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The Informers| Kritik 7/10

Kinostart
2009



Handlung

Menschen in einer modernen Großstadt sind auf die vielfältigste Art und Weise miteinander verbunden. Vor allem aber durch zufällige Geschichtsstränge. Die Rahmenhandlung des Filmes The Informer spielt in Los Angeles im Jahre 1983. Der Film ist die Umsetzung eine Werkes von Bret Easton Ellis. Die Menschen begegnen sich zufällig und gehen wieder zufällig auseinander. Die amerikanischen Schlagwörter und Ideale wie "Jugend", "Schönheit", "Sex" werden beleuchtet aber auf eine denunzierende Art. Es handelt sich bei dem Film nicht um eine geschlossene Handlung, sondern vielmehr um sieben Kurzgeschichten, die das Thema immer wieder aufs neue beleuchten.

Der Titel bedeutet zu deutsch Die Informanten. Die Hauptdarsteller informieren über ihre persönliche Situation. Die Verfilmung startet mit einem Vampir, Jamie, der Teenager in Discos ermordet. Es handelt sich um sehr noble und reiche Discos. In einer anderen Szene kommt ein Mensch in einem Auto zu Tode, ein guter Freund, der Beobachter zündet sich erst mal einen letzten Joint an. Liebe, Tod und Schrecken sind allgegenwärtig aber rühren die Personen des Filmes nicht.


Filmkritik | The Informers

Der Film The Informers steht in der Tradition von American Psycho, und ist Nachfolger von diesem Projekt. Man darf bei diesem Film, der glänzend von hochkarätigen Schauspielern gespielt wurden, nicht aus der Sicht eines erzählenden Kinos sehen. Es sind lose verbundene Kurzgeschichten, die aber über die fatale Stimmung eng miteinander verbunden sind. Der Film steht aber auch in der Tradition von "21 Gramm" oder "Alles über meine Mutter". Zufällig kreuzen sich die Lebensstränge von Menschen und sie werden füreinander zum Schicksal. The Informers stellt sarkastisch die Lebensweise Amerikas dar, nichts berührt wirklich. Die Charaktere - sind es eigentlich nur Schablonen - haben keinen Kontakt zu anderen Menschen und auch nicht zur Welt. Ob sie sterben oder ob ihre Freunde sterben - es ist egal, alles ist egal. Die zwanghafte Dichte von "21 Gramm" erreicht dieser Film aber nicht. Er zeigt auf, ohne Lösung zu zeigen. Im Grunde ist das ein sehr zynischer Film, eine Charakterstudie Amerikas der 80er Jahre. Wenn man den Film aus erzählerischen Gründen sehen möchte, dann ist man falsch in diesem Film, es geht hier vielmehr um Stimmungen, nicht um einen Plot oder gar um Action. Als Stimmungsstudie ist der Film hochklassig und sehenswert. Wahrscheinlich ist er ein Objekt für Programmkinos.


Filmkritik von Gastautor

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