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Sucker Punch| Kritik 3/10

Kinostart
31.03.2011



Handlung

Alles nur ein Traum? Besser als die Realität ist es allemal. Jedenfalls wurde Babydoll (Emily Browning) eingesperrt. Uns dies keineswegs freiwillig! Doch sie gibt sich nicht geschlagen und zieht in den Kampf für die Freiheit. Unterstützung bekommt sie von Blondie (Vanessa Hudgens), Rocket (Jena Malone), Amber (Jamie Chung) und Sweet Pea (Abbie Cornish).

Die vier Mädels ziehen in den Krieg gegen fantastische Gegner wie Samurai-Kämpfer und Drache können aber jederzeit auf ihr beeindruckendes virtuelles Waffenarsenal zurückgreifen. Wen müssen sie Besiegen um ihrem Ziel näher zu kommen? Was müssen sie aufgeben um sich selbst zu retten? Mag sein, dass ein weiser Mann (Scott Glenn) Antworten hat...


Filmkritik | Sucker Punch

Ungewöhnliche Filme bedürfen ungewöhnlicher Kritiker-Maßnahmen. „Sucker Punch“ ist das neuste Kind, das aus Zack Snyders bonbonfarbenen Malkasten entsprang - einem Gewaltästheten, dem Michael Bay der Youtube-Generation und was viele nicht wissen, seit „Sucker Punch“ auch einem stolzem Drehbuchautoren. Ein Umstand, der dem Film mehr zu schaffen macht, als alle Debatten rund um den Regisseur, seine Vorliebe für gewaltverherrlichende, faschistische Stilmittel, die Zerstückelung des Films um ganze 18 Minuten oder die fragwürdigen Frauendarstellungen zusammen. Snyder entwickelte aus mehreren Glückskeksbotschaften einen ganzen Film. Ein „besonderer“ Film, der einer „besonderen“ Kritik bedarf:

Sucker Punch“ ist...

...der Versuch eines Frauenhassers, einen feministischen Film zu machen.
.
..der Versuch, Bubenträume mit Männerträumen zu verbinden.
...die Erkenntnis, dass sich solche Träume nicht verbinden lassen.
...der Beweis, dass zurechtgeschnittene Männerträume zu Wichsvorlagen für Minderjährige verkommen.

...der Versuch, „Transformers 2“ und „Tron - Legacy“ qualitativ zu unterbieten.
...der Beweis, dass Zack Snyder dieses traurige Kunststück gelang.
...der Versuch, Alice im Wunderland-Autor Lewis Carroll nachzueifern.
...die Erkenntnis, dass nicht jedem Schreibtalent in die Wiege gelegt wurde - erst recht nicht Zack Snyder.
...der Beweis, dass „Style over substance“ keine Beleidigung sein muss.
...der Beweis, dass stümperhaftes, ignorantes, dilettantisches Macho-Kino dagegen durchaus so zu verstehen ist.
...der Beweis, dass Scott Glenn der beste Schauspieler aller Zeiten ist, weil er die schlechtesten Oneliner seit Menschengedenken, ohne eine einzige Mine zu verziehen, wiedergibt.
...der Versuch „Kill Bill“-Regisseur Quentin Tarantino nachzueifern.
...der Versuch „Moulin Rouge“-Regisseur Baz Luhrmann nachzueifern.

...der Versuch „Herr der Ringe“-Regisseur-Peter Jackson nachzueifern.

...der Versuch „I, Robot“-Regisseur Alex Proyas nachzueifern.
...die traurige Gewissheit, dass all diese Regisseure in den vier animierten Kurzfilmen, die zusammen mit „Sucker Punch“ erschienen sind, mit mehr Verstand zitiert wurden, als im eigentlichen Film.
...ein missratener Film von Zack Snyder, die Kurzfilme zu „Sucker Punch“ - „Feudal Warrior“, „The Trenches“, „Dragon“ und „Distant Planet“ - dagegen sind gelungene und auch nachdenkliche Werke von Animator Ben Hibon, die dem „Sucker Punch“ Universum ansatzweise Sinn verleihen. Ben Hibon inszenierte auch die beeindruckende Animationssequenz in „Harry Potter und die Heiligtümer des Todes - Teil 1“.
...eine sekundenschnelle Dia-Show, die mit einer Vergewaltigung der musikalischen Popkultur unterlegt wurde und nach zehn Bildern bereits ihre selbstherrliche, kindische und - das schlimmste von allem - langweilige Veranlagung erkennen lässt.
...kein verkanntes Kunstkino oder von Kritikern ungerechtfertigt gescholtenes Guilty Pleasure-Blockbusterkino sondern schlicht ein Film, der es nicht verdient „Film“ genannt zu werden.

