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State of Play - Stand der Dinge| Kritik 8/10

Kinostart
18.06.2009



Handlung

Der junge amerikanische Kongressabgeordnete Stephen Collins (Ben Affleck) ist die Hoffnung seiner Partei - zeigt er sich doch als ehrgeiziger und aufrichtiger Newcomer im Polit-Business. Seine Aufstiegschancen sind so gut, dass er bereits als nächster Präsidentschaftskandidat gehandelt wird. Doch dann wird seine hart erarbeitete Welt durch den Mord an seiner Assistentin ins Wanken gebracht und einige düstere Geheimnisse kommen ans Tageslicht. Der Journalist Cal McCaffrey (Russell Crowe) ist ein alter Freund von Collins und wird von seiner Chefin Cameron (Helen Mirren) auf ihn und sein Verhältnis zur Ermordeten angesetzt. Bei der Suche nach einem möglichen Skandal, stößt Cal allerdings unerwartet auf etwas viel Größeres und sein Instinkt bringt ihn und seine Partnerin Della (Rachel McAdams) auf die Spur eines gewaltigen Komplotts, die weit bis in die höchsten politischen Ränge des Landes reicht.


Filmkritik | State of Play - Stand der Dinge

Mit "State of Play - Der Stand der Dinge" ist Regisseur Kevin MacDonald ein spannender Thriller gelungen, der trotz einer Lauflänge von zwei Stunden kaum Langeweile aufkommen lässt. Der Film beginnt mit einem Paukenschlag, denn schon nach wenigen Filmsekunden werden zwei Personen niedergeschossen - mit dieser packenden Eröffnung zieht der Film das Publikum sofort in seinen Bann. In ähnlich hohem Tempo geht es weiter - auch während die Charaktere vorgestellt werden.

Schon nach wenigen Filmminuten gibt es erneut einen Toten - diesmal die Mitarbeiterin des jungen Kongressabgeordneten Collins. Es gelingt den Filmemachern wirklich gut und unterhaltsam, die verschiedenen Todesfälle miteinander zu kombinieren. Das Drehbuch wirkt ausgeklügelt und durchdacht, auch wenn einige kleine Logiklücken nicht geschlossen werden können, beziehungsweise mehrere Fragen offen bleiben. Verschiedene Handlungsstränge werden geschickt miteinander verstrickt und schließlich wartet der Film am Ende mit einem gelungenen Plot twist auf, der im Nachhinein logisch erscheint.

Neben der gelungenen Story liefert der Film auch zahlreiche interessante Einblicke in die Welten des Journalismus sowie der amerikanischen Politik. Während auf der einen Seite eine Brücke für den ehrlichen und hart erarbeiteten Journalismus und somit gegen die Internet-Berichterstattung geschlagen wird, wird auf der anderen Seite ein negatives Bild der Politik gezeichnet, dem Geld und Profit wichtiger zu sein scheinen als das Leben der Menschen. Dadurch lässt sich der Film auch als Kritik am Bush-Regime begreifen, da dort die Weichenstellung für die Privatisierung der inneren Sicherheit der Vereinigten Staaten gelegt wurde.

Getragen wird der Film von seinem Hauptdarsteller: die Präsenz von Russell Crowe ist während der gesamten Spielzeit spürbar. Er spielt äußerst überzeugend und verkörpert einen Journalisten, dem eine korrekte Story weitaus wichtiger ist als der schnell verdienter Profit. Eine sehr sympathische Rolle, die er gut auszufüllen weiß. Ben Affleck hingegen kann nicht völlig überzeugen. Zwar kann er sein schauspielerisches Talent vor allem dann ausspielen, wenn er den Privatmann und nicht den Politiker gibt, doch als zielstrebiger und ehrgeiziger Kongressabgeordneter wirkt er überfordert.nDie Inszenierung ist sehr stimmig und macht dabei stets einen sehr bodenständigen und soliden Eindruck. Insgesamt ist "State of Play" ein absolut sehenswerter und spannender Thriller mit einer packenden Story.


Filmkritik von Gastautor

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State of Play - Stand der Dinge

© Universal Pictures International Germany GmbH

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