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The Fall| Kritik 7/10

Kinostart
12.03.2009



Handlung

Im Los Angeles des Jahres 1920 wird der bei Dreharbeiten schwer verletzte Stuntman Roy Walker (Lee Pace) in ein Krankenhaus eingeliefert. Dort trifft er auf die fünfjährige Alexandria (Catinca Untaru), welche wegen eines gebrochenen Arms behandelt wird und die sich zu Tode langweilt. Also beschließt Roy das Mädchen mit einer fantastischen Geschichte über fünf sehr unterschiedliche Figuren zu unterhalten: Einen maskierten Degenhelden (wieder Lee Pace), einen italienischen Sprengstoffexperten (Robin Smith), Charles Darwin (Leo Bill), einen entflohenen, afrikanischen Sklaven (Marcus Wesley) und einen indianischen Schamanen (Julian Bleach). Alle fünf haben noch eine Rechnung mit dem Gouverneur Odious (Daniel Caltagirone) offen, also entführen sie seine Verlobte (Justine Waddell, die auch eine Krankenschwester spielt) und warten darauf, dass er zu ihrer Rettung heran eilt.


Filmkritik | The Fall

Regisseur und Drehbuchschreiber Tarsem Singh hat die Idee zu der Handlung dem bulgarischen Film "Yo Ho Ho" aus dem Jahr 1981 entnommen. Mehrere Jahre lang drehte er in mehr als 20 verschiedenen Ländern, nur um jedem der atemberaubenden Schauplätze der Handlung möglichst gerecht zu werden: Architektonische Kuriositäten und jede erdenkliche landschaftliche Kulisse, in epischer Breite und in schillernden blauen, roten und weißen Tönen. Die Kostüme stehen dem in nichts nach und wehen in den grellsten Farben im Wind.

Während man sich also der optischen Anmut der Bilder kaum entziehen kann, tut sich Tarsem schwer damit, die Settings in einer logischen Handlung miteinander zu verknüpfen. Das ist wahrscheinlich mit ein Grund dafür, dass man den Film eigentlich keinem speziellen Genre zuordnen kann - der Grundton springt von Slapstick zu dem einer Reisedokumentation und weiter zu herzzereissendem Drama. Auch gibt es keinen echten Spannungsaufbau innerhalb der Handlung, mal abgesehen von der prickelnden Frage, an welchen fantastischen Ort uns die Story als nächstes führen wird. Angesichts der prachtvollen Kulissen und Kostüme scheint sich dann sogar ein gestandener Akteur wie Lee Pace ("Pushing Daisies") ein wenig verloren zu fühlen.

Tarsem scheint sich bei dem Verfassen des Drehbuches ein wenig an Filmen wie "Die Braut des Prinzen", einer Ode an das klassische Geschichten-erzählen, verpackt in das Szenario einer Gute-Nacht-Geschichte, orientiert zu haben. Spätestens aber wenn Roy Alexandria bittet, für ihn Morphin zu stehlen, damit er sich umbringen kann, wird uns wieder klar, in welch düsterem Terrain wir uns befinden. Davon abgesehen gibt es diverse grimmig-brutale Handlungswendungen. Dennoch - Tarsems pompöse und anspruchsvolle Inszenierung und seine nüchterne Herangehensweise lassen den Zuschauer eher in dem Eindruck zurück, er sei gerade in der Kunstgallerie gewesen und nicht etwa im Kino. Und wenn die Ausstellung so beeindruckend ist wie diese, dann muss das nicht unbedingt schlecht sein.


Filmkritik von Gastautor

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Bilder / Fotos

The Fall

© Capelight Pictures

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Steckbrief
Regie
Tarsem Singh

Darsteller
Catinca Untaru, Daniel Caltagirone, Justine Waddell, Lee Pace, Marcus Wesley, Robin Smith

Genre
Drama, Fantasy

Tags
Krankenhaus
Gastkritiken
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Drehorte
Filmfacts
Herstellungsland
Großbritanien, Indien, USA




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