Zu scharf um wahr zu sein - Filmkritik | kulthit.de 
Die Filmkritik Community!

Suche
Start » Filmarchiv » Filmkritik

Zu scharf um wahr zu sein| Kritik 5/10

Kinostart
29.04.2010



Handlung

Kirk (Jay Baruchel) ist ein ganz durchschnittlicher Typ. Doch ausnahmsweise landet er einen Volltreffer: Obwohl er nur einen stinknormalen und wenig aussichtsreichen Job als Sicherheitsbeamter am Flughafen hat und auch sonst nicht unbedingt viel hermacht, verliebt sich die unfassbar sexy und auch noch erfolgreiche Molly (Alice Eve) in ihn. Kirk ist fassungslos. Und nicht nur er. Auch seine Freunde, seine Familie und seine Ex können es nicht glauben. Umso mehr will er beweisen, dass er diese Wahnsinnsbraut halten kann. Obwohl er andererseits der Erste ist, der zugibt, dass Molly "zu scharf, um wahr zu sein" und damit eine Nummer zu groß für ihn ist!


Filmkritik | Zu scharf um wahr zu sein

Ich habe mir wirklich Mühe gegeben den Film zu mögen. Jay Baruchel stiehlt als Sidekick den Stars seit Jahren immer wieder die Show ("Tropic Thunder", "Nick und Norah - Soundtrack einer Nacht") und das Konzept des Films schien ein perfektes Vehikel für die Qualitäten des jungen Schauspielers zu sein. Es fällt mir daher nicht leicht zu attestieren, dass dieser Komödie recht schnell die Luft ausgeht und daran kann leider auch Mr. Baruchel nichts ändern.

Das Strickmuster des Films ist schnell ersichtlich - heisse Braut trifft auf lustigen Loser. Das heisst natürlich noch lange nicht, dass der Film schlecht ist, allerdings ist es sehr wahrscheinlich, dass er ohne die Mitwirkung von Jay Baruchel völlig untergegangen wäre. Auch einige der anderen Darsteller wissen zu gefallen: Nate Torrence als Devon zeigt viel Gespür für komödiantisches Timing und Krysten Ritter als Mollys bittere Freundin Patty dominiert ihre Szenen mit einem unwiderstehlichen, schauspielerischen Drive. Alice Eve als Molly ist dagegen leider nicht viel mehr, als ein weiteres hübsches Gesicht, T.J. Miller als Stainer überspielt und versaut damit jede einzelne Pointe und der Rest von Kirks Familie ist eine Ansammlung von jedem einzelnen Klischee, das einem in den Sinn kommen könnte. Zwischendurch gibt es immer mal wieder sympathische Momenten und auch die Grundidee, seinen Selbstwert nicht an Äußerem oder an dem festzumachen, was andere über einen sagen, ist ja begrüßenswert. Aber gute Absichten produzieren leider keine Lacher und das ist es nunmal, worum es bei einer Komödie geht.

Das Problem bei "Zu scharf um wahr zu sein" ist, dass das Drehbuch von Sean Anders (wirkte schon beim ähnlich unlustigen "Spritztour" mit) und John Morris sich niveaumäßig auf dem eines American Pie Nachfolgers befindet. Dazu kommt, dass Regisseur Jim Field Smith nie zum richtigen Tempo findet, während einige Szenen sich endlos in die Länge ziehen, wirken andere als wären sie gekürzt worden. Jedes Mal wenn man denkt, dass es jetzt witzig werden könnte, folgt einer dieser völlig überzogenen Kalauer weit unterhalb des Gürteläquators. Von Baruchel und Torrence war kürzlich in Interviews zu vernehmen, dass es sich bei vielen dieser Szenen um Nachdrehs und vermutlich große Fehler handelt. Wie wahr.

Auch wenn es sich nicht um einen guten Film handelt, wünsche ich mir doch, dass er ein Hit wird, schließlich hätte ich nichts dagegen, Jay Baruchel demnächst in besseren Filmen zu sehen. Sehr viel schlechtere Filme haben schon tonnenweise Geld eingespielt und es wäre schade, wenn Studios diejenigen jungen Schauspieler meiden würden, die hier eine gute Performance abliefern. Also, trotzdem ansehen.


Filmkritik von Gastautor

Sag es weiter



Bilder / Fotos

Zu scharf um wahr zu sein

© Paramount Pictures Germany GmbH

Kommentare

Derzeit sind keine Kommentare vorhanden!

Einen Kommentar schreiben

Bitte beim Kommentieren auf Rechtschreibung und Grammatik achten!

Name
eMail (wird nicht veröffentlicht)
What is 7 * 4 =  
Bitte Sicherheitscode in das rechte Feld eintippen.



Trailer abspielen
Trailer zu Zu scharf um wahr zu sein abspielen

Steckbrief
Regie
Jim Field Smith

Darsteller
Adam LeFevre, Alice Eve, Debra Jo Rupp, Jasika Nicole, Jay Baruchel, Kim Shaw, Krysten Ritter, Kyle Bornheimer, Lindsay Sloane, Mike Vogel, Nate Torrence, T.J. Miller

Genre
Komödie, Romantik
Gastkritiken
Anzeige

Filmfacts
Herstellungsland
USA

Alternativ- bzw. Originaltitel
She's Out of My League




Benutzername

Passwort

Anzeige