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The Good, The Bad, The Weird| Kritik 7/10

Kinostart
30.07.2009



Handlung

In der Mandschurei der 1930er, einem Land der Gesetzlosigkeit und Revolverhelden, führt das Schicksal drei unterschiedliche Ganoven auf der Suche nach einer mysteriösen Karte zusammen. Und alles beginnt in einem Zug mitten in der Mandschure. Tae-goo (Song Kang-ho) kann durch einen Überfall auf den Zug, als Erster in den Besitz der wertvollen Karte gelangen, doch Do-won (Jung Woo-sung) und Chang-yi (Lee Byung-hun) sind ihm bereits dicht auf den Fersen.

Do-won, the Good, ist ein gerissener, einsamer Kopfgeldjäger, der sich nicht in die Karten schauen lässt. Chang-yi, the Bad, führt eine Bande knallharter Ganoven an. Er kann es nicht ertragen, den Kürzeren zu ziehen. Tae-goo, the Weird, ist ein scheinbar unbedarfter Zugräuber, der neun Leben zu haben scheint. Do-won und Chang-yi nehmen, jeder auf seine Weise, die Verfolgung von Tae-goo und der Karte auf. Eine wilde Jagd quer durch die Mandschurei, bei der die Karte mehrmals den Besitzer wechselt, beginnt. Doch auch die japanische Armee und asiatische Banditen sind hinter dem Stück Papier her. Wer der drei unterschiedlichen Ganoven kann die Karte in seinen Besitz bringen und den rätselhaften Ort, den sie kennzeichnet, als Erster erreichen? Und wer sind sie wirklich, die seltsamen drei Banditen?


Filmkritik | The Good, The Bad, The Weird

The Good, the Bad, the Weird“ ist eine Hommage an den Streifen „The Good, the Bad and the Ugly“ von Sergio Leone aus dem Jahr 1966. Der Regisseur des Films Ji-woon Kim geht dabei von einer ganz ähnlichen Grundkonstellation aus: drei Männer, die einen Schatz jagen. Der Kopfgeldjäger Do-won, der Gute, Bösewicht Chang-yi, der Böse und Dieb Tae-goo, der Seltsame. Doch darf man keinen Abklatsch von Sergio Leones Klassiker erwarten. Neben der Location ist auch die Stimmung in „The Good, the Bad, the Weird“ eine andere. Während „The Good, the Bad and the Ugly“ ein eher ernster Film mit wenigen humorvollen Stellen ist, ist Kim Jee- Wons Film humorvolle, leichte Kost, die das Augenmerk eher auf die Action als auf die Handlung gelegt hat. Ich glaube auch nicht, dass Ji-woon Kim vor hatte Sergio Leone Konkurrenz zu machen.

Ji-woon Kim ist der neue Superstar des koreanischen Kinos. Mit dem Horrorfilm „A Tate of Two Sisters“ landete er einen internationalen Erfolg. Das amerikanische Remake ist als Der Fluch der zwei Schwestern in die Kinos gekommen. Mit „The Good, the Bad, the Weird“ will er daran anknüpfen.

Der Film erzählt die Geschichte von drei koreanischen Flüchtlingen im japanischen Kaiserreich der dreißiger Jahre. Historisch gesehen also nicht ganz abwegig.
Doch nicht die Story ist hier das entscheidende, sondern die Form. Und die überzeugt, da sie unterhält: Es ist eine Art Westen mitten in Asien. Klassische Westernszenen wie die Schlägerei in einem Wirtshaus kommen vor, ein Zugüberfall und eine Verfolgungsjagd mitten in der Wüste. Im wahrsten Sinne ein fantastisches Kinoerlebnis für Erwachsene. Belohnt wurde dies bereits von mehr als sieben Millionen Zuschauern in Korea.

In jeder einzelnen Sekunde von „The Good, the Bad, the Weird“ hat man einfach nur Spaß und ist begeistert vom Mut und dem Können des Regisseurs, der seine sowie die visuellen Möglichkeiten voll ausgereizt hat.
Man kann nur hoffen, dass sich einige Nachahmer aus Europa Ji-woon Kim als Vorbild nehmen und uns in nächster Zeit ein ähnlich wildes und phantastisches Werk zu Teil werden lassen. Hoffentlich auch mit ähnlich eindrucksvollen Sets wie dem "Ghost Market" oder dem Zug, der bis ins kleinste Detail stimmig ist.
Das gepaart mit sorgfältig choreografierten Schlachten und Duellen und dem passenden Soundtrack macht „The Good, the Bad, the Weird“ zu einem echt guten Western. Für die Choreographie war Actionchoreograph Doo-hong Jung zuständig.

Die drei Schauspielergrößen Kang-ho Song, bekannt aus „The Host“, Byung-hun Lee und Woo-sung Jung verkörpern die Rollen des Guten, des Bösen und des Seltsamen hervorragend. Trotz der körperlichen Anstrengungen, die dieser Film so mit sich brachte, merkt man, dass alle drei Spaß an ihren Rollen hatten.


Filmkritik von Gastautor

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Bilder / Fotos

The Good, The Bad, The Weird

© 20th Century Fox

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Steckbrief
Regie
Kim Ji-woon

Darsteller
Jung Woo-sung, Lee Byung-hun, Song Kang-ho

Genre
Western
Gastkritiken
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Filmfacts
Herstellungsland
Südkorea

Alternativ- bzw. Originaltitel
Joheun nom nappeun nom isanghan nom




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