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Straw Dogs - Wer Gewalt sät| Kritik 9/10

Kinostart
01.12.2011



Handlung

David (James Marsden) ist ein Amerikaner und zieht zusammen mit seiner Frau (Kate Bosworth) in ihre alte Heimatstadt, ein kleines Dorf in England. Doch der Mathematiker unterscheidet sich deutlich von den Anwohnern der Gemeinde. Die Einheimischen können mit seinem Bildungsgrad und seiner Weltgewandtheit nicht viel anfangen. Dies führt zu einer unglaublichen Spirale der Gewalt gehen ihn und seine Frau...


Filmkritik | Straw Dogs - Wer Gewalt sät

Bei dem Streifen "Straw Dogs - Wer Gewalt sät" handelt es sich um ein Remake des gleichnamiges Films aus dem Jahr 1971 von Sam Peckinpah. Damals sorgte der Film mit Dustin Hoffman in der Hauptrolle für einen Skandal, da er in einer Orgie aus viel Blut und jeder Menge Gewalt endete. Das ist einige Jahre her und in der heutigen Zeit nimmt sicher niemand mehr Anstoß am Original, welches nach einem Verbot in Großbritannien erst im Jahr 2002 auf VHS auf den Markt gebracht werden konnte. Natürlich hätte es sich Regisseur Rod Lurie somit für das Remake einfach machen und einfach einen Psycho-Horrorfilm mit Foltereinlagen drehen können, wie es in den letzten Jahren dank Produktionen wie "Saw" oder "Hostel".

Stattdessen entschied sich der Macher von Filmen wie "Rufmord" für die schwierigere Variante und hielt "Straw Dogs - Wer Gewalt sät" nicht nur nahe am Original, sondern behielt auch den eher unterschwelligen Psycho-Touch des Streifens bei. Es ist dabei faszinierend, wie langsam sich die Spannung in der Geschichte aufbaut. Nach und nach wird man immer wieder mit Momenten konfrontiert, in denen in erster Linie Protagonist James Marsden in der Rolle des Ehemanns David provoziert wird. Die Idylle der Kleinstadt wird dabei geschickt karikiert und immer wieder zu einem tödlichen Spiel vorangetrieben. Marsden nimmt man seine Rolle dabei schneller ab, als man es anfangs für möglich gehalten hätte. An seiner Seite überzeugt die hübsche Kate Bosworth. Ihre Rolle ist dabei ebenso vielschichtig ausgelegt wie die ihres Filmpartners und es ist erstaunlich, wie sehr sich ihr Verhalten im Laufe des Streifens ändert.

Das größte Lob hat allerdings ohne Zweifel Alexander Skarsgård verdient, der bisher in erster Linie durch seine Rolle in der Serie "True Blood" aufgefallen ist. Spannend ist dabei, dass seine Rolle nicht nur als einseitiger Bösewicht angelegt ist. Als Amys ehemaliger Freund Charlie ist er anfangs der smarte Schönling, der beim Publikum durchaus Sympathien sammeln kann. Auch der Wandel in seinem Wesen ist nachvollziehbar, da er einfach nicht mit der Tatsache klar kommt, dass seine Ex-Freundin nun nicht mehr mit einem echten Kerl wie ihm zusammen ist, sondern einen vermeintlichen Weichling wie David geheiratet hat. Somit bleibt sein Motiv nachvollziehbar, dennoch ist das Ausmaß der Gewalt am Ende erschreckend. Genau das zieht den Zuschauer in den Bann, da sich "Straw Dogs - Wer Gewalt sät" bis zum grandiosen Finale wie in einer Spirale immer weiter nach oben schraubt.

Wer ein blutiges Finale und Psychoterror nicht scheut, wird mit dem Streifen wunderbar unterhalten.


Filmkritik von Gastautor

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Bilder / Fotos

Straw Dogs - Wer Gewalt sät

© Sony Pictures Home Entertainment

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