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The International| Kritik 9/10

Kinostart
12.02.2009



Handlung

Das Kinohighlight "The International" dreht sich rund um die New Yorker Staatsanwältin Eleanor Whitman (Naomi Watts) und den Interpol-Agenten Louis Salinger (Clive Owen). Der Plot des Action-Thrillers handelt von dem Fall einer der mächtigsten Banken der Welt, die beiden Hauptcharaktere entdecken in der Bank illegale Aktivitäten und verfolgen Geldtransfers von Mailand über New York bis hin nach Istanbul. Die Spur wird immer verzweigter und der erst als riesiger Finanz-Skandal vermutete Fall entwickelt sich immer mehr zu einem Spiel um Leben oder Tod, denn die Gelder werden für Kriege und Terroranschläge verwendet.


Filmkritik | The International

Regisseur Tom Tykwer versteht es stilistisch-erzählerisch spannende Filmsequenzen umzusetzen. Dies konnte nicht zuletzt an seinen beiden letzten Meisterwerken "Das Parfüm" und "Lola rennt" erkannt werden. Der Berliner Filmemacher kann mit "The International" nun auch im Geschäft der ganz großen Hollywood-Legenden mitmischen. Nachdem im Vorfeld Filme wie "Heaven" die Thriller-Leidenschaft des Regisseurs hervorhoben, drehte er mit "The International" nun einen Film im Genre nach seinem Geschmack.
Während der Dreharbeiten bekam der Berliner unter anderem auch Unterstützung von Charles Roven, welcher als Produzent durch Blockbuster wie "The Dark Knight" bekannt wurde.

The International wurde glänzend umgesetzt, denn die immer wiederkehrenden Spannungsmomente werden oftmals durch actionreiche Sequenzen aufgefüllt, dabei sind die vielen internationalen Schauplätze von großem filmerischen Vorteil. Es findet immer wieder ein rasanter Wechsel statt, während im einen Augenblick eine Schießerei in einem New Yorker Museum stattfindet, findet sich der Beobachter nach einigen Minuten bei einer Verfolgungsjagd in Istanbul wieder. James Bond lässt grüßen.
Der Start des Filmes startet nicht wie typischerweise mit einer klassischen Totalansicht, sondern mit einer Nahaufnahme des Interpol-Agenten, welcher die internationalen Reibereien und Geldgeschäfte im späteren Verlauf aufdecken soll. Spannend werden immer wieder persönliche Konflikte der Darsteller, so zweifelt die New Yorker Staatsanwältin immer wieder an ihrem Beruf, denn dieser schränkt ihre persönliche Entwicklung und ihr bürgerliches Leben enorm ein. Im Gegensatz dazu wird der Ex-Stasi-General dargestellt, welcher seine alten Zeiten bei Seite schiebt und sich im Kapitalismus neu orientiert. Tykwer gelingt es immer wieder durch den Einsatz vieler Filmmittel und Spannungsmomente ein Geflecht von undurchschaubaren Handlungen zu schaffen und diese nacheinander wieder aufzulösen.

Normalerweise könnte der Film zu keiner besseren Zeit als kurz nach der Finanzkrise erscheinen, doch möchte mit dem Film "The International" keine Kritik geschaffen werden, Regisseur Tykwer zeigt dem Betrachter vielmehr die menschlichen Individuen hinter dem Nadelstreifen-Klischee. Dadurch werden Abgrenzungen zwischen dem actiongeladenen Hollywood-Blockbuster und einem persönlichen Film geschaffen, welcher Erfolg garantiert und den Betrachter immer wieder die Grenzen zwischen Wahnsinn und Leben vor Augen führt.


Filmkritik von Gastautor

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Bilder / Fotos

The International

© Sony Pictures Releasing GmbH

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06.02.2009
Den Auftakt der diesjährigen 59. Berlinale macht der neue Film "The International" vom Regisseur Tom Tykwer.
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