Handlung
Eigentlich will Casey (Drew Barrymore) sich einen schönen Abend mit einem Videofilm machen, während ihre Eltern nicht im Haus sind. Ihre Vorbereitungen werden jedoch jäh durch das Klingeln des Telefons unterbrochen. Der anonyme Anrufer tut zunächst freundlich, droht Casey jedoch schließlich sie umzubringen, falls sie ihm nicht ein paar einfache Quizfragen zu Horrorfilmen beantworten kann...
In dem kleinen, verschlafenen Städtchen Woodsboro passiert selten etwas, jedoch ein Jahr vor den mysteriösen Anrufen bei Casey wurde schon einmal eine Frau, die Mutter von Caseys Mitschülerin Sidney (Neve Campbell), vergewaltigt und auf brutalste Weise ermordet. Ein Jahr später scheinen die Morde sich fortzusetzen, wobei zwar einige Personen den Mörder zu Gesicht bekommen, jedoch nicht identifizieren können, da er im Halloween-Kostüm als Gevatter Tod sein Unwesen treibt.
Filmkritik | Scream - Schrei!
Horrorfilme sind bekanntlich nicht jedermanns Sache. Nach all dem Hype um den Film Scream war ich jedoch zu neugierig, um ihn mir entgehen zu lassen und habe das Kino insgesamt recht angenehm überrascht verlassen. Natürlich spritzt das Blut eimerweise über die Leinwand, selbst in der ab 16 freigegebenen Fassung, die für etwas weniger "horrorerprobte" Gemüter durchaus als Einstieg genügen dürfte. Scream bietet ein paar überraschende Wendungen, in denen falsche Fährten gelegt werden und ist eigentlich nie langweilig. Etwas enttäuschend ist indessen, dass man trotz dieser Bemühungen relativ schnell darauf kommen konnte, wer der Mörder ist - sogar ich habe mit meiner diesbezüglichen Vermutung überraschenderweise von Anfang an ziemlich richtig gelegen.
Ebenfalls positiv zu vermerken ist, dass der Film sich nicht durchweg ernst nimmt und zum Teil andere Filme des gleichen Genres parodiert. Besonders gelungen: Eine Szene, in der einer der Darsteller sich John Carpenters "Halloween" im Fernsehen anschaut, bei den dramatischsten Szenen mit der Hauptdarstellerin mitfiebert und nicht bemerkt, dass sich eine analoge Szene gleichzeitig in der Realität abspielt, bei der er selbst eine der beiden Hauptrollen spielt.
Fazit: gut inszeniert und spannend, wenn auch gegen Ende übertrieben blutrünstig.
Filmkritik von Monika Hübner