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The Ides of March - Tage des Verrats| Kritik 6/10

Kinostart
22.12.2011



Handlung

Stephen Meyers (Ryan Gosling) ist ein ausgemachter Karrieretyp. Bereits mit Anfang 30 organisiert er die Wahlkampagne des US-Präsidentschaftskandidaten Mike Morris (George Clooney). Stephens Auftreten ist selbstbewusst, seine Strategien ausgeklügelt. Leidenschaftlich tritt er für seine Ideale ein. Eines ist klar: Stephens Laufbahn zeigt steil nach oben. Selbst eine Affäre mit der jungen Praktikantin Molly (Evan Rachel Wood) lässt ihn seine Ziele nicht aus den Augen verlieren. Aber sein eitler Ehrgeiz ist zugleich auch Stephens große Schwachstelle, die ein alter Hase der Gegenseite gnadenlos ausnutzt, um ihm eine perfide Falle zu stellen. Und so ist Stephen plötzlich gezwungen sich zu entscheiden: zwischen Karriere und Idealen, Herz und Verstand, Sieg oder Untergang...


Filmkritik | The Ides of March - Tage des Verrats

Die Wahlen sind in der Demokratie immer ein Ereignis von besonderem medialen Interesse. Und je wichtiger die Wahlen und je näher der Wahltag rückt, desto mehr stürzen sich die Medien auf jedes noch so kleine Detail, welches Pro oder Kontra die Kandidaten ist.
Der größte und bunteste Medienzirkus ist zweifelsohne die Wahl des amerikanischen Präsidenten. Über den Wahlkampf Obama / McCain wurde selbst in Europa täglich berichtet. Und auch die Vorwahlen waren uns Europäern jeden Tag präsent.

George Clooney, Regisseur und Darsteller von „The Ides of March – Tage des Verrats“ zeigt uns Wahlkampf in den obersten Reihen. Die Machspielchen der Entscheidungsträger auf dem Weg in das Weiße Haus. Es ist eine fiktive Geschichte im Kampf Demokraten gegen Republikaner. Protagonist Stephen Meyers (Ryan Gosling) wird als oberster Wahlkämpfer durch eine Intrige gestürzt. Sowohl um seine Karriere als auch um sein Liebesleben ist er nicht zu beneiden. Aber vielleicht gibt es noch einen Weg zurück an die Spitze... und das ist auch der Moment wo der Film endlich an Fahrt aufnimmt. So glaubhaft dem Zuschauer im ersten Filmdrittel die Protagonisten und Wahlkämpfer vorgestellt werden, so furchtbar trocken ist dieser Teil auch. Tatsächlich sind mir in diesem sehr dialoglastigen Teil die Augen fast zugefallen... die Balance zwischen Emotion und Information wird nicht gewahrt.

Erst mit dem Fall des Protagonisten nimmt „The Ides of March“ an Fahrt auf und wird zunehmend spannender. Aus dem Drama wird beinahe ein Thriller und die Zuschauer erwachen in ihren Kinosesseln. Clooney macht von nun an als Regisseur alles richtig. Als Darsteller kann er in seiner Rolle als Präsidentschaftskandidat auch nichts falsch machen. Selbstbewusste Rollen sind sein Metier.

Protagonist Ryan Gosling schlägt sich gut, auch wenn ein wenig mehr Mimik dem Kinoerlebnis zuträglich gewesen wäre. Sein Pokerface ist jedoch keineswegs unpassend für die Rolle die er spielen soll – der berechnete Berufswahlkämpfer auf der Überholspur. Jedes Zeichen von Schwäche kann und wird in den obersten Reihen der Politik gegen einen verwendet werden. So die Prämisse des Films.

Vergleiche zu anderen Filmen fallen schwer aber irgendwie so läuft es ab im Wahlkampf der Amerikaner. Das Drehbuch hat George Clooney zusammen mit Grat Heslov („The American“, „Good Night, and Good Luck.“) geschrieben und beide haben Erfahrung auf dem Terrain der Politfilme. Das sehr spezifische Thema  von „The Ides of March“ führt dazu, dass man sich schon für Politik interessieren muss, um dem Film einen Kinoabend zu opfern. Aber er wird sein Publikum finden. Schade nur dass das erste Filmdrittel nicht ein wenig interessanter in Szene gesetzt wurde.


Filmkritik von rom

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Bilder / Fotos

The Ides of March - Tage des Verrats

© Tobis Film

Kommentare


ottokar
12.12.2011, 14:28:58
The Ides of March
Ein grosses Lob hat George Clooney verdient, nicht nur als Darsteller, viel mehr als Regisseur, der weiss, wie man einen guten Hollywood-Mainstream-Film macht, was er ja schon mit "Good Night, And Good Luck" bewiesen hat. Da darf man sich auf weitere Clooney-Filme hoffen, bei denen er Regie führt.

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USA

Alternativ- bzw. Originaltitel
The Ides of March




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