Scream“ weiter (Horror-)Filmgeschichte geschrieben hat, und einer der ersten „Rape- and Revenge“-Filme, einem grade in den Siebzigern sehr beliebten Subgenre des Horror- und Terrorkinos. Nach seinem Erscheinen sorgte der Film aufgrund der kompromisslosen Brutalität und expliziten Gewaltdarstellung für hohe Wellen in den Medien und der Öffentlichkeit. Nach Aussagen von Wes Craven basiert er lose auf Ingmar Bergmanns „Die Jungfrauenquelle“ von 1960, der ebenfalls sehr umstritten war.

Um es vorweg zu nehmen: Die Neuauflage des Filmes ist bei weitem nicht so schockierend, wie es sein Vorgänger vor Jahrzehnten gewesen ist. Seinerzeit aufgrund der gezeigten drastischen Folter- und Gewaltszenen noch ein Tabubruch, birgt die Geschichte zweier Eltern, die sich nach dem Mord an ihrer Tochter aufs übelste an ihren Mördern rächen, heutzutage kaum noch das Potential, die Leute auf die Barrikaden gehen zu lassen - vor allem nicht in einer Kinolandschaft, die nahezu jede Grausamkeit schon gesehen hat und in der nach der aktuellen Torture-Porn-Welle von Hostel und Co. nichts unversucht gelassen wird, den geneigten Zuschauer mit immer widerlicheren Metzeleien zu unterhalten. Trotz dem ist "The Last House on the Left" ein gutes Remake, welches zwar nicht an die Dramatik seines Vorgängers heranreicht, aber mehr als nur ein solides Stück spannender Kinounterhaltung ist.

Gründe hierfür sind zum einen die gute Adaption der gesamten Handlung, die der Regisseur Dennis Aliadis in der heutigen Zeit spielen lässt. Die kleine, inhaltliche Änderung, dass Mari, anders als im Original, überlebt und sich schwer verletzt zurück in ihr Elternhaus schleppt, wirkt sich ebenfalls in keinster Weise negativ aus. Bleibt die grundlegende Handlung auch gleich, gibt es zwischen dem Original und dieser Verfilmung vor allem bei den Locations und im Spannungsbogen große Unterschiede. Das Kino der heutigen Zeit ist einfach in der Lage, noch effektvoller Spannung zu erzeugen und Grausamkeiten zu inszenieren. Stilmittel, von denen Iliadis ausreichend Gebrauch macht, und so einen Horrorfilm abliefert, der sich absolut auf der Höhe der Zeit befindet. Wenn auch kein Meilenstein, so doch ein kleiner Lichtblick unter den vielen miesen bis mittelmäßigen Neuverfilmungen aus dem Horrorbereich der letzten Jahre.

Zum anderen sind es die größtenteils recht erfahrenen Schauspieler, die dem Film seinen besonderen Charme verleihen. Selbst die junge Mari-Darstellerin Sara Paxton hat schon einiges an Leinwanderfahrung hinter sich und glänzt auch diese Mal wieder als wahre Augenweide. Tony Goldwyn als Maris Vater, sowie vor allem Garret Dillahunt als brutaler Mörder, sind ebenfalls herauszuheben aus einer Reihe grandioser Akteure, die es perfekt verstehen, den Zuschauer durch dramatische und spannende Momente zu führen. Kurzum: Wer das Original von "The Last House on the Left" kennt, mag vielleicht etwas enttäuscht sein - jeder andere wird sich über ein spannendes und in jedem Moment exzellent inszeniertes Remake freuen dürfen.


Filmkritik von Gastautor

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The Last House on the Left

© Universal Pictures International Germany GmbH

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