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Terminator - Die Erlösung| Kritik 4/10

Kinostart
04.06.2009



Handlung

Es ist das Jahr 2018, die Welt liegt in Trümmern. Trotz aller Bemühungen in der Vergangenheit, die Terminatoren haben die Kontrolle über einen großen Teil der Welt erlangt. Der Widerstand wird angeführt von John Connor (Christian Bale). Sein Weg kreuzt sich mit dem von Marcus Wright (Sam Worthington), dessen Vergangenheit im unklaren liegt. Zwar scheint es so, dass Wright aus einer anderen Zeit kommt, aber es ist unklar ob aus der Zukunft oder der Vergangenheit. Doch gemeinsam haben Connor und Marcus die Chance die Menschheit zu retten und die Vernichtung abzuwenden. Ihr Ziel ist das Innerste der Skynet Organisation, der Ursache für alle Probleme.


Filmkritik | Terminator - Die Erlösung

Es ist nichts mehr so wie früher. Da wurde Schokoladeneis noch mit richtiger Schokolade gemacht und der Terminator war noch nicht Gouvernator. Nun mag man sich an dieser Stelle grundsätzlich über das Für und Wider eines „Schworzenäggers“ als Schauspieler unterhalten können, aber es ist nun mal faktisch belegbar, dass kaum eine Marke es überlebt, wenn man sie sämtlicher Markenzeichen beraubt. Terminator 4 zeigt das in aller drastischen Konsequenz und kann gleichzeitig als hervorragendes Beispiel dafür dienen, dass oft tatsächlich Schrott dabei rauskommt, wenn man nur genug Schrott an das Set schafft.
Dabei wäre es ja grundsätzlich keine so schlechte Idee, würde man uns wirklich vom Terminator erlösen, aber genau das tut der Film eben nicht. Im Gegenteil: Man entwickelt eine geradezu manische Sehnsucht nach der Rückkehr desjenigen, der dieser Ansammlung schwergewichtiger Versatzstücke ein Gesicht geben könnte. Kann man Christian Bale böse sein, dass er sich für diese Rolle hat bezahlen lassen? Kaum, denn es ist nicht seine Schuld, dass es in Terminator 4 nicht viel für ihn zu tun gibt. Und dass der prominente Mime diesen schwachbrüstigen Aufguss vor der Schrottpresse bewahren würde, das haben wahrscheinlich nicht mal die Macher ernsthaft angenommen.

Natürlich: Viele werden an dieser Stelle von einem routiniert gemachten Action-Abenteuer und auf die durchaus sehenswerten Computeranimationen verweisen, aber das trifft anno 2009 auf jeden zweiten Film zu. Es sind gar nicht einmal die überbordenden Actionsequenzen, die binnen der Gesamtlaufzeit nur gelegentlich durch Handlungsfragmente unterbrochen werden, die „Terminator 4 – Die Erlösung“ zum beliebigen Filmprodukt machen. Vielmehr ist es die seltsame Blutleere, die auf der gesamten Produktion zu lasten scheint. Dort, wo die Vorgänger auch mal ein Augenzwinkern zugelassen haben, geht es so bierernst zu wie in der Alteisenbranche. Die wenigen Anspielungen auf die erfolgreichen und weitaus unterhaltsameren Vorgänger reichen einfach nicht aus, um McGs Film nah genug an den Geist des Terminator-Universums heranzubringen, zumal eine Vielzahl logischer Brüche eher für ein ungläubiges „Hä?“ als für ein wissendes „Aha!“ sorgen.

Wer bereit ist, die alten Terminator-Filme aus dem Gedächtnis zu streichen und sich über fast 2 Stunden einer recht ermüdenden Materialschlacht auszusetzen möchte, mag hier Erlösung finden – Fans der ersten Stunde sollten allerdings über ein gewisses Maß an Toleranz verfügen.


Filmkritik von Gastautor

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Terminator - Die Erlösung

© Sony Pictures Releasing GmbH

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Herstellungsland
USA, Deutschland, Großbritannien

Alternativ- bzw. Originaltitel
Terminator Salvation

Budget
200 Mio. US-Dollar


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