Zack Snyder gelang sein persönliches Showgirls. 120 Minuten voll primitiver Hirnpenetration für die pubertäre 
Petting-Generation.


Filmkritik von Orlindo Frick

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Bilder / Fotos

Sucker Punch

© Warner Bros. Pictures

Kommentare


Kiritas
07.08.2011, 00:24:34
Nunja die Kritik lässt sich schon nachvollziehen. Wie aber bereits erwähnt, sollte man diesen Film von vornherei als absoluten "No-Brainer" einorden. Wer eine Story will, die in mehr als zwei kurzen Sätzen zu erzählen ist, der wählt dringent einen anderen Film.
Für anspruchsvollere Gemüter kriegt der Film 2/10 Punkten, schließlich gibt es nix anspruchsloseres als Fantastic Four...

Für jemanden der absolut auf Action steht, guten Soundtrack mag, sowie einfach nur ein Optikgewitter erwartet, dem sei der Film wärmsten mit 10/10 Punkten ans Herz gelegt.

Schließlich kann nicht jeder Film alle Wünsche erfüllen.

mfg
Heikomon
07.06.2011, 23:28:19
Also...ich bin mit einer relativ geringen Ansprüchen ins Kino gegangen, mit dem Ziel einen Actionmovie zu sehen. Ich würde mich mal an dieser Stelle als Snyder FAN einordnen, da ich 300 einfach episch finde, kann ihn mir auch 20 mal angucken, er ist einfach geil und Watchman ist schlicht episch!

Zu SuckerPunch, zu aller erst sei der wirklich grandiose Score erwähnt, selten Soundtracks so gekonnt eingesetzt erlebt. Die Visuelle AUfmachung des Werkes reicht von Zitat: "nett, Oho, geil, megaaaa geil, sprachlos..."

Die Frauen sind ebenfalls optisch sehr lecker, an Action fehlt es nur selten, dafür sind die einzelnen Actionsequenzen sehr beeindruckend.

Ach der Storytwist, und die eigentliche "Aufklährung" der Story gen Ende hin sind meiner Meinung nach sehr gut gelungen.

Am besten ist er vlt. noch mit Fear and Loathing in Las Vegas zu vergleichen, entweder man leibt Ihn oder man hasst Ihn, dazwischen gibt es nichts!

Wie gesagt, wenn man sich auf ein teils völlig optisch überzogenes Actionmachwerk einlässt und offen für eine etwas andere Story ist, wird man definitiv gut entlohnt.

So, war meine erste Rezession hier, ich weiß das definitiv noch Feinschliff in meinen Kritiken fehlt, und hoffe dass ich mich von Kritik zu Kritik steigere.

MFG Heikomon
user
05.06.2011, 21:41:15
Das ist ein wunderbares, sehr hochqualitatives und bestens gelungenes live-action-Anime. nur so kann es gesehen und bewertet werden.- Und als solches ist es 9/10 Sternen. Mir hat der sehr gefallen - solch gute Animes sieht man ein mal alle 3 jahre.
darktower
10.04.2011, 20:15:38
Din mehrmalige Vergewaltigung einer jungen Frau in Verbindung mit Filem wie Showgirls, Transformers und Tron zu bringen.....wow!
Seltsamerweise kenne ich viele Frauen, denen der Film ausgezeichnet gefallen hat. Sind das alles Frauenhasser?
Der Soundtrack ist grandios, aber ich bin bloß Musiker, kein Filmkritiker.
Jeder Werbespot im Nachmittagsprogramm ist sexistischer, voyeuristischer und freizügiger als dieser Film, wenn der Autor im Film eine Wichsvorlage erkennt, verrät das mehr über ihn als über den Film.
By the way; ich bin weit über das pubertäre Petting Alter hinaus!
Effe
09.04.2011, 16:28:00
Nun,

ein sehr kontroverser Film wie ich meine. Mir persönlich hat dieser Streifen verdammt gut gefallen, endlich mal ein Film ohne Sinn und Verstand unterlegt mit atemberaubenden Actionsequenzen und verdammt gut aussehenden Mädels.

Wieso können Leute nicht einfach ins Kino gehen, ihr Gehirn ausschalten und die Bilder wirken lassen.

By the way, der Film ist weit entfernt von langweilig.

Ringehaun

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