So ist Paris - Filmkritik | kulthit.de 
Die Filmkritik Community!

Suche
Start » Filmarchiv » Filmkritik

So ist Paris| Kritik

Kinostart
17.07.2008



Handlung

In der Seine-Metropole prallen gegensätzliche Welten aufeinander. In den Straßen von Paris kreuzen sich Wege von Menschen, die kaum unterschiedlicher sein können. Da ist der Historiker Roland Verneuil (Fabrice Luchini), ein Universitätsprofessor mitten in der großen Sinnkrise, der sich in eine junge Studentin verliebt. Auf eine Herztransplantation wartet Pierre (Romain Duris), ein Tänzer der nicht mehr lange zu leben hat. Als die gestresste Sozialarbeiterin Élise (Juliette Binoche) von der Krankheit ihres Bruders erfährt, verbringen sie die letzten Tage gemeinsam und erfahren, wie einsam sie jeder für sich eigentlich sind. "So ist Paris" beobachtet außerdem die Beziehung eines Gemüsehändlers zu einem illegal in der Stadt seiner Träume lebenden Immigranten aus Afrika und spürt einer unkonventionellen Bäckersfrau nach.
Jeder sucht nach seinem Platz in der Welt von Paris. Alltägliches, Banales, Sentimentales und Skurriles nimmt seinen Lauf.


Filmkritik | So ist Paris

Paris gilt als die Stadt der Liebe, der Lichter und Bars, der Balkons und Brücken, der stillen Straßen und des Films. Nach seinen vielgelobten Spielfilmen "L'Auberge espagnole" und "L' Auberge Espagnole - Wiedersehen in St. Petersburg" zog es Cédric Klapisch wieder in die französische Heimat. "So ist Paris" behauptet der Titel seines jüngsten abendfüllenden Streifens. "All diese völlig unterschiedlichen Menschen sind vereint in dieser Stadt, in diesem Film", so der Regisseur Cédric Klapisch. Der Zuschauer denke vielleicht, "ihre Probleme seien unbedeutend, aber für sie sind es die wichtigsten der Welt".

Ein Reigen menschlicher Gefühle und Sehnsüchte, dargestellt in einem Episodenfilm. Leider geht "So ist Paris" anders als "Die Fabelhafte Welt der Amélie" nicht wirklich zu Herzen. Was vor allem daran liegt, dass die Protagonisten und ihr Geschichten wie ausgedacht wirken. Von wegen wie im richtigen Leben, hier hört man leider immer wieder das Papier rascheln. Diese "Helden des Alltags" werden im Laufe des Films nicht wirklich lebendig und auch das eher stereotyp mit der Kamera eingefangene Paris bleibt seltsam konturenlos, ist Kulisse. Cédric Klapisch hat viel gewagt und viel verloren. "So ist Paris" ist Häppchenkino, es macht einfach nicht satt. Es gibt zuviel unmotivierte Schnitte und lose Enden, die auf sinnvolle Verknüpfung warten. Mit dem Erzählen von vier unterschiedlichen Episoden in einem Film war Klapisch offenbar überfordert. So können auch die wunderbaren schauspielerischen Leistungen von Juliette Binoche und Fabrice Luchini "So ist Paris" nicht mehr wirklich retten.


Filmkritik von Gastautor

Sag es weiter



Bilder / Fotos

So ist Paris

© PROKINO Filmverleih GmbH

Kommentare

Derzeit sind keine Kommentare vorhanden!

Einen Kommentar schreiben

Bitte beim Kommentieren auf Rechtschreibung und Grammatik achten!

Name
eMail (wird nicht veröffentlicht)
What is 105 - 96 =  
Bitte Sicherheitscode in das rechte Feld eintippen.




Steckbrief
Gastkritiken
Anzeige

Filmfacts
Herstellungsland
Frankreich

Alternativ- bzw. Originaltitel
Paris




Benutzername

Passwort

Anzeige