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The Green Hornet| Kritik 8/10

Kinostart
13.01.2011



Handlung

Britt Reid (Seth Rogen) ist der Sohn des prominentesten und mächtigsten Medienmagnaten von LA – und vollauf damit zufrieden, die örtliche Party-Szene aufzumischen und auch weiterhin ein planloses Leben zu führen. Doch als sein Vater (Tom Wilkinson) plötzlich auf mysteriöse Weise stirbt und Britt sein gewaltiges Medienimperium erbt, ändert sich alles. Britt geht eine ungewöhnliche Freundschaft mit Kato (Jay Chou), einem der fleißigsten und erfinderischten Angestellten seines Vaters, ein. Gemeinsam sehen sie ihre Chance gekommen, zum ersten Mal in ihrem Leben etwas Sinnvolles zu tun: Verbrechen bekämpfen. Als "The Green Hornet" streift Britt gemeinsam mit Kato nachts durch die Straßen von LA. Die beiden sorgen schnell für einiges Aufsehen mit ihrer rollenden, mobilen Festung auf Rädern. Mit Katos cleveren Gadgets bekämpfen sie die bösen Jungs und mit Hilfe von Britts neuer Sekretärin, Lenore Case (Cameron Diaz), beginnen sie mit der Jagd auf den Mann, der die ganze Unterwelt von LA kontrolliert: Benjamin Chudnofsky (Christoph Waltz). Doch Chudnofsky hat bereits seinen eigenen Plan, wie er "The Green Hornet" ein und für alle mal aus dem Weg räumen will.


Filmkritik | The Green Hornet

Endlich ist er da, der neuste Film des französischen Querdenkers Michel Gondry, dem Visionär hinter Filmen wie „Science of Sleep“ oder „Vergiss mich nicht“. Es ist ein uralter Trick Hollywoods, talentierte Jungregisseure, die sich bereits im Ausland oder in der US-Independent-Szene einen Namen machten, nach Kalifornien einzuladen, um sie für große Eventfilme einzuspannen. Dieser Kniff kann funktionieren - wie im Falle von Christopher Nolan - kann aber auch zu bescheidenen und/oder widersprüchlichen Ergebnissen führen - wir erinnern uns noch mit Grauen an „X-Men Origins: Wolverine“ von Gavin Hood. Die Skepsis wie sich Gondry schlagen würde, war also berechtigt, schließlich vertraute ihm Sony 90 Millionen Dollar an, mehr als das vierfache von dem, was seine anderen US-Produktionen kosteten.

Als erstes darf Entwarnung gegeben werden, Michel Gondry hat seine kommerzielle Meisterprüfung bestanden. Er vermochte zwar nicht dem Blockbusterkino die erhoffte Frischzellenkur zu verpassen, aber er konnte zumindest einige wenige Akzente setzen. „The Green Hornet“ geht einen Mittelweg zwischen klassischer Comicverfilmung, wie wir sie von „Spider-Man“ kennen, sowie modernen und selbstreflexiven Comicadaptionen wie „Kick-Ass“. Auch die grüne Hornisse besteht -  wie es sich für einen ersten Teil einer potentiellen Filmreihe gehört - größtenteils aus Einführung und Exposition und erst gegen Ende darf Christoph Waltz seine Abwandlung des Standartenführers Hans Landa etwas entfalten. Andererseits versuchte Gondry besonders bei den Charakteren und der visuellen Umsetzung noch Nuancen einzubauen, die „The Green Hornet“ aus der Masse der anderen Comicfilmen abheben sollten. Eine Gratwanderung zwischen dem unbändigen Einfallsreichtum des Regisseurs - und den gibt es auch beim grünen Insekt zu sehen, keine Sorge! - und einer einfachen Verständlichkeit, die ein möglichst breites Publikum anspricht. Aber auch der Einfluss von Seth Rogen ist besonders bei den teils klamaukigen Dialogen spürbar. Ebenfalls spürbar ist der konvertierte 3D-Effekt, der als gelungen bezeichnet werden darf. Nicht jeder Shot ist geglückt, aber der positive Eindruck überwiegt.

Die Gondry- und Arthouse-Fans sollten sich aber nichts vormachen. „The Green Hornet“ ist Kommerzkino in Reinform, trotz der extravaganten Handschrift des Regisseurs. Der Film bietet gute Unterhaltung, einige raffinierte Inszenierungstricks, aber inhaltlich kaum Substanz. An einigen Stellen erinnern Seth Rogen und sein Sidekick an die schräge kleine Anti-Heldenkomödie „Mystery Men“ mit Ben Stiller. Skurrile Ansätze, ungeschliffene Charaktere, leicht zotige Dialoge, abstruse Action und konventionelle Handlung. Trotz allem wirkt alles zusammen stimmig. Kurz gesagt, der Franzose und Rogen retteten das konventionelle und biedere Drehbuch-Bienchen, in dem sie ihm etwas Biss und Charakter verliehen.


Filmkritik von Orlindo Frick

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Bilder / Fotos

The Green Hornet

© Sony Pictures Releasing GmbH

Kommentare


niggel99
11.06.2011, 00:39:37
WOW! Dachte ich-WIE COOL!!! THE GREEN HORNET wird verfilmt!!!!und dann: The Green Hornet ist alles das, was einen guten Actionfilm im Comiclook nicht ausmacht. Das Drehbuch ist schwach bis nichtig die äh....Handlung fragwürdig. Die Charaktereinführung zum Beispiel ist völlig Erbärmlich! Es passt Storytechnisch einfach sehr wenig zusammen. KATO der noch recht cool ist und auch seine Toys sind ja noch ganz witzig aber der Hauptcharakter ist soo lachhaft unnütz-kann nix-garnix-nicht fighten ist "cool" auf 3tklässler Hauptschuleniveau und die Logiklücken sind leider auch nicht wenig. Die Figuren sind leer und platt dargestellt Was Cameron Diaz und Waltz in dem Film zu suchen hat??? Sie sagen ihre platten 5 Sätze und am Ende war's das. Vollkommen lächerlich. Mir kommt es sowieso vor als ob das Drehbuch beim Saufen entstanden ist. Solche dämlichen nichtigen Dialoge (Deutsche Fassung) habe ich schon ewig nicht mehr gehört.Zwischen den ( recht gut und soliden Action und Ballerszenen schleicht sich dann aber derart gähnende Langeweile ein, Seth Rogen haut einen plumpen Spruch nach dem anderen raus und Jay Chou ist wirklich nichts anderes als ein Sidekick ohne jeden noch so kleinen Hintergrund. Einzig Christoph Waltz holt aus seiner Rolle immerhin das meiste raus. Sein "frustrierter" Bösewicht ist wirklich seltsam witzig aber wirkt durch Waltz's Sprache und Mimik herrlich durchgedreht. 3D steht auf dem Filmcover drauf, ist aber mal wieder nicht drin.... Es ist schon eine Unverschämtheit das der Film als 3D-Film verkauft wird. Ich habe ca.0"echte" 3D Effekte gezählt. Der Film bekommt von mir 5 Zitronen für Regie-Story-Umsetzung-Pseudo3D-Logikfehler und 1 Stern wegen Waltz .Alles in allem ist Michel Gondry eine richtig miese, schwache Verfilmung der Serie The Green Hornet gelungen. Da gibt es hoffentlich keinen 2 Teil.....weil schlechter wie grottenschlecht geht nicht! Das Orginal mit BruceLEE von 1966 war und ist heute noch zehnmal cooler und für damals revolutionär! schade

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