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Speed| Kritik

Kinostart
1994



Handlung

In L.A. treibt ein Psychopath sein Unwesen. Howard Payne (Dennis Hopper) ist darauf spezialisiert, Bomben zu legen, und er versteht sein Handwerk. Zwei Jahre hat er für die Planung eines besonderen Coups verwandt: Er droht, in einem Hochhaus einen vollbesetzten Aufzug abstürzen zu lassen, wenn man ihm nicht eine hohe Summe bezahlt, mit der er sich seinen Lebensabend zu finanzieren gedenkt. Der Polizist Jack Traven (Keanu Reeves) durchkreuzt mit Hilfe einiger Kollegen diesen Plan, alle Geiseln können in letzter Sekunde aus dem Aufzug gerettet werden, bevor dieser in die Tiefe stürzt. Danach gibt es eine große Explosion, bei der angeblich auch Payne ums Leben kommt. Das Problem scheint erledigt.

Kurze Zeit später explodiert mitten in L.A. ein Bus, und die Polizei erhält einen Anruf, daß auch im Bus Nr. 2525 eine Bombe versteckt ist, die durch einen perfiden Mechanismus zur Explosion gebracht werden soll: Fährt der Bus einmal über 50 Meilen die Stunde, so ist die Bombe scharf. Danach darf er nicht mehr unter 50 Meilen fahren, sonst explodiert sie. Der Bus ist vollbesetzt und transportiert ein buntes Sammelsurium von Fahrgästen, darunter Annie (Sandra Bullock), die es an diesem Tag noch bereuen wird, dem Bus hinterhergelaufen zu sein, und die nur noch mitgekommen ist, weil sie den Fahrer gut kennt und dieser sie außerhalb einer Haltestelle einsteigen ließ. Sie ist sowieso verärgert, daß sie überhaupt den Bus nehmen muß, da man ihr wegen zu schnellen Fahrens den Führerschein abgenommen hat.

Auch Traven befindet sich zur falschen Zeit am falschen Ort, denn er sieht den ersten Bus vor seinen Augen in die Luft fliegen und erhält den Anruf von Payne, in dem der ihm seine Forderungen mitteilt. Er schafft es, den zweiten Bus zu erreichen und von einem Auto aus "umzusteigen", bei dem darauffolgenden Handgemenge mit einigen Fahrgästen, die nicht glauben wollen, daß er Polizist ist, wird unglücklicherweise der Busfahrer angeschossen, und Annie übernimmt das Steuer. Im folgenden ergeben sich wilde Jagden über verstopfte Autobahnen und durch enge Straßen, bis die Fahrt auf dem Flughafen von L.A. schließlich endet.


Filmkritik | Speed

Bevor ich nun selbst etwas zu diesem Film sage, möchte ich kurz das Lexikon des Internationalen Films zitieren: "Ein meisterhafter Montagefilm, ein Höhepunkt des Actionkinos. Nicht nur ein spannender Genrefilm, sondern ein Essay über die Essenz des Kinos: die Bewegung." Letzteres ist sicher wahr, dem Zuschauer bleibt kaum Zeit zum Atemholen, und auch Langeweile kommt kaum auf. Die Action ist atemberaubend, die Handlung ist eigentlich nicht besser als in den meisten anderen Action-Filmen, die ich bisher gesehen habe. Gewisse Parallelen zu "Stirb langsam", bei dem Jan de Bont die Kamera führte, sind unverkennbar, was dem Film jedoch in keiner Weise schadet.

Etwas enttäuschend war die Rolle von Sandra Bullock, die zwar zur rasanten Busfahrerin avancierte, davon abgesehen jedoch nicht allzuviel zu tun hatte. Dennis Hopper als Bösewicht war zwar recht überzeugend, aber eine wirkliche Gänsehaut verschafften seine Auftritte einem nicht. Überhaupt, wo kämen wir hin, wenn alle frustrierten Pensionäre anfingen, alles mögliche in die Luft sprengen zu wollen?! Den besten Part im Film hatte zweifellos Keanu Reeves, der es im übrigen abgelehnt hat, im zweiten Teil wieder mitzuspielen. Ob zu recht oder zu unrecht, wird sich bald herausstellen. Bekanntlich hat auch er nicht immer eine glückliche Hand bei der Auswahl seiner Rollen, wie "Chain Reaction" im letzten Jahr bewiesen hat.

Zu erwähnen wäre noch der sehr gute Sound von "Speed", dafür gab es 1995 zwei Oscars. Insgesamt ein Film für jeden, der zwei Stunden spannende Unterhaltung möchte, ohne seinen Intellekt allzusehr anstrengen zu müssen


Filmkritik von Monika Hübner

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