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StreetDance 3D| Kritik 3/10

Kinostart
03.06.2010



Handlung

HipHop, Breakdance, Street Dance - Tanzen ist Carlys (Nichola Burley) Leben. Mit ihrer Crew hat sie es bis zu den UK Street Dance Meisterschaften gebracht. Doch um hier zu gewinnen, brauchen sie einen Ort zum Trainieren und Vorbereiten. Denn eines ist klar: Ohne harte Arbeit kommen sie nicht ans Ziel. Als ihnen die Tanzlehrerin der renommierten Royal Dance School Helena (Charlotte Rampling) anbietet, in den Räumen der Tanzakademie trainieren zu dürfen, gehen sie auf ihre außergewöhnliche Bedingung ein: Die Street-Dancer müssen die ungeliebten Ballettschüler in ihr Training einbeziehen. Zwei Welten prallen aufeinander: Nicht nur ihre unterschiedlichen Tanzkulturen scheinen unvereinbar zu sein. Sie müssen sich auch ihrer Herkunft, ihren Zielen, Ängsten und Hoffnungen stellen. Obwohl die Unterschiede zwischen den Tänzern unüberbrückbar scheinen, kämpfen sie weiter und finden ihre gemeinsame Sprache: das Tanzen. Mit jeder Drehung, jedem Tanzschritt, jedem Takt der Musik kommen sie sich näher und machen das Unmögliche möglich.


Filmkritik | StreetDance 3D

Der Tanzfilm "StreetDance 3D" setzt ganz offensichtlich auf die Zugkraft der Castingshow "Britain's Got Talent". Schließlich konnten die beiden letzten Gewinner, die zehnköpfige Tanzgruppe "Diversity" und der Ausnahmetänzer George Sampson, eine gewisse Tanzbegeisterung auf der Insel entfachen. Jedenfalls unter Teenagern. Die werden mit Sicherheit auch ihren Spaß mit dem ausgelassenen Streifen haben. Beim verbleibenden Rest ist das nicht so sicher. Das liegt unter anderem auch daran, dass die Tanzroutinen, so ansehnlich und professionell sie auch sein mögen, nichts wirklich Neues bieten. Man fragt sich auch, warum Ashley Banjo, die äußerst talentierte Choreographin von "Diversity", nur eine einzige Nummer in 98 Minuten in Szene setzen darf. Die Art und Weise, wie die Regisseure Max Giwa und Dania Pasquini das Geschehen präsentieren, nämlich mit wilden Schnitten und verspielten Freeze Shots, ist zudem leider suboptimal und macht das Zuschauen teilweise anstrengend.

Wie bei vielen Filmen in letzter Zeit, ist leider auch hier eher schlechter als rechter Gebrauch von der 3D Technik gemacht worden. Nur in einigen, wenigen Szenen blitzt das Potential auf, das hier verschenkt wurde, dafür wirkt das Bild in den meisten anderen verzerrt und entfremdet. Wie man das nicht anders erwartet hätte, hält sich auch das Drehbuch sklavisch an die für Filme dieser Art entwickelten Standard Formeln á la "Save The Last Dance" und "Step Up" - die abgelutschte Junge trifft Mädchen Story. Ansonsten werden thematisch, wer hätte das gedacht, keine großen Fässer aufgemacht. Es wird die uralte Frage erörtert, ob es wohl möglich ist, Ballet mit modernem Tanz zu kombinieren, eine Frage, die bereits Fred Astaire und Cyd Charisse ausgiebig in dem Film "The Band Wagon" aus dem Jahr 1953 beantwortet haben.

Auch in den Nebenrollen wird uns leider, bis auf einige in Erinnerung gebliebene Szenen mit Charlotte Rampling, eher Magerkost geboten. Wenn man ein größeres Publikum ansprechen und internationalen Erfolg hätte haben wollen, dann wäre es vielleicht empfehlenswert gewesen, die Geschichte rund um den schnoddrigen und ambitionierten George Sampson zu erzählen. Seine Figur macht noch den vielversprechendsten Eindruck, leider verliert sich eine Storyline aber im Gewirr der seichten Haupthandlung.
Die gute Nachricht für die Verantwortlichen ist übrigens, dass das zu erwartende Publikum von "StreetDance 3D" viel unkritischer sein wird, als ich es bin.


Filmkritik von Gastautor

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StreetDance 3D

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Steckbrief
Regie
Dania Pasquini, Max Giwa

Darsteller
Charlotte Rampling, Chris Wilson, Eleanor Bron, George Sampson, Hugo Cortes, Nichola Burley, Patrick Baladi, Rachel McDowall, Richard Winsor, Sianad Gregory, Tameka Empson

Genre
Drama, Tanzfilm

Tags
Musik
Gastkritiken
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Herstellungsland
Großbritannien




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