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Street Kings| Kritik

Kinostart
17.04.2008



Handlung

Tom Ludlow (Keanu Reeves) ist Detective beim Los Angeles Police Department und hat sich durch seine kompromisslose Herangehensweise viele Freunde gemacht, aber auch genügend Feinde. So gerät er nach einer besonders spektakulären Geiselnahme ins Visier des internen Ermittler Biggs (Hugh Laurie), der nur darauf wartet, dass Ludlow bei seiner Arbeit einen Fehler begeht. Einige Tage später stirbt Ludlows ehemaliger Partner Terrance Washington (Terry Crews) in seinen Armen. Von da an gehört Ludow zu den Hauptverdächtigen, denn Washington soll bei Biggs gegen ihn ausgesagt haben. Ludows Vorgesetzter Captain Wander (Forest Whitaker) verbietet ihm die Mörder zu verfolgen. Doch Ludlow will nur noch Rache üben und bekommt dabei Unterstützung vom jungen Nachwuchs-Cop Diskant (Chris Evans). Schon bald erkennen die beiden, dass ihre Chefs und Kollegen ein doppeltes Spiel spielen. Der Kampf gegen die korrupten Kräfte hat längst begonnen.


Filmkritik | Street Kings

Keanu Reeves widerlegt in Street Kings gründlich, dass er auf die Filmcharaktere Sience Fiction Held oder liebenswerter Schönling festgelegt ist. Die tragische Figur des Cops Tom Ludlow verkörpert er sehr glaubwürdig und zeigt dessen innere Zerrissenheit auf. Eigentlich will dieser Gesetzeshüter den brutalen Mord an seinem Kollegen rächen, doch interne Ermittler haben ihn als Hauptverdächtigen ausgemacht. Plötzlich befindet sich der bis dahin loyale Cop zwischen den Fronten. Die Glaubwürdigkeit in den Polizeiapparat schwindet immer mehr. Darstellerisch überzeugend zeigt Keanu Reeves, wie sich ein Mensch der mit dem Rücken zur Wand steht, gegen einen übermächtigen Gegner zu wehren versucht. Dabei gerät er immer mehr in einen Sumpf aus Korruption, was ihn nur noch misstrauischer werden lässt.

Wem diese Grundidee des Filmes Street Kings bekannt vor kommt, muss sich nicht wundern: Aus der Feder des Regisseurs David Ayer stammt auch das Drehbuch von "Training Day". Allerdings wird in Street Kings der Zufall nicht so sehr überstrapaziert. Der Film hat eine auffällige Ausgewogenheit zwischen Actionszenen und spannenden Dialogen. Kein Wunder denn mit dem charismatischen Forest Whitaker, wurde in der Figur des Vorgesetzten Captain Wander ein undurchsichtiger Gegenpol gesetzt. Im Laufe des Filmes gewinnt diese Person immer mehr an Gewicht. Permanent entsteht ein immer größer werdendes Klima des Misstrauens zwischen Tom Ludlow und seinen ehemaligen fast väterlichen Freund. Es ist grandios, wie Forest Whitaker die wahren Absichten dieser Figur darstellerisch verschleiern kann. Ebenso bemerkenswert ist anzusehen, wie Keanu Reeves den zunehmenden Verlust der Naivität gegenüber seiner Vorgesetzten spielt.

Die Nebenrollen in Street Kings sind alles andere als Staffage und wissen zu überzeugen: Beispielsweise Chris Evans. Er schlüpfte in die Rolle des neuen Partners an der Seite von dem rächenden Cop. Erstaunlich zeigt er die Wandlung vom Nachwuchspolizisten hin zum desillusionierten Killer in Uniform.

Alles in allem überzeugt Street Kings. Die Story ist alles andere als überkonstruiert. Überlängen sind eher selten und der Film garantiert eine kurzweilige, spannende Unterhaltung. Der Spannungsbogen baut sich während des Filmes derart auf, dass man die Auflösung, wer hier gegen wen arbeitet und warum, kaum erwarten kann.


Filmkritik von Gastautor

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Bilder / Fotos

Street Kings

© 20th Century Fox

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News

17.04.2008
Auf SPIEGEL online gibt es einen langen Artikel über das Polizistendrama "Street Kings".
Trailer abspielen
Trailer zu Street Kings abspielen

Steckbrief
Regie
David Ayer

Darsteller
Cedric the Entertainer, David Ayer, Jay Mohr, Kate Clarke, Keanu Reeves, Kenneth Choi, Martha Higareda, Naomie Harris, Terry Crews

Genre
Drama, Thriller

Tags
Los Angeles, Polizei
Gastkritiken
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Filmfacts
Herstellungsland
USA

Alternativ- bzw. Originaltitel
The Night Watchman




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