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The Brothers Bloom| Kritik 7/10

Kinostart
27.08.2009



Handlung

Die Brüder Bloom, zwei trickreiche Betrüger, finden in der attraktiven jungen Millionenerbin Penelope (Rachel Weisz) das perfekte Opfer für ihr nächstes großes Ding. Doch das Schicksal will es ganz anders: Penelope wird zu einer unerwarteten Verbündeten in ihrer Gaunerei. Und dann erliegt auch noch einer der Brüder Penelopes Schönheit und Intelligenz.


Filmkritik | The Brothers Bloom

Mit „Brothers Bloom“ ist Regisseur Rian Johnson ein wunderbar zeitloser Film von beträchtlichem Charme gelungen. Auf zauberhafte Art und Weise weiß er Abenteuerfilm, romantische Komödie, Thriller und Roadmovie mit einem Drama unter Brüdern zu verknüpfen. Dass Johnson den Genremix liebt und auch virtuos beherrscht, hatte er schon 2005 mit seinem Spielfilmdebüt „Brick“ unter Beweis stellen können. Dabei wird die Geschichte dieses ungleichen Brüderpaares, das den Trickbetrug zur Kunst und Meisterschaft erhoben hat, intelligent und komplex erzählt. „Brothers Bloom“ ist ein verschachtelter Plot der Bluffs und Finten, der Tricks hinter den Tricks, mit doppeltem und dreifachen Boden. Eine Story, die lustvoll Haken schlägt und die gängige Erwartungshaltung des Zuschauers mehr als einmal ins Leere laufen lässt. Der Zuschauer ist gefordert. Wer gedanklich nicht am Ball bleibt, ist hier bald raus aus dem Spiel.

Doch Johnson, der auch als Drehbuchautor gekonnt die Konstruktionsfäden zieht, hält den Zuschauer bei der Stange. Der Filmemacher taucht ihn ein in Wechselbad der Gefühle: auf der einen Seite Situationskomik, Wortwitz, geschliffene Dialoge, leise Komik und romantische Gefühle, auf der anderen Seite Melancholie, Tristesse und Verzweiflung. Dieser Film der schönen Überraschungen und überraschenden Wendungen ist mit einer Sorgfalt und Subtilität inszeniert, die beinahe schon altmodisch anmutet. Hier stimmt das Timing und die Schauspielführung ist – bis in die kleinste Nebenrolle – von starker Überzeugungskraft. Adrian Brody („Das Piano“, 2002) und Mark Ruffalo („Zodiac - Die Spur des Killers“, 2007) überzeugen als das ungleiche Brüderpaar, Rachel Weisz („Die Mumie“, 1999, „Der ewige Gärtner“, 2005) spielt nuancenreich die millionenschwere Eremitin, Rinko Kikuchi („Babel“, 2006) brilliert als durchgeknallte Sprengstoffexpertin und Robbie Coltrane („Für alle Fälle Fitz“) bringt seine außerordentliche Präsenz ins Spiel. Europas Regie-Altmeister Maximilian Schell, auch als Schauspieler längst eine Legende, bringt als "Fagin", eine Anspielung auf die gleichnamige Gestalt im Roman "Oliver Twist" von Charles Dickens, den beiden blutjungen Brüdern aus dem Waisenheim die Geheimnisse des Täuschens und Betrügens bei.

Mit „Brothers Bloom“ hat Rian Johnson ganz bewusst Anklänge an George Roy Hills „Der Clou“ (1973) mit Paul Newman und Robert Redford geweckt. Vor allem aber erinnert sein Film in atmosphärischer Hinsicht aufs schönste an „Die fabelhaften Baker Boys“ (1989) von Steven Kloves mit Jeff und Beau Bridges sowie Michelle Pfeiffer.


Filmkritik von Gastautor

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The Brothers Bloom

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