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The Expendables| Kritik 8/10

Kinostart
26.08.2010



Handlung

Das einzige, was sie im Leben kennen, ist der Kampf. Den einzigen Menschen, den sie vertrauen, sind sie selbst. Sie sind die Expendables: Anführer und Stratege Barney Ross (Sylvester Stallone), der ehemalige SAS-Messerexperte Lee Christmas (Jason Statham), der Nahkampfspezialist Yin Yang (Jet Li), der auf Feuerwaffen spezialisierte Hale Caesar (Terry Crews), der Sprengstoff-Experte Toll Road (Randy Couture) und der Scharfschütze Gunnar Jensen (Dolph Lundgren). Die Expendables werden beauftragt, sich in ein südamerikanisches Land einzuschleusen und dessen skrupellosen Diktator zu stürzen. Als die Mission in vollem Gange ist, erkennen die Männer, dass der Auftraggeber ein doppeltes Spiel mit ihnen treibt. Ein Spiel, dem auch die Expendables zum Opfer fallen sollen. Doch die sechs Männer sind hartnäckiger und widerstandsfähiger als gedacht.


Filmkritik | The Expendables

Im Dunstkreis der Action Filme ist das Konzept hinter "The Expendables" natürlich ein Geniestreich. Trommle alle Action-Ikonen der letzten zwei Dekaden zusammen, bewaffne sie bis an die Zähne und entsende sie auf eine möglichst bleihaltige Einmal-zur-Hölle-und-zurück Mission. Regisseur und Hauptdarsteller Stallone mag bis obenhin mit Steroiden abgefüllt sein - seinem Gespür für gute Filmideen hat das jedenfalls nicht geschadet. Dieser Streifen ist sein Baby und durch die Mitwirkung von Hau-Drauf Spezialisten wie Jason Statham, Jet Li, Dolph Lundgren, Steve Austin, Randy Couture, Terry Crews und Mickey Rourke an Testosterongehalt nicht mehr zu überbieten.

Die rahmengebende Handlung ist nicht nur so dünn wie die Butter auf dem Brot von Calista Flockhart, sie ist auch gänzlich überflüssig, schließlich ist anzunehmen, dass sich der typische Expendables-Kinogänger nichts sehnlicher wünscht, als dass die Action möglichst schnell ins Rollen kommt. Stallone gibt sich dennoch Mühe seiner Darstellerriege durch ein wenig Hintergrundwissen mehr Tiefe zu geben. Geschenkt. Denn immerhin kommt er dennoch recht schnell zur Sache und schafft es, das Tempo bis zum Ende des Films auf einem beachtlichen Niveau zu halten. Eine Pause macht der Film nur für die denkwürdige Szene, in der die Herren Stallone, Willis und Schwarzenegger erstmalig gemeinsam vor der Kamera zu sehen sind, inklusive eines süffisanten Seitenhiebs auf die politischen Ambitionen des Ex-Terminators. Eine wahrlich denkwürdige Pause.

Auch wenn die Action, welche wie man bereits ahnen kann, den Großteil des Films ausmacht, Spaß macht, so gibt es doch Grund zur Beanstandung: Warum muss man sich ein Beispiel an Filmen nehmen, die möglichst hektisch und verwackelt im MTV Stil gedreht und geschnitten wurden? Wenn man einen Martial Arts Künstler wie Jet Li an Bord hat, dann stellt man die Kamera auf ein Stativ, schaltet sie ein und genießt das ästhetische Schauspiel. Es ist wie bei einer Tanznummer von Gene Kelly. Einfach zurück lehnen und geniessen. Hier verschenkt der Film eine Menge seines visuellen Potentials.
Abgerundet wird die beeindruckende Darsteller Riege von Eric Roberts, der den aalglatten Obermotz verkörpert und dabei stellenweise an seine Rolle aus "The Dark Knight" erinnert. Rourkes Charakter hat den einzigen etwas rührseligen Augenblick des Films, in welchem er über die Tragödie lamentiert, seine Ideale und letztlich seine Seele zu verlieren. Dem Vergnügen tut das aber keinen Abbruch. Im Stile eines "Stirb langsam 4.0" will "The Expendables" zu keinem Zeitpunkt in irgendeiner Weise realistisch sein. An einer Stelle des Films wird Stallones Filmfigur gefragt, wie es sein könne, dass er auf einmal da ist und er antwortet nur "Ich bin es eben". Dasselbe lässt sich über den Film sagen. Wer damit leben kann, wird den Kauf der Kinokarte nicht bereuen.


Filmkritik von Gastautor

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Bilder / Fotos

The Expendables

© 20th Century Fox

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