Handlung
Tim (Jimi Ochsenknecht) verbringt die Sommerferien auf der Insel Amrum bei seiner Oma. Sein Vater ist bei der Luftwaffe und hat nie Zeit für seinen Sohn. Tim hat auf der Insel nicht viel Zeit sich dort einzuleben, denn bald wird er in die Streitigkeiten einer Jugendbande verwickelt. Auf einem Pferdehof lernt er die attraktive Vic (Sonja Gerhardt) kennen. Hals über Kopf verliebt er sich in sie. Der jungen Liebe steht jedoch Vic´s Freund Lars (Jannis Niewöhner) im Weg. Tim muss einiges auf sich nehmen um das Herz seiner Angebeteten zu gewinnen. So gibt es zwischen den beiden Kontrahenten eine Duell im Schwimmen. Zum guten Schluss bekommt jeder was er verdient hat.
Filmkritik | Sommer
Ein Film wie eine Bravo-Fotolovestory: Seicht, unglaubwürdig und klischeehaft. Der Streifen von Regisseur Mike Marzuk verfilmt eine flache Story um den Teeniestar Jimi "Blue" Ochsenknecht. Die schauspielerischen Leistungen des Hauptdarstellers beschränken sich auf coole Posen in denen er sich offensichtlich gefällt.
In „Sommer“ werden sämtliche Klischees bis zum Ultimo ausgereizt: Lars, der Freund von Vic, muss natürlich ein reicher Knabe sein. Wie es sich für solch einen gehört, ist er arrogant, teuer gekleidet und unsympathisch. Selbstverständlich logiert der reiche Sohn nur in einer Präsidentensuite im teuersten Hotel am Platz! Während der arme, von seinem Vater vernachlässigte Tim, bescheiden bei seinem Großmütterchen nächtigen muss.
Jimi "Blue" Ochsenknecht mimt den obercoolen Tim erbärmlich. Hier wirkt jede Geste und jeder Gesichtsausdruck künstlich, dabei hätte der Hauptdarsteller doch in den „Wilden Kerlen“ Filmen genug Zeit gehabt, sich schauspielerisch ein wenig zu entwickeln. Die Dialoge sind einfach nur dürftig und runden die vorhersehbare Handlung ab. In jeder Daily Soap gibt es ausgefeiltere Gespräche und einen Spannungsbogen. Viel konnten sich die Drehbuchautoren nicht gedacht haben. Auffallend Stereotyp kommen die Personen daher: Der übergewichtige Eric, der auch gerne mal bei den Mädchen landen möchte und außer einer dicken Lippe nicht viel zu bieten hat. Die bezaubernde Vic, die sich lange von ihrem neureichen Freund Lars blenden lässt und Tim, der edle Retter in der Not und romantische Liebhaber.
Nein danke, auch Teeniekomödien haben ein Recht auf ein Niveau. Ein gutes Beispiel liefert der Klassiker „La Boum“, übrigens hier hieß die Heldin auch Vic. Der Film „Sommer“ ist einfallslos, besonders peinlich sind die kurzen Auftritte von Tims Vater, den Uwe Ochsenknecht spielt. Offensichtlich ließ das Team um Mike Marzuk kein Fettnäpfchen aus. Dieser Film ist seicht, hat Überlängen und ist entbehrlich.
Filmkritik von Gastautor