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So finster die Nacht| Kritik 5/10

Kinostart
23.12.2008



Handlung

Der Film handelt von zwei Kindern, die ihr bisheriges "Dasein" als Außenseiter verbrachten. Der 12-jährige Oskar (Kåre Hedebrant) und die gleichaltrige Eli (Lina Leandersson) finden jedoch zueinander und freunden sich an. Was der Junge jedoch nicht weiß, seine Freundin ist ein Vampir. Steckt sie hinter einer unglaublichen Mordserie? So verschieden Oskar und Eli auch sind, miteinander können sie der düsteren Realität trotzen...


Filmkritik | So finster die Nacht

"So Finster die Nacht" versucht in romantischen aber auch bizarren und teils perversen Bildern das Vampir-Genre neu zu erfinden. Typisch skandinavische Melancholie geprägt von knappen, oft rätselhaften Dialogen, prägen den Film und regen den Zuseher ungewollt immer wieder zum nachdenken an.

Eines wird bereits in den ersten Minuten deutlich. Der Film hebt sich von bisherigen Horrorstreifen gewaltig ab. "So Finster die Nacht" erzählt, ohne wirkliche Spannung, seine Geschichte. Auch die sehr guten Schock-Effekte lassen ein "dahinplätschern" nicht wirklich vermeiden. Oftmals kommt es einem vor, als wurde der Film unnötig durch diverse Sequenzen ergänzt, um eine kinotaugliche Länge zu erreichen. Positive Kritik haben die beiden Hauptdarsteller Kåre Hedebrant als Oskar und Lina Leandersson als Eli verdient. Aber auch ihnen gelingt es letztendlich nicht, dem Film noch die notwendige Klasse zu geben, die von einem Kinofilm eigentlich erwartet wird. Wirkliche Horrorfans kommen hier sicherlich nicht auf ihre kosten. Der Film wirkt an vielen Stellen sogar unfreiwillig komisch. Als eine Frau beispielsweise von duzenden Katzen angefallen wird, wirkt die Szene eher wie eine nachgespielte Komödie als ein Horroschocker. Von dem eigentlich gewollten Gruseleffekt ist nicht viel übrig geblieben. Ganz im Gegenteil: Die Szene wurde sogar handwerklich schlecht gemacht. Computeranimierte Katzen erzeugen grundsätzlich keinen wirklichen Horroreffekt.

Ansonsten erinnert der Film zeitweise eher an eine Romanze, wo zwischenmenschliche Nähe, Verständnis und Zuneigung im Mittelpunkt stehen. Eigenschaften, die nur bedingt Grundlage für einen gelungenen Horrorstreifen sind. Als Fazit kann gesagt werden, dass man "So finster die Nacht" nicht unbedingt sehen muss. Vor allem dann nicht, wenn man sich einen richtigen Horrorkracher erwartet. Eingefleischte Schweden-Film-Fans sind da sicherlich anderer Meinung. Dazu muss gesagt werden, dass skandinavische Verfilmungen durch ihren grundsätzlichen Hang zur Skurrilität nicht wirklich die idealen Voraussetzungen für einen Thriller mitbringen. Dies mag in Komödien gut funktionieren, in Horrorfilmen definitiv nicht.


Filmkritik von Gastautor

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Bilder / Fotos

So finster die Nacht

© MFA+ FilmDistribution e.K.

Kommentare


Bilbo
19.12.2011, 01:10:08
Der Autor der Kritik hat den Film leider nicht ansatzweise verstanden.
B.
Wilfried Ritz
08.09.2011, 16:08:52
Ein ausgezeichneter Film und eine wunderbare Story.
Ich war selten so bewegt gewesen. Selbst jetzt nach über 2 Jahren finder ich ist es das Besten was mit über den Weg gelaufen ist meint: www.So-finster-die-Nacht.de

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Steckbrief
Regie
Tomas Alfredson

Darsteller
Henrik Dahl, Ika Nord, Kåre Hedebrant, Karin Bergquist, Lina Leandersson, Per Ragnar, Peter Carlberg, Tomas Alfredson

Genre
Drama, Horror

Tags
Vampire
Gastkritiken
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Filmfacts
Herstellungsland
Schweden

Alternativ- bzw. Originaltitel
Let Me in - Låt den rätte komma in




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