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Takers| Kritik 6/10

Kinostart
28.10.2010



Handlung

Eine berüchtigte Bande von Kriminellen (Idris Elba, Paul Walker, T.I., Chris Brown, Hayden Christensen und Michael Ealy) versetzt die Polizei immer wieder in Staunen, weil sie die perfekten Banküberfälle begeht. Sie kommen und gehen präzise wie auf Knopfdruck, hinterlassen keinerlei Spuren und verschwinden vor und nach ihren Raubzügen komplett von der Bildfläche. Doch als sie einen letzten Job durchziehen wollen, bei dem es um mehr Geld als jemals zuvor geht, durchkreuzt ein hartgesottener Detektiv (Matt Dillon) ihre Pläne. Denn der ist wild entschlossen, den Fall zu lösen.


Filmkritik | Takers

Stilvoll, unterhaltsam, aufregend aber doch ab und an etwas zu glatt und inhaltslos – so lässt sich John Luessenhops (Regie und Drehbuch, bekannt durch „Lockdown“) neuestes Werk „Takers“ mit wenigen, treffenden Worten umschreiben. Und dennoch hat das Gangsterdrama das gewisse Etwas. Ob es nun Eleganz, Rasanz, vielleicht doch Tiefgang zwischen den Zeilen oder einfach nur die geschickte Anreihung von Stars und Klischees ist, bleibt wohl jedem Zuschauer selber überlassen.

Von der ersten bis zur letzten Filmminute ist „Takers“ vor allem mit Folgendem gespickt: mit allzu typischen Statussymbolen. Sündhaftteure sowie protzige Fuhrwerke und maßgeschneiderte Edelanzüge fehlen ebensowenig, wie umwerfend schöne, wilde aber auch mal stille Frauen und schillernde oder düstere Schauplätze. Doch auch zahlreiche Genreklischees – von der Verfolgungsjagd über beängstigende Mafia-Versammlungen bis hin zum Zeitlupe-Kugelhagel - finden sich immer wieder zwischen der, zugegeben sehr gut untermalenden, Filmmusik und den gelungenen Kameraführungen, die je nach gewünschter Laune gemeinsam Beklemmungs- oder Glücksgefühle beim Zuschauer auslösen.

In die Hauptrolle des Neuzeitpaten Gordon Jennings schlüpft Idris Elba (bekannt aus „The Wire“), an seiner Seite spielen unter anderem „The fast and the furious“ Paul Walker, „Avatar“-Amazone Zoë Saldaña, RnB-Ikone Chris Brown und „Star Wars“-Antiheld Hayden Christensen als die „Familie“. Auf der Gegenseite finden sich Matt Dillon (bekannt durch „L.A. Crash“) als Gesetzeshüter Jack Welles und Rapper T.I. („American Gangster“) als ehemaliges Bandenmitglied „Ghost“, das die Probleme erst ins Rollen bringt. Die Besetzung stellt, neben der Filmmusik, eindeutig eines der Highlights dar. Ob es nun des Bekanntheitsgrades, oder eher der schauspielerischen Leistungen wegen ist, unterscheidet sich von Darsteller zu Darsteller. Am stärksten stechen jedoch Walker, Elba, Dillon und Saldana durch auffallendes Spiel heraus.

Weniger überzeugend kommt der Handlungsstrang daher. Neben Luessenhop schrieben noch drei weitere Autoren am finalen Drehbuch, was ausschlaggebend für das „Problem“ sein könnte. Dieses äußert sich darin, dass der Plot streckenweise sehr überladen und wirr daherkommt. Die Gründe sind schlichtweg viel zu viele Klischees auf einem Haufen: etwa die Liebesverstrickungen zwischen Bandenchef Jennings, der schönen Rachel (Saldana) und Nachwuchsmitglied John (Walker), die familiären Druckmittel in Form von drogenabhängigen Schwestern und ungeliebten Töchtern, sowie das finale Auftauchen der russischen Mafia und der Untersuchungseinheiten der Internal Affairs.

Etwas weniger wäre hier eindeutig mehr gewesen. Dennoch weiß Luessenhops „Takers“ Alt und Jung abendfüllend zu unterhalten. Wirklich zum Nachdenken anregen vermag der Streifen zwar nicht, aber die schönen Kulissen, die schnellen Autos, die hübschen Frauen und auch die gutaussehenden Männer wissen den Zuschauer und die Zuschauerinnen zu überzeugen. Prädikat: Durchaus sehenswert.


Filmkritik von Gastautor

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Takers

© Sony Pictures Releasing GmbH

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Steckbrief
Regie
John Luessenhop

Darsteller
Chris Brown, Hayden Christensen, Idris Elba, Jay Hernandez, Matt Dillon, Michael Ealy, Paul Walker, Steve Harris, T.I., Troy Brenna, Zoë Saldaña

Genre
Action, Thriller
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Herstellungsland
USA




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